Der Stammbaum der Dinosaurier

Die Dinosaurier gehören der Gruppe der Tetrapoden an, also der vierbeinigen Wirbeltiere.

Diese gliedern sich in vier Klassen:

Amphibien
Reptilien
Vögel
Säugetiere

Die Amphibien entwickelten sich einst aus den Fischen. Amphibien sind sozusagen die Vorfahren der Reptilien. Aus diesen wiederum entwickelten sich einerseits die Vögel und anderseits die Säugetiere.
In der Entwicklungsgeschichte der Wirbeltiere nehmen also die Reptilien eine entscheidende Rolle ein.

Innerhalb der Reptilien gibt es vier Unterklassen, die sich auf Grund der Anordnung von Schläfenöffnungen an der Schädelseite hinter der Augenöffnung unterscheiden.

Anapsida: Sie besitzen keine Schläfenöffnung

Euryapsida: Sie besitzen nur eine obere Schläfenöffnung ( Placodontier)

Synapsida: Sie besitzen nur eine untere Schläfenöffnung und gehören zu den säugetierähnlichen Reptilien (Cynognathus)

Diapsida: Sie besitzen zwei Schläfenöffnungen, eine obere und eine untere, getrennt von einer Knochenspange. Ihre Muskulatur im Kiefer ist hier mit Sehnen verbunden, dies ermöglicht ein weiteres Aufsperren der Kiefer und einen festeren Biss.

Wie die meisten heutigen Reptilien, gingen die Dinosaurier aus den Diapsiden hervor. Gegen Ende der Perm spalteten sich die Diapsiden in zwei Gruppen:

1. Lepidosauria, deren Entwicklung führte zu mehr als 6000 Echsenarten und Schlangen.

2. Archosauria, existierten über einen Zeitraum von sage und schreibe 180 Millionen Jahren!! Man nannte sie, die Gruppe der Herrscherreptilien! Die Dinosaurier beherrschten das Festland, die Flugsaurier waren die Könige der Lüfte und eine Gruppe, die einzige, die noch heute existiert eroberten das Wasser… nämlich die der Krokodile.


Die Archosaurier entwickelten ihre Blütezeit im Trias.

In dieser Epoche veränderte sich vieles, so auch die Gangart der Tiere. Die Dinosaurier unterteilt man auf Grund ihrer verschiedenen Bauweise des Beckens in zwei Hauptgruppen:

1. Ornithischia: Bei dieser Art zeigen Sitz- undSchambein fast parallel nach hinten )ähnlich wie bei Vögeln, jedoch haben sie keine gemeinsamen Vorfahren). In dieser Gruppe waren alle Pflanzenfresser, ihre Backenzähne waren leicht nach innen gesetzt und von den Wangen umschlossen.

Saurischia: Bei dieser Art setzen sich Schambein und Sitzbein so am Darmbein an, dass das Schambein nach vorn und das Sitzbein nach hinten zeigt.

Die Art teilte sich im Laufe der Entwicklung in zwei Unterordnungen:

1. Sauropodomorpha: riesige Pflanzenfresser

2. Theropoda: Fleischfresser

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5 Kommentare zu „Der Stammbaum der Dinosaurier

  1. Wozu gehören denn nun die Krokodile:
    Anapsida oder Diapsiden?

    > Anapsida: Sie besitzen keine Schläfenöffnung
    (Krokodile) <

    > Wie die meisten heutigen Reptilien, gingen die Dinosaurier aus den
    Diapsiden
    hervor. Gegen Ende der Perm spalteten sich die Diapsiden in zwei Gruppen:
    1. …
    2. Archosauria, …
    … und eine Gruppe, die einzige, die noch heute existiert eroberten das Wasser… nämlich die der
    Krokodile. <

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  2. Krokodile gehören zu den Diapsiden.

    Die Gesamtsystematik:

    Reich: Tiere (Animalia)
    Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
    Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
    Unterabteilung: Bilateria
    Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
    Stamm: Chordatiere (Chordata)
    Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
    Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
    Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
    Klasse: Reptilien (Reptilia)

    Zur Unterklasse der Diapsiden Reptilien (Diapsida) gehören weiterhin auch die Teilklassen:
    Lepidosauromorpha mit über 7.700 Arten
    Archosauromorpha mit etwa 25 Arten

    Die Diapsida sind nach traditioneller Auffassung eine Unterklasse der Klasse der Reptilien (Reptilia).
    Die Diapsiden umfassen zwei Überordnungen, zu denen bis auf die Schildkröten alle heutigen Reptilien (Echsen, Schlangen, Brückenechsen und Krokodile) zugeordnet werden.
    Diapsiden besitzen zwei Schläfenöffnungen (Tempora & Orbita), eine obere und eine untere, getrennt von einer Knochenspange. Ihre Muskulatur im Kiefer ist hier mit Sehnen verbunden, dies ermöglicht ein weiteres Aufsperren der Kiefer und einen festeren Biss.

    Diese besondere Schädelanatomie ist ein Charakteristikum der Diapsiden, jedoch wurde dieser ursprüngliche Zustand im Verlauf der Diapsidenevolution gleich mehrmals verändert, zum Beispiel Echsen und Schlangen reduzierten das untere Schläfenfenster.

    Anapsiden
    Die Anapsida auch „Schläfengrubenlose“ sind nach traditioneller Auffassung eine Unterklasse der „Reptilien“ („Reptilia“). Anapsiden zeichnen sich aus durch massive Schädel, ohne Schädelöffnung.
    Zu den Anapsiden gehören etwas über 280 Arten. Heute rechnet man ihnen höchstens noch die Schildkröten zu. Die ersten Anapsiden erschienen vermutlich vor 318 Mio. Jahren. So alt sind jedenfalls die ältesten Funde.

    Vielen Dank für den Hinweis

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  3. Ich fand das jetzt (im Gegensatz zu den anderen Beiträgen) ein bisschen verwirrend zu lesen, wobei ich einsehe, dass man das alles schlecht in einen kleinen Blog-Beitrag gepackt kriegt. Von mir aus könnte es viel ausführlicher sein, aber einfacher anfangen.

    Die meisten Leute (ich auch) haben in der Schule gelernt, die Unterklassen der Reptilien seien Echsen, Schlangen, Krokodile und Schildkröten – das ist ja nun ein bisschen komplizierter geworden inzwischen. Vielleicht braucht man rezente Arten als Beispiele, die Vögel und Säugetiere könnte man mit in die 4 Unterklassen reinstopfen. Vielleicht fängt man nicht mit Tetrapoden, sondern Amnioten an?
    LG, bo

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