Urteil: Kind darf Namen von Samenspender erfahren

21-Jährige setzt sich vor Oberlandesgericht Hamm durch

Der Fall: Vor einigen Jahren erfährt die heute 21-jährige von ihrer Familie, dass ihr Vater eben nicht ihr biologischer Vater, sprich Erzeuger, ist, sondern sie gezeugt wurde mit Hilfe einer Samenspende.

Das Ganze läuft damals korrekt über eine Essener Klinik, bis dato keine Probleme.
Doch nun kommt die junge Frau auf die Idee, sie besteht darauf zu erfahren wer ihr Erzeuger ist. Okay menschlich vielleicht verständlich, aber rechtlich für mich persönlich nicht nachvollziehbar.
Der damalige Arzt verweigert die Herausgabe der Daten, wie ich meine zu Recht. Die Frau zieht jedoch vor Gericht und das Oberlandesgericht Hamm gibt ihr Recht.
Die „Empfänger“ haben damals unterschrieben, dass der Name des Spenders anonym bleibt, seine Daten geschützt, heute ist dies nichts mehr wert.
Ganz direkt gesagt, JEDES Kind einer Samenspende hat heute das Recht den Namen des Spenders zu erfahren und… ab diesem Zeitpunkt hat es auch noch zwei Jahre Zeit eventuelle Unterhaltsansprüche zu stellen!
Finde ich den Männern gegenüber eine absolute Frechheit!

Wenn man das heute anders sieht als noch vor 20 Jahren, okay dann sollte man die Gesetze ändern und ab DIESEM Zeitpunkt auch Spender ganz klar darauf hinweisen worauf sie sich einlassen, aber jetzt im Nachhinein Männer bloß stellen und zur Kasse bitten? Ich finde das geht gar nicht oder wie seht ihr das?

Ich denke mit solchen Gesetzen wird es bald keine Spender mehr geben, dann können wohl viele Frauen ihren Traum vom Kind begraben…

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16 Kommentare zu „Urteil: Kind darf Namen von Samenspender erfahren

  1. Das ist ja wohl der Hammer, der Spender hat doch auch Rechte wenn Ihm zugesagt wird das er Anonym bleibt.
    Und dann soll er auch noch UNTERHALT ZAHLEN?!?

    Ich finde das UNERHÖRT.

    Ich kann das ja verstehen das die Junge Frau wissen will woher sie stammt, das ist ja verstaendlich aber weil der Biologisch Vater ein Samenspender ist / war muss man da ganz klar sagen : NEIN das geht nicht.

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  2. Wollte noch sagen: Diese Spender haben vielleicht selber Familie und wer weiss ob die Ehefrau weiss das er ein Spender war.
    Dann die Kinder, denen wird dann gesagt das sie eine Halbschwester/Bruder haben, eventuell sogar VIELE denn wer weiss wie oft sein Samen benutzt wurde.

    FRECHHEIT.

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  3. Ich bin da auch zweigeteilter Meinung. Einmal finde ich es gut, wenn jeder Mensch über seine Herkunft bescheid weiß. Aber wenn das Schule macht, wird es bald keine Spender mehr geben. Wer würde sich da noch zur Verfügung stellen, wenn seine Anonymität nicht gewahrt bleibt.

    Gruß Piri

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  4. Ja Scheisse :))
    Aber im Ernst, das ist schon schlimm das die junge Frau Recht bekam und nun auch noch den Mann zur Kasse bitten darf wenn sie das so möchte.
    Verstehe ich einfach nicht.
    Also ich kann die Frau verstehen aber nicht das Gesetz.

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  5. Ich finde das ganze Thema nicht so einfach…

    Wenn sich ein Paar dazu entschliesst eine Samenspende zu nehmen,weil es anders nicht klappt Kinder zu bekommen,kann ich das gut verstehen…

    Wenn der Kinderwunsch so gross ist,denkt man wahrscheinlich nicht an die Konsequenzen,die es in einigen Jahren nach sich zieht,wenn das Kind es erfährt und wissen will,wer sein Vater ist…

    Aber an die Absprachen sollten sich trotzdem gehalten werden.Fakt ist,der Samenspender hat ein Recht auf Anonymität…

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  6. Ich finde es gewisser weisse ok dass es erfahren darf wer der Spender ist, wobei hier auf eher nur kurzen kontackt vorgesehen sein solte. Desweiteren ist der Spender nicht der vatter. Er ist nur der erzeuger. Er war nicht der sich um das Kind und die bedürfnisse kümmern muste daher ist in meinen augen die tatsache das bei erfahrung des namens die person zu kasse zu bitten total läscherlich. ich denke dies wurde nicht geändert weil es sozialwirtschaftlich nachteile für den staat bringt weil er sonst sozial leistungen verbringen muss. Daher ist es meiner meinung nach eine freschheit das der spender zu kasse gezwungen wird und zudem noch dass bei sperma banken so gut wie nie dies erwähnt wird. Bis jetzt habe ich es bei einer gelesen das dies bei erfahrungen bringen des namen die persohn unterhaltpflichtig wird. Wobei da die entschädigung bei 150 bis 300€ liegt. Da wird die lockrativität auf null gesunken wer will denn schon mit den risiko leben dass er später zu kasse gezwungen wird. daher werden studenten und oberschüler oder auszubildene die gerade nicht wirklich viel geld verdienen könnnen und so ihr lebensqualität verbessern wolten nicht mehr zu spende gehen. Ich meine wenn man später dafür 50% seines verdienst abgeben muss wird niemand sich mit läpischen 100 bis 300 euro zufrieden stellen.

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