Kloster Gravenhorst

Ich habe mal wieder einen schönen Ausflug gemacht und einige Bilder und Information mitgebracht.

Dieses Mal war ich -nicht zum ersten Mal- im Kloster Gravenhorst, welches sich in der Gemeinde Hörstel / Kreis Steinfurt /NRW befindet.

Grav Kloster1

Das Kloster Gravenhorst ist nicht nur wunderschön, sondern auch bereits sehr alt. Im Jahre 1256 wurde es durch Ritter Konrad von Brochterbeck und seiner Frau Amalgarde von Budde gegründet, sie statteten es durch die Schenkung eines Landgutes samt Fischteich sowie Wäldern und Wiesen mit Grundbesitz aus, Tochter Oda wurde später die erste Äbtissin des Klosters.

Grav Kloster2

 Im Jahre 1764 gründeten die Ordensschwestern eine Schule für unverheiratete Töchter des Adelsstandes beider Konfessionen und untermauerten so ihre Stellung als notwendige Institution zum Wohl der umliegenden Siedlungen. Teile des originalen Unterrichtsmaterials befinden sich auch heute noch in der Klosterbiliothek von Gravenhorst, sie beinhalten auch mehrere Handschriften aus dem 12. und 13. Jahrhundert.

Die Klosteranlage wurde im Laufe ihres Bestehens mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, was das Äussere oft veränderte. Das heutige Aussehen ist bestehend aus dem 18. Jahrhundert.
Bereits 1317 kam die Anlage durch einen Brand zu Schaden. Diesem Zwischenfall folgten zahlreiche weitere Zerstörungen. Allein in der Zeit von 1618 bis 1623 wurde das Kloster während des Dreißigjährigen Krieges 13 mal überfallen und geplündert.
1999 begannen erste Planungen zur Sanierung und Restaurierung der Gebäude, die von 2000 bis 2004 stattfanden.

Nach der Sanierung änderte sich auch nachhaltig die Bestimmung des Klosters.
Die Kirche ist noch sehr aus 1300 erhalten, sie ist der älteste erhaltene Teil des Gebäudes, die Kanzel stammt aus 1700 und der Hochaltar, gefertigt vom Bildhauer Heinrich Meiering wurde 1641 gefertigt.

Grav Kirche

im Inneren

Kloster_Gravenhorst_Kirche_innen

vor der Kirche

Grav vor der Kirche

Grabplatten

Grav Grabplatten

An die Kirche schliesst sich südlich das zweiflügelige Hauptgebäude an.
Der Westflügel fiel leider einem Brand zum Opfer, er wurde 1817 unter Einbezug alter Bauteile im klassizistischen Stil wiederaufgebaut, einzig der Kapitelsaal blieb im Originalzustand erhalten.
Der Südflügel der Hauptgebäudes stammt aus dem 15. Jahrhundert.
In den Hauptgebäuden befinden sich heute einerseits ein gemütliches Klostercafe, ein anderer Teil wird als Kunsthaus genutzt. Hier finden immer wieder sehr schön Veranstaltungen statt, wer Interesse hat, sollte hier mal einen Blick rein werfen: http://www.da-kunsthaus.de/

Klostercafe

Grav Klosercafe

Grav Kloster Rück

Weiterhin umfasst das Kloster wunderschöne Aussenanlagen, wie das Brau- und Backhaus, dessen Kernsubstanz in das Mittelalter datiert wird. Auch die zum Kloster gehörige Mühle ist noch erhalten, während von dem ehemaligen Schmiedegebäude nur noch Fundamente existieren.

alte Mühle

Grav alte Mühle

Die Klosteranlage ist von weiträumigen Gartenanlagen und Waldgebieten umgeben, die heute ein beliebtes Ausflugsziel darstellen.

Hier findet man auch das so genannte Nonnenpättken, das ist ein historischer Verbindungs- und Fluchtweg vom Zisterzienserinnen Kloster Gravenhorst nach Bevergern.

Nonnenpättken

Grav Nonnenpättken

Labyrinth

Grav Labyrinth

Grav Wanderweg2

Neben dem Kloster befindet sich noch ein Seecafe

Grav Seecafe

Sehr schön auch, eine Wanderung zu planen vom Kloster über den Hermannsweg, habe ich diese Woche zwei Tage gemacht. Wandern im Teutoburger Wald, einfach nur wunderschön. Die Bilder muss ich erst noch sortieren.

Grav wanderweg

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11 Kommentare zu „Kloster Gravenhorst

  1. Da hast Du ja einen fantastischen Ausflug gemacht. Die Bilder sind Dir sehr gelungen und sie sind auch sehr interessant anzuschauen. Ich liebe auch solche Ausflüge, die uns Einblick in die Kultur unseres Landes geben.

    LG Piri

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  2. Du hast viel gesehen in Deinem Ausflug. Das Kloster hat ja viele Erlebnisse hinter sich. Interessant zu lesen.
    Im Sommer, wenn alles grün ist, wird dieses Ausflugsziel noch schöner sein. Danke für’s zeigen.

    LG Traudl

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  3. Es ist eigentlich schön bei jedem Wetter Traudl, ich bin ja öfter dort. Im Sommer habe ich ja im Wald immer etwas mehr Angst wegen der Zecken, letztes Jahr war zwar nichts, aber ich bin da eher vorsichtig.

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