Istanbul

Byzanz – Konstantinopel – Istanbul

Lange, lange ist es her, seit ich dort gewesen bin… Mich faszinieren solche Städte, in kaum einer Region treffen so krasse Gegensätze von moderner Zeit und 1001 Nacht aufeinander.

Istanbul
Photo Wikipedia, View of Istanbul. Photo by Bertil Videt, 2006.

Istanbul, einst Konstantinopel, die einzige Metropole, die auf zwei Kontinenten gelegen ist und die man als Brücke zwischen Europa und Asien bezeichnet, blickt auf eine ruhmreiche und bewegte zweitausendjährige Geschichte zurück. Einst war sie Hauptstadt des Byzantinischen und Osmanischen Reichs. Hier trifft man auf Schritt und Tritt Spuren der jüdischen, moslemischen und christlichen Vergangenheit dieser Stadt.
Trotz der neuen Hauptstadt Ankara ist und bleibt Istanbul wirtschaftlich und kulturell die größte und wichtigste Stadt der Türkei.
Experten schätzen, dass heute ca 15 Millionen Menschen in Istanbul leben. Viele durch Armut geprägte Menschen, gerade aus Anatolien, zog der Traum vom besseren Leben dorthin. Geblieben ist für viele nur der Traum, wie die unzähligen Elendsviertel am Rande der Stadt beweisen. In Istanbul nennt man sie Gecekondus, was so viel heisst wie „ über Nacht erbaut“. Laut einem osmanisch-islamischem Gewohnheitsrecht sollten diese oft mehrstöckigen Lehmhütten, so nicht abgerissen werden dürfen. Rund 4,5 Millionen Menschen leben heute in diesen meist illegalen Hütten.

Gecekondu
Bild: Wikipedia by Gecekondu neighborhood in Sincan. Photo by Bertil Videt| 2004

Wie auch in den meisten anderen Metropolen ist der Gegensatz zwischen arm und reich sehr deutlich. Ein Fünftel der Bevölkerung verfügt über fast 60% der Einkommen, was schon erheblich ist.

Istanbul wird unterteilt in drei Bereiche:

Nördlich des Goldenen Horns befinden sich das europäisch geprägte Beyoğlu und Beşiktaş, hier findet man den letzten Sultanspalast. Wer dorthin kommt, sollte sich das unbedingt ansehen. Am Ufer des Bosporus findet man eine Kette ehemaliger Dörfer wie Ortaköy und Bebek.

Stadtteile wie Üsküdar und Kadıköy, früher selbstständige Städte, findet man gegenüber auf der asiatischen Seite, hier befinden sich vor allem Wohn- und Geschäftsviertel.

Das alte, im Süden der europäischen Seite gelegene Stadtzentrum Konstantinopels mit den Stadtteilen Eminönü und Fatih wird durch das Goldene Horn von den nördlicher gelegenen, jüngeren Stadtteilen getrennt und im Westen von der Theodosianischen Landmauer begrenzt.

Das goldene Horn, so nennt man die langgezogene Bucht des Boporus, sie ist 11 km lang, 40 Meter tief und erreicht eine Breite von 800 Meter. Das Goldene Horn ist eine Touristen – Sehenwürdigkeit, an deren Ende sich der Freizeitpark Miniatürk befindet.

Golden_Horn_Istanbul
Photo: Wikipedia Sunset over the Golden Horn, Istanbul, Turkey. Photo by Bertil Videt 2003.

Istanbul ist also durchaus eine Reise wert, man findet kaum das Zusammenspiel so verschiedener Welten an einem Ort.
Das europäische Leben, wie wir es kennen findet man in den Stadtteilen Ortaköy, Nisantasi, Suadiye. Während man gerade in geschaffenen Siedlungen, wo überwiegend Menschen aus Anatolien leben quasi einen Zeitsprung in die Vergangenheit macht.

Istanbul
Photo: Wikipedia, Luftaufnahme Istanbul, Halic

Auch wer seinen Kaufrausch befriedigen möchte, ist in Istanbul gut aufgehoben. Von hypermodernen Einkaufzentren bis orientalischen Basaren findet man hier ein reichhaltiges Angebot. Bezahlen kann man in den Geschäften in Türkischer Lira, Euro, Dollars- oder fast jeder anderen Währung, auch Geldautomaten findet man, zumindest in touristischen Gegenden ausreichend.
Eine wahre Attraktion ist der grosse überdachte Basar auf 100.000 qm mit über 4000 „Geschäften“. Wer gern handelt ist hier genau richtig. Bei guten Waren wie echtem Leder oder Teppichen, sollte man etwas von der Qualität verstehen, Händler geben hier oft noch einen Nachlass von 5-20%. Bei weniger hochwertigen Produkten sind 50% Nachlass keine Seltenheit… wenn man zu handeln versteht.

Grand_Bazaar_Istanbul
Foto:Wikipedia (Gryffindor) Grand Bazaar Istanbul

Weitere Einkaufsmöglichkeiten:

Die Istiklal-Straße ist die längste Einkaufsmeile im Stadtteil „Beyoğlu“, hier gibt es auch hervorragend Fischrestaurants.

Im Ortsteil Sirkeci – Hamidiye Caddesi findet man Haushaltsgeräte.

Die größte Auswahl an Bauchtanzkostümen findet man entweder im großen Basar Kapalı Carşı oder auf der Istiklal Caddesi.

Auf der asiatischen Seite, in Suadiye/Erenköy findet man die Bağdat Caddesi. Hier geht es etwas nobler zu, man findet Designer- und Markenshops in Hülle und Fülle.
Auch im Ortsteil Nişantaşı findet man viele Designershops, auch der neue Shopping Tempel „Nişantaşı City’s“ befindet sich dort.

Einen schönen Flohmarkt gibt es im Ortsteil Ortaköy, er ist jeden Sonntag geöffnet. Hier werden viele Edelsteine, Accessoires, Schmuck und andere Kunstgegenstände verkauft. In der Türkei nennt man den Flohmarkt „Bit Pazarı“

Der Ägyptische Basar mit vielen Kräutern, Gewürzen, Düften, Früchten und Lebensmitteln.

Basar
Foto: Wikipedia,

Cevahir Istanbul Alişveriş Merkezi
Das Cevahir Einkaufszentrum im Ortsteil Şişli liegt auf der europäischen Seite von Istanbul und ist mit 345 Geschäften die zweitgrößte Shopping Mail Europas.
Rund 5.000 Mitarbeiter bedienen und arbeiten für durchschnittlich 60.000 Kunden pro Tag.

Ansonsten findet man, gerade im europäischen Teil der Stadt unzählige weitere Einkaufszentren, im asiatischen und etwas ausserhalb viele kleine traditionelle Geschäfte und Märkte.

Schmuck ist in der Türkei in der Regel billiger, Gold jedoch nicht, also aufpassen.

In Geschäften und Restaurants wird man meist sehr freundlich und schnell bedient.

Restaurants und Café‘s gibt es in Istanbul reichlich, je nach Geschmack wird hier jeder das passende finden.
Empfehlen möchte ich hier mal ein Eiscafé:
Hafiz Mustafa 1864, Hobyar Mahallesi Hamidiye Caddesi No:84, Istanbul
Hier gibt es köstliche Spezialitäten.

Einen Reisetipp noch zum Schluss: Nicht auf Menschen reinfallen, die einem auf der Strasse ansprechen, es sind häufig Schlepper, die Sie überreden wollen, irgendwo mit hinzugehen… zum kaufen oder sonst was. Sie geben sich oft als Reiseführer aus, sind es aber in der Regel nicht.
Achtung auch bei Waren, die man mitnehmen möchte, unbedingt die Bestimmungen beachten, was man nicht ausführen darf, die Behörden verstehen da keinen Spass!

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