BGH kippt generelles Haustier-Verbot

Endlich gibt es gute Neuigkeiten für Tierhalter.
Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verkündete am Mittwoch das Urteil, nachdem Vermieter ihren Mietern nicht mehr pauschal die Haltung von Hunden und Katzen untersagen dürfen.
„Sie benachteiligt den Mieter unangemessen, weil sie ihm eine Hunde- und Katzenhaltung ausnahmslos und ohne Rücksicht auf besondere Fallgestaltungen und Interessenlagen verbietet“, so die Begründung.
Statt eines Pauschalverbots sei vielmehr eine Abwägung der Interessen im Einzelfall erforderlich, hieß es in dem Urteil der Karlsruher Richter (Az. VIII ZR 168/12). Vermieter können demnach die Tierhaltung nur dann verbieten, wenn die „Störfaktoren“ überwiegen.

Bisher galt, dass nur die Kleintierhaltung in Mietwohnungen nicht verboten werden kann. Das bisher gültige allgemeine Verbot der Hunde- und Katzenhaltung in Formularmietverträgen ist somit unwirksam (Urteil vom 20.03.2013, Az VIII ZR 168/12).

Doch Vorsicht ist wohl auch weiterhin geboten, Vermieter die bisher die Tierhaltung ablehnten, werden wohl auch in Zukunft diese nicht so ohne weiteres hinnehmen, es wird also von Fall zu Fall entschieden und so bedeutet das Urteil keinesfalls ein Freibrief zur freien Tierhaltung. Vielmehr müsse eine „umfassende Abwägung der im Einzelfall konkret betroffenen Belange und Interessen der Mietvertragsparteien, der anderen Hausbewohner und der Nachbarn erfolgen“

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2 Kommentare zu „BGH kippt generelles Haustier-Verbot

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