Viele ungeklärte Suizide unter Polizisten

Viele ungeklärte Suizide unter Polizisten

In den letzten Jahren haben sich allein in Nordrhein-Westfalen Dutzende Polizisten selbst getötet, oft mit ihrer Dienstwaffe. Die Gewerkschaft der Polizei ist alarmiert und fordert Aufklärung.

Die Polizei in Warendorf wandte sich vor einigen Wochen mit einer ungewöhnlichen Warnung an die Untere Jagdbehörde. Die Jäger in Nordrhein-Westfalen (NRW) sollten ihre Hochsitze häufiger kontrollieren. Ein 51-jähriger Beamter werde vermisst, er gelte als suizidgefährdet. Es ist heikel, so etwas öffentlich zu machen – und es wirft immer auch ein Schlaglicht auf die betroffene Behörde. Unter Polizisten besteht ein erhöhtes Risiko, Selbstmord zu begehen. Das Innenministerium in Baden-Württemberg registrierte seit 2006 jährlich vier bis neun Selbsttötungen und erklärt auf Anfrage: „Im Vergleich zur Normalbevölkerung sind die Zahlen bei der Polizei in aller Regel höher.“

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7 Kommentare zu „Viele ungeklärte Suizide unter Polizisten

  1. Eigentlich sind die „Suizide“ nicht verwunderlich. Unsere Gesellschaft wird auf eigenartige Weise umgebaut und wer stört, „begeht eben Suizid“. Von einem befreundeten Polizisten weiß ich, dass es an der Tagesordnung ist, dass Morde vertuscht und falsche Todesursachen konstruiert werden, die von Ärzten dann auch bescheinigt würden, obwohl die Indizien dagegen sprächen.

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  2. *Args.* Mein Vater war polizist, bevor er nach einem schweren Herzinfarkt vorab pensioniert wurde.

    Wusstest du, dass Menschen, die jahrelang im Weselschichtdienst gearbeitet haben, eine deutlich kürzere Lebenserwrtung haben als solche, die ausschließlich tagsüber arbeiten? Ich finde das nachvollziehbar, weil der Biorhythmus bei Wechselschichtarbeitern schließlich immer und immer wieder „vergewaltigt“ wird.

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  3. Ich kann das nachvollziehen. Ein Polizeibeamter muss sich heutzutage ganz viel gefallen lassen. Er wird nicht mehr als Respektperson angesehen. Den Polizisten – dein Freund und Helfer – gibt es doch gar nicht mehr. Er ist überlastet, verdient wenig und darf sich kaum etwas erlauben. Er wird bei Krawallen, Demos und Fussballspielen eingesetzt und muss sich dabei viel anhören und gefallen lassen. Das geht doch auf Dauer nicht gut, sondern eher auf die Psyche. Außerdem wird doch auch bei der Polizei enorm gespart und das verbessert die Arbeitsbedingungen auch nicht. Wenn mehr Polzei präsent wäre, würde das Ansehen sicherlich wieder ansteigen.

    Wünsche dir ein schönes sonniges Wochenende Piri

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  4. Besonders bei den Komissaren dürfte das Risiko hoch sein. Ich habe des öfteren Menschen kennengelernt, die durch ihren Job schwer gezeichnet waren. Folge ist meistens Alkoholmissbrauch. Da sind Depressionen sicher auch keine Seltenheit.

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  5. es ist und bleibt ein nervenjob
    niemand achtet einen wenn man polizist ist
    naja ein zwei leute vllt doch
    man ist dienstleister
    als polizist
    vergessen ist schwer
    schnaps hilft da auch nicht
    so blöd es klingt man muß cool sein
    was geschehen ist ist geschehen im dienst
    und darf nicht nach hause
    jemanden zum quatschen haben die jungs / mädels
    nicht
    nur wer starke nerven hat kann ne solchen job
    überstehen
    doch wird einem sowas nicht auf der
    polizeischule begebracht

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