Der „Fall“ Michael Grewe

Der Name wird jetzt vielleicht nicht allen so bekannt sein, aber den meisten Hundehaltern wird zumindest Canis ein Begriff sein.

http://www.canis-kynos.de/

Michael Grewe, ehemaliger Polizist, ist ein Hundetrainer für viele bekannt aus der Zeitschrift “Dogs” oder aus Funk und Fernsehen. Ausserdem Mitbegründer von Canis Zentrum für Kynologie, Hundeschule und Ausbildungsstätte für Hundetrainer, sowie Leiter der Hundeschule-Hundeleben. Leider… kann man nur sagen.

Am 9. Dezember 2012 ging ein Video des Herrn Grewe bzw von Canis online und ein Aufschrei durch die Menge.

 Es handelt sich bei dem Film um einen Ausschnitt aus einem Canis-Workshop für Canis-Studenten aus dem Jahr 2009.
Gezeigt wurden hierbei die Erziehungsmethoden, die Hundefreunde auf die Barrikaden trieb, wo klar zu sehen war, wie einem Hund brutal, mit voller Wucht ein Blechnapf mitten ins Gesicht geschlagen wird. Ist DAS Hundeerziehung? Ich glaube kaum!
Ich war geschockt bei diesem Anblick und fragte mich, abgesehen von psychischer Gewalt, welche körperlichen Schäden solche Hunde wohl davontragen. Kieferbruch, feine Risse im Schädel, Verletzungen am Gebiss etc? Ich kenne zumindest ehemalige Kunden des Zentrums, die nach einigen Stunden „Leinenführigkeitstraining“ anschliessend zum Tierchiropraktiker mussten wegen Verletzungen der Halswirbelsäule. Allein diese Tatsache sollte uns schon zu denken geben.

Ein Aufschrei ging durch die Menge, das Video verschwand. Man konnte annehmen, die Meinung der Massen hätte irgendwie zum nachdenken des eigenen Verhaltens angeregt… aber eben nur kurzzeitig. Denn am 26.12. erschien erneut dieses Video.


Dazu das Statement von Michael Grewe auf Facebook:

„Öffentliches Statement

Mein Name ist Michael Grewe und ich möchte mich an dieser Stelle zum YouTubefilm äußern.
Wir waren geschockt und sind es immer noch, welche Reaktionen dieser Film hervorgerufen hat und welche Unmengen an Mails und Beiträgen auf unseren Facebookseiten antrafen. Weil wir mit dieser Reaktion und auch der Heftigkeit der Beiträge total überfordert waren haben wir zunächst unsere Facebookseiten blockiert. Jetzt nehmen wir Stellung dazu.

Es handelt sich bei dem Film um einen Ausschnitt aus einem Canis-Workshop für Canis-Studenten aus dem Jahr 2009. Was auf dem Film bei YouTube nicht zu sehen ist, ist das Verhalten des Hundes vorher und das Verhalten des Hundes hinterher. Hiervon gibt es jedoch eine Gesamtaufnahme, bzw. mehrere kleine Filme.
Es handelte sich um einen Dt. Schäferhund, der als gefährlich eingestuft war und bereits Menschen ernsthaft gebissen hat. Auf dem kompletten Film ist dann auch zu sehen, wie der Hund zuvor mit Maulkorb enthemmt in Unterarm und Beine eines Menschen zustößt.
Es stand seinerzeit, nach dem Besuch etlicher Hundeschulen zur Diskussion, den Hund einzuschläfern oder eben mit verstärkten Maßnahmen den Hund zu öffnen und eine angepasste Alternative anzubieten. Nicht zu beißen eben!
Nach dieser Übung ist auf dem Originalfilm dann auch zu sehen, wie man sich dem Hund zum Schluss ohne Maulkorb nähern kann und er keine weiteren Versuche unternimmt, einen Menschen zu beißen.
Die Halterin konnte ihren Hund bei sich behalten und gefahrloser managen.

Ich kann die emotionalen Reaktionen, die aus vielen Beiträgen zum Film deutlich hervor gehen auch selbst gut nachvollziehen. Man sieht halt keine schöne Sache. Das Gute an dieser unschönen Sache ist aber, das der Hund am Leben bleiben konnte. Und für diesen ernsten Hintergrund, Spritze oder durch das Tal hindurch und weiter leben, bin ich auch bereit, zu ernsteren Maßnahmen zu greifen. Nun darf man aufgrund dieses Filmausschnittes aber auch nicht denken, dass jeder Hund, mit jedem Problem von uns so gearbeitet wird. Wir haben allesamt, ob von CANIS oder HUNDELEBEN so unendlich vielen Menschen mit ihren Hunden aber auch unendlich vielen Hunden mit ihren Menschen helfen können und dieser Umstand wird von einem so kurzen und aus dem Zusammenhang gerissen Film völlig überlagert. Schade!
Was uns am meisten Betroffen macht sind gar nicht die ernstgemeinten Anfragen, über Facebook. Was uns betroffen macht ist der Hass, der uns entgegen kommt, von Menschen, die uns und unsere Arbeit gar nicht kennen und aufgrund des kleinen Ausschnittes tatsächlich denken oder die Propaganda vertreiben, nur so würde bei uns gearbeitet.
Das ist nicht zutreffend und wir werden uns und unserer Arbeit treu bleiben.

Ich werde versuchen weitere Ausschnitte aus dem gesamten Film zu organisieren und diese dann in den nächsten Tagen bei Facebook posten.
Wir bitten alle auch auf diesem Wege um Verständnis, dass wir uns zur Zeit an keiner Diskussion auf unseren Facebookseiten beteiligen werden. Wir können dies in der Menge schlichtweg personell nicht leisten und sind im Grunde auch emotional überfordert.
Gegen mich gehen etliche Drohungen ein, die bereits bei der Staatsanwaltschaft vorliegen. Diese und ähnliche beleidigenden Beiträge werden wir von den Facebookseiten löschen. Allen anderen Beiträge, die auch emotional geführt werden, lassen wir vorerst auf den Seiten stehen, um auch hier nicht den Eindruck zu erwecken, nur die schönen Dinge sind zu etwas nütze.

Michael Grewe

Quelle: Facebookseite des Canis Center.“

http://www.facebook.com/pages/Canis/114138295312242

Dieses Statement ändert meiner Ansicht nach gar nichts an den Tatsachen und rechtfertigt auch nicht dieses Verhalten. Wo kämen wir hin, wenn es normal wäre Aggression mit Aggression zu beantworten? Wenn die Kinder des Herrn Grewe unschönes Verhalten zeigen, zieht er ihnen dann den Knüppel über den Schädel?? Sorry, aber das kann nicht sein.

Auch frage ich mich, ist DAS die Zukunft von Canis? Ist DAS im Sinn von Wolfsforscher Erik Zimen, verstorben an einem Gehirntumor am 19. Mai 2003, welcher das Canis Zentrum gründete? Schwer vorstellbar. Kann man es zulassen, dass solche „Trainingsmethoden“ publiziert und an andere Trainer weitergegeben werden?

So weit ich es jetzt sehen konnte handelt es sich im Video nicht um Michael Grewe selbst, sondern um Frank Faß von wolfcenter.de , welches eng mit Canis zusammenarbeitet und was es keineswegs besser macht. Wer mit solchen Methoden arbeitet und dies noch an andere Trainer weitergibt, sollte nie wieder Hunde trainieren dürfen.

Analysieren wir mal allgemein, was bringt diese „Erziehung“ überhaupt? Was sehen wir auf dem Video?

Zum einen sehen wir einen verschüchterten Hund, welcher verzweifelt Schutz und Hilfe bei seiner Bezugsperson (bei seinem Frauchen) sucht und absolut ins Leere läuft, keine Hilfe bekommt. Ein absolutes NO GO in einer Halter-Hund-Beziehung, das Vertrauen des Hundes ist weg. Wie soll ein Hund seinem Menschen denn noch vertrauen, der ihn, in seinen Augen, einer solchen Notsituation im Stich lässt? Was hat der Hund also gelernt? Auf meinen Menschen ist kein Verlass, ich muss das selbst regeln. Ganz fatal! Heisst, beim nächsten Mal, wird der Hund nicht zu seinem Menschen gehen, sondern sich entweder a. zurückziehen und sich vor Angst ergeben (solange sein Peiniger mit Blechnapf ausgerüstet ist) oder b. er wird ohne Vorwarnung vorgehen und irgendwann wirklich zubeissen, seine Chance nutzen, sobald „der Trainer“ oder Besitzer sein Schlagwerkzeug vergessen hat. Der Hund ist doch nicht dumm, auf dem Video ist ganz klar zu sehen, dass er nicht etwa umerzogen oder sozialisiert wurde, sondern, dass sein Meideverhalten ganz klar daher rührt, weil er die Situation ganz eindeutig in Verbindung bringt a. mit dem sich nährenden Mann im Mantel und b. mit dem Blechnapf. Was hat dies also gebracht? Rein gar nichts, ausser einer sehr schlechten Erfahrung für den Hund! Und -sehr wahrscheinlich- eine Abneigung oder sollte man sagen einen Hass, gegen Männer in langen Mänteln, die bei einer künftigen Begegnung durchaus Gefahr laufen gebissen zu werden!

Mein Fazit: Diese Hundebsitzerin wird im Leben keine HUNDEFÜHERIN werden, sie sollte auf Hundehaltung verzichten. Und auf solche „Hundetrainer“ kann die Welt gut verzichten. Unverständlich wie man sich mit 20 Jahren Hundeerfahrung in der Öffentlichkeit als Profi darstellen kann und dabei anscheinend von der wahren Materie Hund nichts begriffen hat.

Der normale Mensch und Hundehalter, wird mir wahrscheinlich zustimmen, einzig der Verein der Schäferhunde und Polizeihundeausbilder, werden solche Maßnahmen wohl begrüssen, in diesen Bereichen ist es ja leider immer noch normal mit Gewalt und Angst zu arbeiten.
Vielleicht sollte man sich generell mal die Frage stellen, WAS ist eigentlich die Ursache, dass beim Hund überhaupt erst solche Aggressionen entstehen?

Prädikat für die „Hundeschule“: DURCHGEFALLEN!

Michael Grewe ja auch nicht zum ersten mal negativ in den Schlagzeilen, erinnern wir uns an den „Fall Rosa“ aus dem Jahre 2002. Die junge Hündin musste sterben, weil Herr Grewe (als einziger) den Hund für gefährlich einstufte, Rosa‘s Todesurteil!

http://www.wuff.de/artikel.php?artikel_id=21

Fällt mir gerade ein: Michael Grewe veröffentlichte unter anderem ja auch das Buch:

„Hoffnung auf Freundschaft – das erste Jahr des Hundes“
Ganz ehrlich? Wäre ich Hund, auf so eine Freundschaft könnte ich gut verzichten!

Möchten auch Sie, dass solche Erziehungsmethoden von Gewalt und Tierquälerei aufhören?

Dann gehts hier zur Petition

Siehe auch Artikel:

Michael Grewe vs Günther Bloch und… DOGS

45 Kommentare zu „Der „Fall“ Michael Grewe

  1. Den Film habe ich mir nicht angeschaut,da ich es mir auch so vorstellen kann…:(

    Solche Erziehungsmethoden gehören mit Sicherheit nicht zur Hundeerziehung.Das ist für mich einfach nur Quälerei.Da nützt auch sein Statement nichts.Man kann es natürlich alles *Schön reden*…

    Dem sollte man all seine Lizenzen,die irgendetwas mit Hundeerziehung zu tun haben aberkennen…

  2. So ein Verhalten ist absolut nicht zu rechtfertigen. Ich war schockiert uber dieses Video und hoffe, dass die inzwischen zahlreichen Anzeigen etwas bewirken. Ich bin selbst Hundetrainer, abreite oft mit schwierigen Hunden, aber was ich da gesehen habe hat weder etwas mit Hundeerziehung zu tun, noch wird es irgendeine -positive- Wirkung haben.
    Inzwischen haben sich ja schon einige Berufsverbande eingeschaltet und das Verhalten zu tiefst kritisiert.

    http://www.bhv-net.de/component/content/article/68-neuigkeiten/399-berufsverbaende-verurteilen-gewalt-in-der-hundeerziehung.html

    http://www.ig-hundeschulen.de/

    http://www.ibh-hundeschulen.de/

    Ihrer Beurteilung bezug des Videos kann ich mich nur anschliessen, ich sehe das eben so.

    Lieben Gruss Karen

  3. Unglaublich, dass so ein Mensch Hunde trainieren darf und noch schlimmer, auch noch Trainer ausbildet, die dem Beispiel folgen werden. Ich hoffe, sehr viele Hundehalter sehen das Video und machen einen grossen Bogen um diese „Hundeschule“ Das ist ja grauenhaft. Man schamt sich fremd fur den Berufsstand! Eine Schande!

  4. Manche Leute bekommen eben voll den Hohenflug und kennen dann auch keine Grenzen mehr. Was zeigt uns das? Auch nach 20 Jahren Hundeerfahrung heisst das nicht automatisch, dass man versteht mit Hunden umzugehen. Er hatte das bleiben sollen was er war!

  5. Das Video, warum auch immer es jetzt plötzlich im Netz auftaucht, ist im Grunde nur die Spitze des Eisberges. Es spiegelt jedenfalls genau die Arbeit dieser Hundeschule wieder, wie ich es persönlich erlebt habe. Und das ist nicht erst seit gestern so, sondern die Regel seit vielen Jahren!
    Gerade weil der Name recht bekannt war, ich bereits die Bücher und Filme von Erik Zimen kannte, entschied ich mich vor einigen Jahren einen Workshop dort zu besuchen, Thema „Umgang mit aggressiven Hunden“ Mich interessierte das Thema einfach, auch wenn ich durchaus selbst genug Hundeerfahrung hatte. Man lernt ja nie aus.
    Der Workshop war letztendlich der reine Horror! Die Teilnehmer wurden in Gruppen aufgeteilt, um mit Hunden zu „arbeiten“, nach der Vorbesprechung wurde man sozusagen in der Gruppe sich selbst überlassen und bekam einen Hund zugeteilt. Was für ein Hund, von wem, woher? Gute Frage! Also, um es ganz klar zu sagen, als Übungshunde werden hier Tierheimhunde missbraucht, die wirklich wahrscheinlich nach diesem „Training“ auch nicht mehr vermittelbar sind.
    Die Hunde werden aus dem Zwinger geholt mit Maulkorb, mit Würger, mit Stock, sie haben absolut keine Chance! Die Teilnehmer des WS dürfen quasi alles mit den Hunden machen! Es soll ja aggressives Verhalten provoziert werden, was dann auf brutalste Weise natürlich von den Leuten wieder korrigiert werden soll! Es ist absolut gegen jede Moral was den Tieren angetan wird.
    Das Schlimme daran, niemanden der Teilnehmer hat das interessiert, obwohl selbst Leute vom TIERSCHUTZ daran teilgenommen haben! Was der Guru sagt, wird gemacht, soll schon richtig sein. Selbst nachdenken: Fehlanzeige! Kritisches Nachfragen, Bitten um Erklärungen, wurden abgelehnt. Ich hätte kotzen können und heulen (habe ich auch) und den Workshop verlassen.
    Wir haben uns damals beschwert, es ist nichts passiert!
    So eine Einrichtung ist untragbar und gehört sicher nicht in unsere heutige Zeit.
    Wer sich näher damit beschäftigt, wird mit Sicherheit Unmengen an schlechten Kritiken finden.

    Ohne Zweifel werden hier Hunde erst aggressiv gemacht, wohl auch der Fall gewesen bei „Rosa“. Der Artikel stand ja oben im Beitrag bereits dabei. Rosa kam ja auch als unauffällig und freundlich ins Tierheim, Problemverhalten zeigte sie ja erst, nachdem Grewe mit ihr „gearbeitet“ hatte. Eine traurige Geschichte.

    In dem Video ist Grewe übrigens zu sehen als der Mann im Mantel, der sich dem Hund so bedrohlich nährt, soweit ich das erkennen kann.
    Ich verabscheue Aggressionen, aber wenn sich mir jemand in so einer Form bedrohlich nähren würde, ich würde ganz sicher auch nicht vor Freude Purzelbäume schlagen!

    LG Sabine

  6. Die Ausführungen kann ich so bestätigen.
    Es gab auch bereits 2005 im Schweizer Hunde Magazin dazu einen Bericht von Gabriele Capraro, die eine Hundeschule führt und so ein Seminar besucht hat. Die Berichte decken sich mit deinen Sabine.
    Der Beitrag schwirrte mal als pdf durchs Netz, weiss nicht ob es ihn inzwischen noch gibt.

    Kommt gut ins neue Jahr 😉

  7. hier ist das PDF Dokument

    Klicke, um auf grewe-1.pdf zuzugreifen

    Ich hoffe dieser Fall wird so lange Wellen schlagen das kein Mensch mehr an den Seminaren und Workshops teilnimmt-was ich dazu beitragen kann werde ich tun.Das schlimme ist das ja die nächsten Workshops geplant sind unter anderem wieder in dem TH/TSV mit dem er zusammenarbeitet 😦

    Was Erik Ziemen angeht, ich kannte ihn persönlich,er würde sich im Grabe herumdrehen würde er sehen was aus seiner Idee wurde und die Herren einzeln rausschmeißen

  8. Danke für eure Berichte, leider kann ich da auch nicht widersprechen, es ist bekannt. Die Vorgehensweisen sind schon unglaublich und was mich dabei auch besonders entsetzt, dass man Tierheimhunde dazu gebraucht und auch noch Leute, die sich Tierschützer nennen tatenlos dabei zusehen. Ich habe das aber mittlerweile von mehreren Seiten so berichtet bekommen.

  9. Hallo Malu, Danke, dass du das pdf noch mal eingestellt hast. Ich kenne das Document zwar, habe es auch irgendwo, nur wo eben 😉
    Ich kannte Erik Zimen auch noch persönlich und ganz ehrlich, ich habe ihn SO nie mit Hunden umgehen sehen, von daher kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sowas in seinem Sinn gewesen wäre.
    Anzeigen gab und gibt es ja auch genug, bis jetzt hat es ja leider nichts gebracht. Da sitzen wohl genug Freunde an entsprechenden Stellen…

    Nur wenn man Hundehalter immer wieder aufklärt und darauf aufmerksam macht, kann man vielleicht erreichen, dass solche Vereine gemieden werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand seinem Hund sowas antun will.

  10. Ja Danke Malu, dass ist das Dokument was ich meinte, konnte es nicht mehr finden.

    „Nur wenn man Hundehalter immer wieder aufklärt und darauf aufmerksam macht, kann man vielleicht erreichen, dass solche Vereine gemieden werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand seinem Hund sowas antun will.“

    Das versuchen wir ja immer wieder, aber es gibt eben auch Hundehalter so völlig ahnungslos und vorallem gutgläubig, die denken DAS ist der Experte, der weiss schon was er tut und da wird Aufklärung oft zum Problem.

    Wisst ihr eigentlich, dass so eine Trainerausbildung noch fast 10.000 Euro kosten soll? Die pure Abzocke für Null-Wissen!

  11. Roda
    Leider habe ich diese Arbeitsweise auch erlebt. Bei der Arbeit mit innerartlicher Aggression zwischen Rüden wurden u.a. schwarze Plastikeimer, Drohen, Bedrängen, auf die Seite ziehen, i. die Flanke greifen, eingesetzt. Alle Hunde waren sichtlich gestresst und zeigten kaum noch aggressives Verhalten.
    Was für ein Erfolg!! Ich schäme mich heute noch dafür, dass ich nicht sofort abgebrochen habe. Mein Hund hat anschließend den Nachbarn, der einen Plastikeimer trug, bedroht. Inzwischen konnte ich das verlorene Vertrauen wieder herstellen und das bei einer Rasse, die mit einem Elefantengedächtnis versehen ist. Ich danke meinem Hund, dass er mir eine neue Chance gegeben hat. Das Video bestätigt mein ignoriertes Bauchgefühl.

  12. „Wisst ihr eigentlich, dass so eine Trainerausbildung noch fast 10.000 Euro kosten soll? Die pure Abzocke für Null-Wissen!“

    Ist der Blechnapf im Preis enthalten oder muss man den dazu kaufen? 😉

    Nein im Ernst, ich habe kein Workshop Seminar besucht, aber war mit meinem Hund da in der Hundeschule.
    Ich bin froh, dass ich es hinterher, Dank eines guten einfühlsamen Trainers, mit gaaaanz viel Geduld, noch mal geschafft habe Vertrauen zu meinem Hund wiederherzustellen. In die Hundeschule kam ich, weil mein Hund an der Leine Aggressionen gegen andere Rüden zeigte, gegangen bin ich mit einem Angsthund, der jedes Vertrauen in mich verloren hatte und sich einpinkelte, wenn wir zu Hause Besuch von Männern bekamen! Es war die Katastrophe pur. Ich heule heute noch, wenn ich daran denke, wenn ich meinem Hund angetan habe. Nie nie wieder würde ich SOWAS zulassen, das schwöre ich meinem Hund und jedem Hund, den ich in Zukunft haben werde!!

    Ich wünsche mir von Herzen, dass sowas abgeschafft wird.

    Herzlichen Gruss Melanie

  13. Was mich interessieren würde: Was ist eigentlich aus dem Hund geworden? Wenn die Methode ja auch so toll war, könnte man ihn ja vielleicht noch mal ganz sozial vorstellen? Wahrscheinlich wurde er aber eher längst eingeschläfert, weil allgemeingefährlich!
    Warum nimmt die Hundebesitzerin nicht mal Stellung dazu? Steht sie heute immer noch dahinter oder ist ihr inzwischen klar geworden, dass sie einen Fehler gemacht hat?

    Seht euch dieses Foto an:

    Ein völlig aggressiver Hund? Ich sehe da nur ein vollkommen verstörtes Bündel Hund, völlig am Ende.

  14. …sehr traurig, man sieht auf den ersten blick dass der hund ängstlich ist und kein vertrauen zu den menschen hat.
    angst mit aggression zu bekämpfen, mit betonung auf bekämpfen, ist einfach nur schrecklich, nicht nur für hunde!

    was mich eigentlich am meisten erbost, ist die unnatürliche art und weise wie mit dem hund umgegangen wird, von allen drei personen! wenn der hund wirklich aggressiv ist, was ich bezweifle wenn man ihn in ruhe lässt, müsste die korrektur zwar schon deutlich sein, aber doch von der besitzerin! und so wie der typ das macht… könnte jederman(n) mit blechnäpfen um sich schlagen, ich möchte den typ gar nicht gross beschuldigen, er hats einfach überhaupt nicht im griff. sein lehrmeister allerdings sollte unbedingt über die bücher gehen! und die besitzerin vom hund tut mir einfach nur leid, sie hat ein problem , aber wurde vollkommen falsch beraten , aber bitte! wie wärs mit einem bisschen gesundem menschenverstand…

    allerdings gefällt mir auch nicht besonders wie hier
    über andere menschen hergefallen wird, versuchen wir doch mensch und tier zu verstehen.

    ehrlicherweise muss ich sagen, dass das was ich gesehen habe wahrscheinlich nicht alles war und ich weiss, dass es sehr aufreibend und schlimm sein kann für hundehalter, wenn ein hund, ob aus angst oder was auch immer, aggressives verhalten an den tag legt.
    leider weiss ich auch dass meistens falsch vorgegangen
    wird.

    darum mein aufruf an alle, sei es mit menschen oder hunden: angst kann man keinesfalls mit gewalt behandeln!

    herzliche grüsse an alle, wo menschen und hunden tolerant und liebevoll begegnen.
    christian

  15. Was mich so wütend macht, dass Hunde aus dem Tierheim missbraucht werden. Kein Besitzer, der hinter ihnen steht um sie zu schützen! Die Hunde haben es sowieso schon so schwer. Für die „Trainer“ ist das natürlich leichtes Spiel, keiner der ihnen reinredet, sich beschwert, egal was hinterher mit dem Hund passiert, es merkt ja niemand. Absolut miese Nummer. Und wenn wir Pech haben unterstützen wir solche Tierheime auch noch mit Spenden. Ich muss gar nicht daran denken!

  16. Danke Christian, stimme ich dir zu. Ich finde aber schon, es geht hier doch recht nett und auch sachlich zu. Im Netz findet man da ja ganz andere Sachen.
    Beleidigungen oder Drohungen würde ich hier auch nicht stehen lassen, es ist auch nicht Sinn der Sache 😉

    Herzliche Grüsse zurück

  17. Nicht das ich wüsste :no: Auf das versprochene Video warten ja wohl viele.
    Sonst wird da wohl -mal wieder- nicht viel passieren. Die Kurse werden nach wie vor kräftig angeboten.

  18. Die Hundezeitschrift „WUFF“ hat darüber berichtet. Es wird mutmaßlich schon lange so gemacht und nichts geahndet.
    Er kommt jedes Mal davon. Warum gibt es immer wieder Tierheime, die denen Hunde für solche „Trainingseinheiten“ überlassen. Das ist in meinen persönlichen Augen ein absoluter Tierschmutz.

  19. Ich glaube den Blechnapf gibt es gratis dazu. Vielleicht mit Autogramm. Wäre doch eine tolle Geschäftsidee.
    Weiß jemand, ob die Anzeigen Erfolg hatten?
    Warum machen Tierheime da immer noch mit?

  20. Interessant wäre ja mal zu hören/sehen, was aus dieser bedauernswerten Hündin nach diesem „Erziehungsversuch“ geworden ist….
    Das Video ist ja schließlich schon aus dem Jahr 2009….

  21. Boah, wenn ich den Mann schon sehe, wird mir übel. Da braucht man sich doch nicht mehr wundern, wenn man so aggressive Hunde trifft. Sowas ist wirklich nicht nötig. Möchte ich ganz klar sagen: Hunde sind SO nicht, sie werden SO gemacht! Genau durch solche Leute!

  22. Es ist nicht nur traurig und armselig was Herr Grewe, der sich als einen erfahrenen und kompetenten Hundekenner ausgibt,der schon mit sogenannten Größen aus der Hundeszene, wie Bloch und Ziemen, zusammen gearbeitet hat,in diesem Filmausschnitt von sich gibt.

    Wenn Herr Grewe behauptet,dass diese Erziehungsmethode
    erfolgversprechend ist, dann beweist mir das nur,dass er von Hundeerziehung aggressiver Hunde (Problemhunde)
    soviel Ahnung hat, wie meine 85.jährige Mutter.
    Nur, dass meine Mutter keine Gewalt anwenden würde!!!

    Da Herr Grewe jedoch keine Einsicht zeigt,von sich und
    seiner Erziehungspilosophie nach wie vor überzeugt ist,sein arrogantes Wesen nicht ablegen will oder kann, gibt es darauf nur eine Antwort :Berufsverbot !!!

  23. Ich fürchte aber, er wird unbehelligt so weitermachen können, er hat wohl einfach zu viele „Freunde“ in den Reihen, die sowas entscheiden, da wird ihm niemand an den Karren fahren.

  24. Ich stehe auch nicht hinter dem was ich in diesem Video nur erahnen kann… jedoch finde ich es wiedermal total menschlich !!! das die SV Vereine hier wieder mit angegriffen werden.. und mit der Schule „Canis“ über einen Kamm geschert werden…

    Der Mensch ist schuld, dass Tiere so sind wie sie sind… und Leute… leider gehören wir alle zur Gattung Mensch… daran können wir nichts ändern.. nur versuchen, tierverachtende Handlungen zu verhindern.. jedoch dürfen wir auch nicht vergessen, dass wir als Hundehalter eine Verantwortung haben.. und auch sicher gestellt sein muss, wenn meine Kinder auf der Strasse spielen, dass sie nicht von einem von menschenhand „verzogenen“ Hund zerfleischt werden. Ich finde es gut, dass es auch Menschen gibt, die sich solchen Hunden mit vom MENSCHEN anerzogenen FEHLVERHALTEN zu befreien, damit die Menschheit in Sicherheit leben kann.. sicherlich sind die Methoden fraglich… es gibt auch andere Wege…

  25. Man kann es mit Sicherheit nicht verallgemeinern, jedoch ist es ja nun mal eine Tatsache, dass im SV genau mit solchen Methoden gearbeitet wird, auch wird es gern abgestritten, ich habe es selbst gesehen. Ist nun hier aber ja auch nicht das Thema.

  26. Hallo! Indem die Menschen bei den Schulen anrufen und fragen, ob überwiegend die Menschen trainiert und beraten werden, ihnen „Hundelesen“ beigebracht wird, man ihnen sagt, wie sie ihren Hund beschützen und ausbilden können -das geht alles spielerisch und ohne Druck. Meistens gehen die Menschen zur Hundeschule „um die Ecke“, sie vergleichen und „schnuppern“ nicht in vielen Einrichtungen. Wenn man das macht, stellt sich ein gutes „Hunde-Bauchgefühl“ ein, wo man bleiben kann.
    Mit einem Training für zukünftige Hundebesitzer kann ein solches Verhältnis wie es im Film gezeigt wird, vermieden werden – Vertrauensaufbau muss Trumpf sein.

  27. Ich habe mit der Hundeschule von Canis hervorragende Erfahrungen gemacht.Unser Hund gehört zu den wenigen, die wir so treffen, der kommt, wenn man ihn ruft, der sitzen bleibt, wenn Jogger dran vorbeilaufen und Radfahrer. Der sogar zurückgerufen werden kann, wenn er einem Kaninchen hinterher jagt. Und das alles ohne Beutel mit Leckerli und immer was reinstopfen. Einfach nur mit der Methode von Canis und der Erkenntnis, dass Hunde Körpersprachentiere sind. Dafür braucht es keine Prügel aber ein Griff ins Fell ist doch erlaubt!

    Insofern hängt die Behandlung des Hundes von der Handlung des Hundes ab. Ich würde mich nicht von einem Hund angreifen und versuchen beißen zu lassen. Es würde von mir eine sehr intensive Reaktion folgen. Schließlich versucht der Hund mich ernstlich zu verletzen.

    Hunde mit Kindern zu vergleichen ist im Übrigen absoluter Unfug. Kinder sind mit 2 Jahren schon weiter, als ein Hund jemals sein wird.

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