Das Gefühl von ANDERS sein… Teil 1

Heute gebe ich euch mal einen kleinen Einblick in eine für viele Menschen so unverständliche und fremde Gefühlswelt des ANDERSSEINS.

Was für die meisten Menschen ganz normale, einfache Dinge des Alltäglichen sind, kosten andere Menschen unglaubliche Anstrengungen und Überwindung.

Das ganze könnte ich rein wissenschaftlich niederschreiben, mit die Symptome sind bla bla bla, die Behandlung bla bla bla… aber DAS kann man überall im Netz nachlesen. 😉

Ich beschreibe euch heute mal so ein ganz klein wenig den alltäglichen Kampf eines Asperger – Autisten, welcher auf den ersten Blick ganz normal auf Menschen wirkt, auf den zweiten Blick vielleicht etwas schrullig, aber was sich wirklich im Inneren abspielt, sieht leider niemand.
Stellt euch die Situationen einfach vor:

Der Tag beginnt ganz normal mit aufstehen und fertig machen, im Idealfall mit routinemäßigen Abläufen, Gewohnheiten, welche sich Tag für Tag wiederholen, selbst das standardmäßige ‚vor etwas laufen‘ gehört da ganz normal dazu, einmal sind einfach die Türrahmen zu schmal, mal die Treppe zu hoch… Die Grobmotorik und die Fähigkeit der Einschätzung klappen eben nicht so ganz.
Die ein oder andere Sache dauert an diesem Tag vielleicht etwas länger als sonst oder man stellt fest, dass man irgendwas vergessen hat. Eine Situation, wo bereits die Gedanken ins Schleudern kommen, man fühlt sich hilflos, sucht nach Lösungen, für den Kopf zu viel, die erste Energie ist bereits weg…
Dabei ist dieser Vormittag ohnehin schon besonders schwer, obwohl ich frei habe, denn heute muss ich beim Amt anrufen um wegen etwas nachfragen. Für mich Schwerstarbeit!  Seit Tagen gehe ich dieses Gespräch im Kopf wieder und wieder durch, überlege genau jeden Satz, den ich sagen muss, mache mir Notizen um nichts zu vergessen und stelle mir alle möglichen Gegenfragen vor und was ich darauf antworten könnte. Bin ich nicht auf alles genau vorbereitet, könnte es sein, dass ich aus Verzweiflung einfach auflege…
Okay weitere zwei Stunden mit nachdenken vergehen, bevor ich BEREIT bin und das Gespräch erledige. Danach bin auch ich ERLEDIGT, das ganze war anstrengend wie ein Marathon!
Mein Mann ruft an um zu fragen, wie es geht, kündigt sein Kommen für 15.00 Uhr an, während ich im Kopf noch das vorhergehende Gespräch analysiere, mich frage, ob ich alles richtig gemacht habe, ich bin nicht aufnahmefähig, alles rauscht im bla bla vorbei… Schreibe mir noch 15.00 Uhr auf und bin FERTIG.

Jetzt brauche ich erstmal Luft, nehme die Hunde und gehe spazieren, treffe auf Menschen, die mich ansprechen und ich frage mich: Wer bist du? Gesichter kann ich mir nicht merken, ausser Personen führen einen Hund mit sich… DAFÜR reicht mein Gedächtnis. Passanten drehe ich meist schon den Rücken zu oder halte einfach mein Handy ans Ohr…  Smalltalk… Nein danke!

Gegen 14.30 Uhr bin ich wieder zu Hause und nur 10 Minuten später steht mein Mann vor der Tür… 20 Minuten zu früh, ich drehe innerlich durch… Was will er JETZT schon?  Es ist zu früh!

Grundsätzlich brauche ich feste Strukturen, einen ganz genauen Plan, wie die Woche ablaufen wird, ansonsten gibt‘s Panik tief in mir. Wir machen Pläne für eine Woche bzw mein Mann macht Pläne und teilt sie mir mit, worüber ich einfach nur froh bin, zu viel Chaos, unfähig Entscheidungen zu treffen. Ich versuche alles abzuspeichern, habe es nach einem Tag endlich geschafft den Plan zu verinnerlichen und anzunehmen. Dumm, wenn ihm plötzlich einfällt den Plan für den nächsten Tag zu ändern oder noch etwas einzuschieben, was nicht vorgesehen war. Mein Hirn klappt innerlich zusammen, unfähig zu denken, es ist unerträglich! Der Supergau folgt nun noch mit Fragen wie, was denkst du, sollen wir so oder so oder noch dieses und jenes…. Ende Gelände… Spätestens jetzt könnte ich heulen, ich kann nicht mehr, bin total überfordert, versuche über seine Fragen nachzudenken, höre aber nur noch bla bla bla…. Alles ist zu laut, mein Kopf schaltet ab… Ich gehe!
Brauche Stunden um wieder einigermaßen klar zu sein, habe einfach nur Kopfschmerzen und sehne mich nach Ruhe.

Wir gehen spazieren, als wir zurück kommen, treffen wir die Nachbarin. Mein Mann fragt, wie geht’s… Ich denke, warum fragt er so was, interessiert mich doch gar nicht. Sie fragt, ob wir zum grillen kommen wollen und wieder kommt es dieses bla bla bla… Dazu Kinderlachen,  Sonnenlicht…  Reizüberflutung pur, ich fühle mich wie sterben. Overload!!! Alle Maschinen Stopp zwecks Selbstschutz, ABSCHALTEN!Ich nehme nichts mehr wahr, bleibe stumm, lasse sie einfach stehen und gehe nach Hause.
Ruhe.., Jaaaaa ich brauche einfach RUHE, mich stresst ALLES! Nur niemand begreift es. Ganz sicher nicht, die Nachbarin… Ihre Gedanken über mein Verhalten möchte ich gar nicht wissen und ehrlich gesagt… Es interessiert mich nicht!

Eine Stunde allein, etwas entspannter bis auch MANN aus der Dauerlaberschleife wieder erscheint.  Er muss noch Buchhaltung machen, ich bin begeistert, weiß wie das läuft… Schaaaatz, der Drucker geht nicht… Schaaaatz so ein Mist, warum geht der Computer nicht… Haben wir noch Inktpatronen… Wo ist dieses und jenes Dokument… Haben wir noch Briefmarken…. Schaaaatz….  Ich versuche alles zu ertragen, bemühe mich von Herzen bei der Problemlösung zu helfen und schaue dabei immer wieder verstohlen auf die Uhr, zähle die Minuten, bis Gatte ins Bett geht und hoffe die Uhr läuft schnell genug bevor ich den Wunsch verspüre aus dem Fenster zu springen!!!

Irgendwann ist auch das geschafft… Puh… RUHE… Jetzt will niemand mehr was von mir, Mann schläft, Hunde schlafen, JETZT kann endlich mein Gehirn entspannen, beginnen in Ruhe zu arbeiten, FREI von allen Aussenreizen, ich beginne mich etwas menschlicher zu fühlen.
Langsam entspanne ich mich, blogge ein wenig checke Mails, chatte ein bisschen mit Bekannten.

Gegen 00.30 Uhr beginne ich mich bettfertig zu machen und DAS kann dauern… Der Teil im Bad läuft relativ normal ab, aber dann folgt der allnächtliche zwanghafte Kontrollgang… Wasserhahn, Lichter, Türen… Ich kann endlos lange in dunkle Räume schauen, dabei so wegtreten, dass ich noch nicht sicher bin ob das Licht aus ist.

Fortsetzung folgt…

by Pixabay
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88 Kommentare zu „Das Gefühl von ANDERS sein… Teil 1

  1. Liebe JanJan was du schreibst geht mir unendlich nahe. Ich habe den Text mehrmals gelesen und bin total aufgewühlt. Ich denke nach und wie klein sind die Probleme die man selbst zu lösen hat, gegen das was du beschreibst. Es muss so schwer sein alles unter einen Hut zu bekommen, die Welt ist hektisch und schwieriger denn je. Meine Hochachtung für das was du hier mitteilst, es ist wichtig zu wissen wie es in den Menschen aussieht, die das Gefühl des ANDERS seins in sich tragen. Ich mag deine Art hier auf dem Blog zu schreiben vom ersten Tag an und wenn es auch einbisschen abgedroschen klingt, so bist du doch für mich wie eine Freundin. Du schreibst gerade heraus, formulierst alles immer so genial, ich bewundere und schätze das. Manchmal denke ich, warum fällt mir nicht so ein cooler Spruch ein, wie JanJan immer. Ich bin ehrlich gespannt auf deinen Teil 2, weil es mich ungemein interessiert. Ich habe ab und zu mit Jugendlichen zu tun, die in unserem Labor ein Praktikum machen, oft sind es Mädchen die Angst haben zu reden und sie schaffen es nicht einem in die Augen zu sehen. Ich bin dann die Bezugsperson und ich stelle mich dann auf die Person ein. Nach 4 Wochen ist dann das Praktikum beendet und ich denke oft, wie geht es für die Mädels weiter. Das Umfeld ist so wichtig.
    Danke für deine Zeilen hier und liebe Grüße! ❤️ Maren

    1. Liebe Maren 💕 du bist echt lieb und deine Worte tun wirklich sehr gut, es ist schön was du schreibst und wie du es ausdrückst. Ich kann das sehr gerne zurück geben! Ich mochte dich und deine Art zu schreiben auch von Anfang an. Du bist so ehrlich und strahlst eine Ruhe aus, die mir sehr gut tut ❤ Schön dich getroffen zu haben. 🙂
      Beim Schreiben ist für mich eben alles viel einfacher, ich muss niemanden ansehen, mich nicht auf Gesten konzentrieren und meinem Gegenüber auch noch zuhören, da fließen die Gedanken eben frei aus dem Kopf.
      Auch das ist im Grunde aber typisch Asperger… Immer ehrlich zu sein und geradeaus zu schreiben, der Nachteil ich kann schlecht einschätzen, wie es beim Gegenüber ankommt und merke dann auch manchmal nicht, wenn ich zu direkt bin…

      Ich wünsche dir noch tolle Tage, dein Urlaub ist ja leider schon fast wieder vorbei… 😘

      1. ❤️ LG an dich. Liege hier noch nutzlos im Bett, aber spüre schon den Alltagsdruck von Deutschland. 😬 Urlaub kann ja nicht ewig sein. 😊 …und dann sind wir auch wieder zeitgleich. 😉

        1. Na ja, ich finde, dafür, dass uns der grosse Teich trennt, klappt die Kommunikation doch sehr gut, manchmal ist das Internet ja doch ein Segen… Man chattet mal eben so nach Kanada 🍁
          Mache dir einen schönen Tag und ruhe dich auch ein wenig aus 💕

          1. Danke dir. Na heute ist so Abschied nehmen von Freunden und Familie bis zum nächsten Mal. Wir machen eine Dampferfahrt auf dem Lake Muskoka. Ist so bisschen wie Western Style. Morgen packen wir dann und Freitag ist Nachtflug nach Island, Samstag bin ich dann in Berlin. 😊

            1. Dann wünsche ich dir quasi eine schöne Abschiedsparty und viel Spaß. Kann mir vorstellen, dass der Abschied nicht leicht fallen wird… Gerade von deiner Tochter 😦

  2. Erst einmal Respekt dafür, wie Du beschreibst, wie es Dir geht. Ich muss sagen, ich bin tief berührt und es fehlen mir zum Teil auch die Worte, was selten genug passiert, weißt Du auch.
    Ich habe Deinen Beitrag schon vorher gelesen und habe mir sehr viele Gedanken gemacht. Gerade diese Reizüberflutung, das Chaos, was uns manchmal umgibt, da hilft es, einen Ruhepol zu haben, ein Refugium, in das man sich zurückziehen kann.
    Und Freunde, die einen verstehen und mitfühlen. Sei Dir sicher, dass ich da bin, wenn ich Dir helfen kann…
    Vielleicht einfach eine neue Herausforderung für mich, die Dich zum Lachen bringt? Sehr, sehr gerne!

    LG
    Thomas

    1. Danke Thomas, das ist echt lieb von dir, ich glaube auch, du bist so ein Typ, der auch für andere da ist. Auch dein Blog macht mir Freude und schräge Diskussionen bringen mich oft zum lachen, das sind so die kleinen aber wichtigen Dinge, die auch beim Entspannen helfen.
      Die Welt ist für mich laut und hektisch, da bin ich froh meine Rückzugszone zu haben, wo ich alle Reize ausblenden kann.

      1. Gerne, sehr gerne liebe JanJan. Und wenn wir nicht für unsere Freunde da sind… was wäre das denn für eine Welt. Es gibt genug Kälte da draußen und wenn ich jemandem helfen kann und nur mit ehrlichen Worten… Es freut mich, dass ich Dich manchmal etwas aufheitern darf, welch wunderbares Kompliment und es macht auch mich glücklich, ganz ehrlich!

        Ein Zitat noch:
        Freundschaft ist eine wunderbare Brücke über die Abgründe des Lebens, gebaut aus Vertrauen, Verlässlichkeit und Verständnis. (von mir… für Dich und andere liebe Freunde hier)

        1. Dankeschön das ist ein wunderschönes Zitat.
          Freunde sind in meiner Situation eben schwer zu finden oder zu halten, zumindest in der Realität, da merkt man eben den Unterschied. Es ist schwer, wenn man niemanden an sich ran lassen kann, verschlossen ist und nicht besonders kommunizieren kann.
          Aber deine Worte tun gut 😘

          1. Ich kenne das, bei mir war es eher Mißtrauen gegen jeden und alles.
            Schön, dass ich Dir etwas geben könnte. Hab was zur Aufheiterung für Dich geschrieben…

            1. Das ist lieb von dir Thomas, spätestens übermorgen werde ich wieder in deinem Blog erscheinen… irgendwie bin ich wieder im Internet freien LOCH gelandet, weder PC noch Tablet laufen, nur mein kleines Handylein schafft es noch zum Satelliten… Was sagt uns das? MAN MUSS NICHT GROß SEIN, UM GROß ZU SEIN! 🙂

                1. Ja danke ich habe heute nicht so viel gemacht, etwas Kraft tanken, denn morgen muss ich in die Stadt, Stress pur…
                  Mir ginge es momentan noch besser, wenn das Internet gehen würde, was ist das doch anstrengend am Handy….

                  1. Vielleicht ist das doch auch ganz gut so, liebe JanJan. Tanke Kraft, ich wünsche es Dir! Und wenn ich was für Dich tun kann, lass es mich wissen bitte!

                    1. Alles gut, ja. Danke.
                      Sitze gerade noch auf meiner Terrasse bei einem Gläschen Wein.
                      Habe Berlin II grad online gestellt…

                      Vielleicht kann ich Dir ja damit helfen, dass Du weisst, dass ich da bin und wenn Du jemandem zum Reden, Schreiben brauchst…

                    2. Danke sehr, ab morgen bin ich wieder ‚voll‘ online, jetzt bin ich in der Stadt und völlig am Ende….

  3. Das Asperger-Syndrom ist eine Kontakt- und Kommunikationsstörung, die als abgeschwächte Form des Autismus angesehen wird, soweit meine wenigen Kenntnisse dieses Andersseins. Als Krankheit würde ich es auch nicht bezeichnen, denn es ist nur ein leises Leben in einer „anderen Welt“, die gepägt ist durch soziale Einsamkeit und hohe Intelligenz auf der anderen Seite.
    Mich hat deine Geschiche sehr interessiert, da man ja alles Unbekannte mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Aber sie hat mich auch gleichzeitig sehr berührt. Wie wenig man doch von all diesen Dingen weiß, wenn man nicht unmittelbar damit konfrontiert wird. Und man kann sich nicht vorstellen, wie viele Menschen in ihrer Einsamkeit leben.
    Sollte es deine eigene Geschichte sein, kann ich mir das, bei dir, gar nicht vorstellen, denn du bist so vielseitig interessiert und aktiv im blog unterwegs. So sympathisch wie du rüberkommst kann man sich deinem Charme gar nicht entziehen.
    Bleib wie du bist. Liebe Grüße Piri

    1. Dankeschön Piri, hast du lieb gesagt. 😘
      Ja es ist schon meine eigene Geschichte und daran kann man gut sehen, wie sich eben die virtuelle Welt von der Realität unterscheidet.
      Hier in meiner Ruhezone, kann ich meinen Gedanken beim schreiben freien Lauf lassen.
      Die Probleme fangen eben bei persönlichen Kontakten an….
      Einsam fühle ich mich nicht, das weißt du ja, nur manchmal, so ein ganz klein bisschen… Wünscht man sich einen Menschen, der die inneren Gefühle verstehen könnte.
      Zum Glück habe ich ja meinen Mann, aber manchmal suche ich noch meinesgleichen 🙂
      Und danke für das Kompliment, gebe ich sehr gerne zurück. 💕

      1. Danke, ich bin schon wieder so berührt, dass ich gar nicht schreiben kann, da meine Augen beim Lesen feucht sind.

        Alles Liebe und Gute weiterhin wüncht dir Piri ♥

  4. Wie klein erscheinen einem doch Probleme, die man zu haben glaubt, wenn man die Zeilen dieses Threads liest und auf sich wirken lässt. Lange überlegte ich, ob ich die richtigen Worte finden würde, und glaube sie noch immer nicht gefunden zu haben.

    Deinen Mut damit an die Öffentlichkeit zu gehen bewundere ich und bin dennoch traurig, dass Dir die ich sehr, sehr schätze solch eine Bürde auferlegt ist. Hoffe darauf, dass Dir ein einfühlsamer Partner zur Seite steht und Dir Deine Hunde die nötige Ruhe geben.

    Ich schätze Dich so, wie Du bist, und glaube, dass die Blogbekanntschaft mit Dir für mich eine große Bereicherung ist.

    LG Sigurd

    1. Danke schön Sigurd, ich schätze dich auch sehr und ich schätze Menschen die offen ihre Meinung sagen und auch bei vielleicht schwierigen Themen nicht hinter`m Busch verschwinden, weil sie befürchten etwas falsches zu sagen.
      Mit mir kann man über alles reden, auch alles fragen, nur so lernt man sich zu verstehen und merkt auch besser was man falsch gemacht hat, gerade für mich ist es oft schwer Gefühle anderer zu deuten oder zu spüren, wenn ich jemandem zu nahe getreten bin. Dann ist es gut, mir das zu sagen.
      Natürlich wäre ich manchmal auch gern einfach sozial aufgeschlossener, aber im Großen und Ganzen geht es mir ja gut, ich komme im Job klar, habe einen tollen Mann und meine Hunde sind so etwas wie meine Therapiehunde. So gesehen bin ich gesegnet und habe viel mehr Glück als so mancher “normale“ Mensch. 🙂

  5. Liebe JanJan,

    Deinen Eintrag habe ich erst mit Betroffenheit und beim zweiten Mal mit Verständnis gelesen.
    Wenn ich bedenke, wie oft Du unterwegs bist, wie oft Eindrücke auf Dich einstürmen, die nicht geplant sind und wie Du Dich dabei fühlst … ziehe ich alle Hüte meiner Sammlung vor Dir.
    Jetzt wird mir auch klar, warum wir keine Chance auf einen gemeinsamen Kaffee haben. Es ist gut so.
    Meine kleine Schwester wohnt in der Wohnung neben mir. Sie hat ähnliche Probleme. Es reicht ihr, das ich daneben wohne. Der große Bruder mit der vermeintlich ruhigen Hand.

    Gruß aus Dessau
    Männe

    1. Danke für dein Verständnis lieber Männe, ja das Leben ist anstrengend, aber meist, wenn ich unterwegs bin, dann mit Mann und im geschützten Bereich.
      Zumindest weißt du jetzt warum wir beide nie telefonieren, ich schaffe das einfach nicht, so blöd das auch klingen mag. Ich konnte dir das irgendwie nie sagen…Aber ich freue mich immer über deine WhatsApp Nachrichten, du bringst mich damit oft zum lachen.:)
      Mit den Treffen ist das so eine Sache… So auf einen Kaffee auf eine Stunde das würde ich in Zeiten wo ich sonst nicht viel Stress habe schon mal schaffen sofern mein Mann dabei ist… Ich glaube ihr beiden würdet euch gut verstehen… habt ja den gleichen Humor. 🙂
      Das große Problem ist, dass ich sehr schlechte Erfahrungen diesbezüglich gemacht habe. Menschen die mich nur online kannten und dann mal persönlich getroffen haben, haben oft den Kontakt danach abgebrochen, weil ich eben nicht ihren Vorstellungen entsprach, dem Bild welches sie sich eben durch das schreiben von mir gemacht hatten. DAS kann sehr enttäuschend sein und so habe ich eben auch bei dir immer ein wenig die Angst im Hinterkopf nach einem Treffen unsere schöne Online Freundschaft kaputt gemacht zu haben…. Wäre schade…
      Verstehst du was ich meine?

  6. komm einfach mal vorbei
    in der mitte das lagerfeuer
    und drumrum
    nur bella
    ich
    und die nacht
    mücken gibts gratis ( es sei denn du bringst noch jemanden mit )
    bis auf die mücken haste das in deinem ferienhaus nich
    und willste nich quatschen
    schauste in die flammen
    oder halt in die nacht
    und versuchst zu ergründen wohin
    bella verschwindet
    ( mit etwas wuff-wuff-smaltalk )
    sie erledigt was sie zu erledigen hat
    während ich in die flammen schaue und ihre rückkehr erwarte
    manchmal leg ich noch holz nach
    weißt ja
    🙂
    wenn´s mal wieder länger dauert 🙂 🙂
    gruß ronny

    1. Danke Ronny, ich fürchte du würdest dich schnell langweilen…. Bella wohl eher nicht, vielleicht würde ich mit ihr im Wald verschwinden…. 🙂

  7. Nur ganz kurz liebe JanJan, bin seit gestern frühzeitig von der Reha wieder zu Hause, habe es gesundheitlich dort nicht geschafft, ich werde aber in einem privaten Blog noch davon berichten.
    Erst einmal vielen Dank für Deinen Mut und Hochachtung über Deine Situation zu schreiben, und ich sage mit Absicht, Situation, nicht Krankheit.
    Du bist ein Mensch der sich eher mit dem geschriebenen Wort äußert als mündlich im Gespräch und ich denke das passt zu Deiner Situation. Du hast Dir jetzt ein enges Umfeld aufgebaut das von Deiner Situation weiß und im großen und ganzen kommst Du damit zurecht. Es gibt und wird immer Dinge geben die Dich überfordern. Doch ich denke, Du hast Dir Dein Leben jetzt so eingerichtet und kommst damit klar. Die nächsten Menschen wissen Bescheid und nur die wenigsten werden wissend wie viel Kraft Dir das kostet, SO zu leben.
    Und wenn es für Dich so gut ist, dann ist es auch gut. Leider leben wir in einer Gesellschaft wo Rücksichtname wohl immer schwerer fällt, wenn jemand ein Gipsbein hat, sieht man „seine Krankheit“, doch so manches kann man nicht sehen und wird dann vielleicht als Eigenbrötlerisch beschrieben.
    Aber am Ende kommt es darauf an was Dir gut tut, ohne Rücksichtnahme auf die anderen. Hab nochmals Dank für Deine ehrlichen Worte.

    LG Biene

  8. Ich bin tief beeindruckt von deinem Einblick, den du uns gewährst und auch davon, wie du in deiner Situation dein Leben, meiner Meinung nach, gut im Griff hast und trotz deiner Schwierigkeiten das Leben genießt.
    Ich mag deine Art und finde du bist ein klasse Mensch.
    Bin gespannt auf den zweiten Teil!

  9. Liebe JanJan,
    es ist gut so, wie du bist. Und ich finde es toll, wie du dein Leben meisterst. Du kannst sicher sein, dass du mit deinem Mann auch einen Schatz gefunden hast, der deine Macken – so nenn ich das mal – liebevoll begleitet und dich unterstützt. So bist du wenigstens nicht allein.
    Ich kann so gut manches nachfühlen. Dachte sogar zeitweise selber, ich sei Aspi, nur ganz leicht, denn ich suchte nach Erklärungen für all meine Probleme. Solche wie du auch beschreibst. Heute denke ich, dass ich es nicht bin, hab halt irgendwie Probleme, Ängste etc.manches passt einfach nicht. Wollte gern wissen, was mit mir los ist und habe daher viele Bücher darüber gelesen. Es ist bestimmt sehr schwer für dich und ich finde es beeindruckend, wie gut du es alles beschreiben kannst.
    Bitte nicht böse sein oder übel nehmen, dass ich das so geschrieben habe oder dachte, ich könne auch Aspi sein.
    Ich bin schon gespannt auf Teil 2 – wenn mich das doofe Telefon hier mal endlich in Ruhe lassen würde…
    liebe Grüsse
    kitty

    1. Nein Kitty ich nehme doch nichts übel, weißt du doch inzwischen, ich bin die Frau der klaren Worte. 🙂
      Ich kenne ja nun ein wenig deine Probleme und würde dir nach wie vor doch immer noch ans Herz legen mal einen Therapeuten aufzusuchen. ❤

      1. Das ist ganz lieb von dir. ❤ Klare Worte mag ich auch, aber ich vertrag sie nicht immer so oder sofort… je nach meiner Fassung oder so. Darum bin ich da auch immer etwas unsicher, wenn ich etwas klarer schreibe… eben weil ich selbst auch so bin und Angst habe, Jemanden zu verletzen. 🙂
        Und ja, ich bin auch eigentlich der Meinung. Mein Partner meinte neulich, ich solle zum Hausarzt. Ich selber denke jedoch immernoch, dass ich zu einem anderen gehen möchte – aber doch nicht zu dem, den ich mir erst rausgesucht hatte… gedanklich in Arbeit… der Hausarzt ist jetzt eh erstmal in Urlaub…

        1. Glaube ich auch, ein Hausarzt kennt dich zwar besser, aber ein Therapeut ist da schon angebrachter. Ich habe nur so das Gefühl, du schiebst und schiebst es einfach immer weiter vor dir her. Schade… nur erst mal ein einfaches Gespräch ist nicht schwierig und würde deine Lebensqualität vielleicht um ein vielfaches verbessern.
          Wenn du jemanden brauchst, der dich ans Händchen nimmt… sag Bescheid…. 😉

          1. Ganz lieb von dir mit dem Händchen… kann ich immer gebrauchen. 😉 Allerdings ist mein zweiter Vorname – neben Ungeduld – auch Schieber… ich schiebe alles vor mir her, bis es nicht mehr geht *seufz*
            Und ich hatte halt auch schon Pech vor Jahren, da war ne Therapeutin nach zwei mal hingehen beleidigt, weil ich einen Termin wegen eines plötzlich fiebernden Kindes absagen musste… danach hatte ich die Nase erstmal voll von solchen Leuten… das ist schon ewig her, 10 Jahre oder so… und sitzt tief….

            1. Das glaube ich, ist auch unprofessionell von ihr, sowas passiert nun mal. Es kostet ja so schon genug Überwindung den Schritt zu machen.
              Fällt es dir eigentlich leichter mit einem Mann zu reden oder mit einer Frau, also als Therapeut?
              Ja Kitty, ich meine das wirklich ernst, wenn ich dir irgendwie helfen kann, damit es dir besser geht, dann sage es ruhig.;)

              1. Hilfe annehmen fällt mir sehr schwer. Die muss man mir schon aufdrängen, da bin ich ehrlich. Und dann kann es sein, dass es so wirkt, als würd ich mich dagegen wehren. Ich weiss es wirklich zu schätzen mit deinem Angebot und ich würd auch so gern zugreifen, aber ich weiss auch, wie wenig Zeit du hast und dann hab ich Angst, dass ich da nicht „würdig“ bin… mir fällt kein besseres Wort ein… also irgendwie will ich es anders ausdrücken, aber mir kommt kein besseres…

                Jedenfalls hast du mir schon nen guten Schubs gegeben (siehe neuesten Beitrag). Vielleicht komm ich weiter damit…
                Mann oder Frau? Gute Frage. Ich würd aus dem Bauch heraus erstmal sagen eher Mann… weil die meistens eine angenehmere Stimmlage haben und nicht so hektisch sind… dazu noch eher väterlich wirken können, was einem Teil meiner Persönlichkeit vielleicht hilft. Ich kam bisher mit männlichen Ärzten immer recht gut zurecht – ausser mit meinem ersten Frauenarzt, ein Schlächter unter seinesgleichen… brrrrr…

                1. Nicht würdig… also echt… 🙂 Mach dich nicht immer so klein und unwichtig… genau DA liegt ja eines deiner Probleme. 😉 Du hast Hilfe verdient, auf jeden Fall. In deinen Blog komme ich noch zum gucken…. habe nur noch so 180 Mails… 🙂

                  Mit dem Frauenarzt hatte ich eher umgekehrte Erfahrungen gemacht, fand Männer waren da viel vorsichtiger. 😉 Seit einigen Jahren habe ich aber auch eine Frau, die ist echt Klasse und super nett >3

                  1. 180 Mails??? Wow. Ich bekomme so gut wie gar keine – bis auf die Benachrichtigungen halt, wer wo kommentiert hat oder was wer veröffentlichte. Aber das kann ich ja dann auch im Blog lesen. 🙂

                    Naja, ich fühl mich halt klein und unwichtig. *schulterzuck* Ich freu mich sehr, wenn du in meinem Blog gucken kommst. 🙂

                    Ich hatte verschiedene Frauenärzte. Der erste war ein Schlächter. Dann hatte ich erst eine Frau, die auch meine erste Schwangerschaft begleitet hat und mich immer wieder zusammengestaucht hat, wenn ich zu viel dabei zugenommen hat. War gut! Ihr O-Ton „Die Zeit der dicken Mamas ist vorbei.“ Dann ging sie urplötzlich weg, man munkelte in ihr Geburtsland zurück und sie hätte Krebs oder so. Ich vermisste sie wirklich. Der Frauenarzt danach war selbst Vater und sehr nett und übervorsichtig. Zweite Schwangerschaft bei ihm – mein Gewicht völlig egal. Ergebnis: Über 20 kg zugenommen. Puh. Und der Hammer! Er war beim Ultraschall immer hochbegeistert von meiner Gebärmutter… Nunja… jeder hat so seinen Fetisch. 😀
                    Und jetzt bin ich bei einem, wo Schwiegermonster in spe hinterhergekommen ist, weil sie ihren nicht gut fand. Ich bin seit 2 oder 3 Jahren nicht mehr dagewesen, müsste aber längst mal wieder. Der ist auch sehr nett und vorsichtig. Überlege aus Scham, weil ich schon so lange nicht da war, mir einen neuen zu suchen…
                    Ups, ein Roman. Sorry. 🙂

                    1. Ich liebe Romane *grins * und ich mag dich, ob du dich nun klein machst oder nicht. Ich bin auch nicht gerade selbstbewusst, aber ich sage mir immer, so lange es auf dieser Welt auch nur einen einzigen Menschen gibt für den ICH wichtig bin, ist mein Dasein nicht umsonst. Das solltest du dir vielleicht auch mal klar machen! Du musst nicht erwarten, dass die ganze Welt dich liebt, am Ende zählen nur diese wenigen Menschen für die du die Welt bedeutest… Dein Partner, deine Kinder… Damit hast du schon mehr Menschen als manch anderer sich wünschen würde… Denk mal drüber nach 🙂

                      Ja Mails durcharbeiten ist immer anstrengend, bekomme auch viele Anfragen oder Feedback auf Beratungen etc… Privat ist da eher weniger bei.

                    2. Ja, vielleicht sollte ich da mal intensiver drüber nachdenken, das ich zumindest für die Kinder wichtig bin. Ich steh mir da auch oft im Weg, weil ich mich selbst für eine Rabenmutter halte. Sie mussten Umzüge mitmachen^^ und ich bin immer weniger zu Hause wegen der sch… Arbeit. Das ist nicht das, was ich mir für uns vorgestellt habe. Sie haben es besser verdient und ich kann es ihnen nicht geben. Das macht mich traurig, wütend, frustriert…

                      Danke dafür, dass du mich magst *rotwerd* Ich mag dich und deine Art zu schreiben auch sehr (wenn es grad nicht ganz selten sehr hart ist, dann tuts zu sehr weh).

                      Ach so, das sind alles berufliche Mails? Oh Gott…

                    3. Wenn ich manchmal zu hart bin Kitty, dann sage das bitte einfach ganz direkt, ich merke das ja leider selbst nicht unbedingt. Kannst du mir also ruhig ganz unverblümt an den Kopf knallen, macht mir nichts aus. 😉

                      Sag mal, wäre es nicht irgendwie machbar, dass ihr vielleicht jemanden für eine Halbtagsstelle einstellen könntet? So, dass du vielleicht nur drei Tage die Woche arbeiten müsstest, wäre sicher eine große Entlastung für dich. Finanziell aber wahrscheinlich nicht machbar oder??

                    4. Das mit dem direkt und unverblümt fällt mir sehr schwer. Konkret wenn man sich gegenübersteht eh schon, aber bei sowas wie nen Forum, nen Blog oder sowas, wo einfach auch Mimik und Stimme fehlen (wobei ich da bei meinem Freund auch oft falsch liege), bin ich noch vorsichtiger und hab das Gefühl, trotzdem das falsche geschrieben und ausgelöst zu haben…

                      Das mit noch einer einstellen hatten wir sogar überlegt. Erstens ist es in der Tat finanziell schlecht machbar und dazu kommt, das ich eher Typ Befehlsnehmer denn Befehlsgeber bin. Das heisst, wenn ich es nicht gebacken kriege, dass die Person das genau so macht, wie ich das möchte, dann hab ich ein Problem.
                      Und dazu kommt noch, dass ja immer Schwiegermonster in spe lange noch kam, um Papierkram zu erledigen (Chefsache) und da gab es oft noch Krach wegen Einmischen. Dann kam sie dieses Jahr wegen anderer Dinge und trotzdem noch viel Krach. Ich geniesse es irgendwie, wenn ich alles allein so planen kann ohne Vorschriften. Allerdings versinken wir mittlerweile im Chaos. Hatte ich schon erwähnt, das wir immer überall Chaos haben?
                      Und ja, letztes Jahr hatte ich noch zwei freie ungegönnte Tage. Ich konnte mir immer von seinen Eltern anhören, ich würde mich nicht genug für die Firma einsetzen und müsste öfter kommen – natürlich fürs gleiche Geld. 😉

                    5. Lass dir von seinen Eltern da nichts einreden und schon gar nicht ein schlechtes Gewissen machen Kitty. Ich finde deine Arbeitszeiten + Kinder + Haushalt definitiv wahnsinnig viel… ZU VIEL! Das ist kaum zu schaffen.
                      Mit der Aushilfe meinte ich auch eher, dass sie an bestimmten Tagen kommt, an denen du dann zu Hause bleiben kannst, da könnte dann eben dein Mann ihr bestimmte Aufgaben zuweisen, um dich zu entlasten.

                      Und im Ernst, bei mir brauchst du keine Angst oder Sorgen haben, was du sagst, ich verstehe das schon nicht falsch und du tust mir auch gewiss nicht weh damit. Immer frei raus.
                      Auch wenn du einfach mal denkst JanJan, du gehst mir tierisch auf den Sack und du kannst mich heute mal kreuzweise… Ist es okay… Besser als wenn du das in dich reinfrisst 🙂

                    6. Ja, es ist mir wirklich zu viel, das stimmt. Aber seine Eltern waren immer selbstständig und wollten das immer beide sein. Kind stand immer an zweiter Stelle. Vorteil ist- ein Kind von Selbstständigen ist auch selbstständiger als andere… ich dagegen bin als „armes“ Kind sehr verhätschelt und in Watte gepackt worden…

                      Mein Problem wär dann, wenn die eine allein da wär, dann müsste ich mich ja drauf verlassen können, dass ich dann, wenn ich am nächsten Tag komme, alles so vorfinde, wie es sein soll… sonst such ich ja noch meh…

                      Ich glaube nicht, dass ich das schreiben würde, dass du mir auf den nicht vorhanden Sack gehen würdest. Da muss schon wirklich sehr viel passieren, dass ich das so deutlich sagen würde. ich schluck lieber erstmal und überlege, bevor ich unüberlegt – wie früher – sofort was dazu schreibe. Und du gehörst dann wirklich zu einer ganz selten Spezies, denn die wenigsten vertragen das wirklich!!

                    7. Ich bin da Hardcore 😉
                      Aber bei deinem Mann merkt man es eben auch, dass er als Kind irgendwo hinter der Firma stand.. Kann ja nicht gut sein. Arbeiten muss man okay, aber die Kinder dürfen dabei ja nicht auf der Strecke bleiben und brauchen in der Zeit die bleibt natürlich auch besonders viiiiiiel Liebe und Geborgenheit.

                    8. Er sieht das leider anders. ich hab ihm das auch schon gesagt. Aber er fand das als Kind schon toll, wie es war und liebte seine Unabhängigkeit.
                      Aber wenn ein Kind es gut findet, wenn es krank ist und die Mutter keine Zeit hat zu Hause zu bleiben… da kann in meinen Augen was nicht stimmen. Wenn eine Mutter nervt…

                      Ja, und so wollte ich das eben nie und mittlerweile wird es aber immer mehr so. Aber wir haben eine Entscheidung getroffen. Es wir Veränderungen geben. Nur wird das noch etwas dauern…

        1. Genau DAS ist leider oft das Problem, während man selbst gut klar kommt, mit seinem Leben gar nicht mal so Schwierigkeiten hat bzw diese ganz gut zu meistern gelernt hat, MACHEN andere Menschen ein Problem daraus uns schwupps… Passt man nicht in die Gesellschaft…

            1. Das ist leider *menschenähnlich* möglichst mit der Aufschrift PASST NICHT. Ich kenne dich (noch nicht), muss mich erst noch in deinen Blog einlesen. Aber für mich sind solche Menschen schnell abgehakt, weil sie es sowie nicht wert waren an meinem Leben teilzuhaben…. auch wenn man im ersten Moment darüber vielleicht traurig war.

              1. Soviel gibt’s noch nicht zu lesen 😊 hab erst angefangen. Ja da hast du recht es ist schwierig abzuschätzen wer es ernst mit einem meint. Und wahrscheinlich ist mein für“normale“ eh immer eine last

                1. Eine Last ist immer Ansichtssache 🙂 Ich kenne viele ’normale‘ Menschen, die mir tierisch auf den Keks gehen und die ich wirklich als LAST empfinde, im Gegenzug kenne ich genauso viele Menschen, die irgendeine Diagnose haben und sehr angenehme Menschen sind.
                  Und überhaupt: WAS ist denn NORMAL? Wer will das festlegen? Okay vielleicht der Therapeut, aber der hat nicht selten genug selbst einen an der Waffel… 😉
                  Sind die Menschen normal, die man täglich im Fernsehen sieht, die sich über den Gartenzaun ankeifen, sich prügeln um einen Parkplatz, ihre Kinder verprügeln, ihre Kollegen mobben etc… Ich möchte mir nicht anmaßen zu beurteilen wer oder was normal ist 😉
                  Vielleicht betrachtest du es einmal aus dieser Sicht? 🙂

  10. Jetzt ist mir der Kaffee noch wertvoller als er es eh schon war.
    Manche Dinge, die ich seither manchmal nicht verstanden habe, sind nun klarer.
    Überlege, was ich dir evtl alles unbeabsichtigt ‚zugemutet‘ habe damals. Ich weiss ja das ich Menschen manchmal ziemlich ‚überfahren‘ kann wenn ich mich sehr freue. 😳
    Und ich hoffe sehr, das du mein ’nichts-von-mir-hören-lassen‘ nicht auf dich beziehst!
    Nun muss ich auch ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern damit du es verstehst.
    Ich habe ein problem damit, soziale Kontakte zu halten, also nicht wenn ich in der Situation bin den Menschen gegenüber zu haben, da läuft alles prima. Aber meistens vermeide ich es schon da überhaupt hinzukommen. Regelmäßig telefonieren oder Nachrichten schicken – ein Problem. Selbst mein Sohn hört manchmal monatelang nichts von mir. Was aber nicht heißt, das ich nicht täglich an die Menschen denke, die mir wichtig sind – sie bekommen es halt einfach nur nicht mit, weil es eben beim denken bleibt.
    Da es aber hier gerade um dich gehen soll, bleibt es bei dieser Kurzfassung, es war mit nur wichtig das du nicht glaubst DU warst komisch und deswegen melde ich mich nicht.
    Hab dich lieb.

    1. Oh mein Gott, wir zwei Beide… obwohl eigentlich sehr ernst, muss ich trotzdem gerade lächeln. ❤
      Da treffen sich zwei Menschen voller Vorfreude zum Kaffee, in gegenseitigem Unwissen wie schwer beiden das eigentlich fällt, wir sind schon wirklich ein gelungenes Paar. 🙂
      Du glaubst gar nicht wie schwer mir das gefallen ist! Ich mache normalerweise schon spontan mal Zusagen für solche Treffen, um dann im letzten Moment anzusagen, weil ich es einfach nicht hinbekomme. Dass ich zu dir / euch trotzdem gekommen bin, lag eben daran, dass ich dich so gerne mag. ❤
      Dieses "nichts-mehr-von-dir-hören-lassen"… dachte ich manchmal schon … okay… das ist eben weil ich so langweilig und wenig unterhaltend bin. Ich kenne das ja, meist bleiben solche Treffen einmalig, weswegen ich das in der Regel auch meide. Anderseits sagte mein Verstand mir natürlich auch, dass du gerade genug mit deiner Herzoperation zu tun hast und EIGENTLICH mehr Zuspruch von mir gebraucht hättest 😦 Das tut mir auch sehr leid, aber selbst das habe ich nicht hinbekommen. Und… je mehr Zeit dann vergeht, desto schwerer fällt es mir, noch mal nachzufragen, weil es mir auch irgendwie peinlich ist 😦
      Ich bin sehr sehr froh und dankbar, dass du das so ansprichst *knuddel dich dolle* ❤ Ich schaffe es im Grunde auch nie persönliche Kontakte zu halten, so wie hier im Blog geht das gut… bei Mails wird es schon weniger…. telefonieren ist gleich Null…
      Aber mir geht es da wie dir, ich denke oft an mir wichtige Menschen, allerdings habe ich auch massive Probleme ihnen das zu zeigen… Selbst meinem Mann schicke ich manchmal SMS um ihm zu sagen wie lieb ich ihn habe, weil es mir sooo beschissen schwer fällt… Er kommt dann und drückt mich einfach, das ist ein super Gefühl! Ich bin froh, dass wir uns so gut ohne Worte verstehen…
      Und keine Angst, du hast mich nicht überfahren, ich war ganz froh, dass du so munter drauf losgeredet hast, sonst fällt man schnell in dieses Loch des peinlichen Schweigens und das finde ich ganz schlimm. 😦
      Und wenn dich etwas an meinem Verhalten durcheinander gebracht hat, kannst du ruhig fragen…
      Ich hab dich auch lieb Süße und du weißt, dass ich an dich denke…. wir sind ja doch so ähnlich…. ❤

      1. Wir zwei beide *lächel.
        Ich bin SO froh das wir wieder auf einem Nenner sind, denn so wie ich jetzt bin hat es mich leider schon den einen oder anderen wichtigen Menschen gekostet *seufz.
        Und nein, du warst alles andere als langweilig und auch unterhaltend, ich denke gerne an dieses Treffen zurück.
        Es gibt auch nicht viele Menschen mit denen ich mich wirklich treffen will und nicht kurz vorher absage 🙄
        Was meine Herz-OP anbellangt, mach dir da keinen Kopf, ich hab damit die wenigsten Probleme 😉
        Das mit dem zusammenwachsenden Brustbein war auch mehr lästig als belastend.
        Ich bin durch meine jahrelangen Depressionen und ein ppar Geschehnisse in dieser Zeit so ’sozial-unverträglich‘ geworden. Die Depressionen bin ich zwar losgeworden, aber psychisch ist leider das eine oder andere aus der Zeit hängen geblieben.
        Aber mir geht es da so wie dir, eigentlich stört mich mein reduzierter sozialer Kontakt gar nicht.
        So extrovertiert wie ich vorher war, so gut komme ich auch mit dem Gegenteil klar und das hilft nicht dabei es zu ändern. 😉
        Das mit dem ‚je länger das nicht melden dauert um so schwerer wird es sich doch noch zu melden‘ kenne ich auch zu genüge 🙄 Mach dir da bitte bei mir nie Gedanken drüber! Wenn du dich meldest ist es toll, wenn nicht ist es auch ok. Bin ja schliesslich selbst so.
        Ich bin SEHR SEHR froh das du deinen Mann hast, der dich so weit wie möglich versteht – auch ohne Worte *lächel.

        Und weisst du was – ich freue mich auf ein nächstes Treffen und das machen wir dann bei mir zuhause da dringt nicht so viel aussenrum auf dich ein. (ist auch nicht weiter als 5min von da wo wir uns getroffen haben) und wenn du 2min vorher absagst ist das auch absolut kein Problem – dann probieren wir es einfach ein andermal und es wird auch wieder klappen.
        Drüüüüüüück dich gaaaanz dolle

        1. Bin auch echt froh, dass wir mal richtig darüber gesprochen haben, obwohl ich dir innerlich nach wie vor genauso verbunden war, war die Situation von aussen betrachtet schon komisch. Das ist eben das Schlimme, man weiß nicht was der andere denkt und entfernt sich, obwohl man das gar nicht will. Du hast mir schon gefehlt… 😉
          Wichtige Menschen zu verlieren tut immer weh, nur muss man sich eben selbst ehrlich fragen: Waren sie wirklich SO wichtig, wenn sie einem nicht so akzeptieren können wie man ist? Ich weiß für Außenstehende ist das immer schwer und bei mir kommt es in der Regel erst gar nicht so weit, dass mir jemand im realen Leben so nah kommt, dass er mir besonders wichtig wäre, dafür bin ich zu verschlossen.
          Wir meiden beide soziale Kontakte, haben aber zum Glück auch beide unsere tollen Männer gefunden und das ist mehr wert als 10 halbherzige Freunde, die bei ersten Problem weg sind. So gesehen sind wir doch Glückskinder und haben MEHR als so mancher „normale Mensch“ 🙂 Finde es auch schade von deinem Süßen so gar nichts mehr zu hören, er war ja damals bei blog.de schon fast so was wie mein grosser Bruder und hat mich mit seinen schrägen Beiträgen oft zum lachen gebracht. Grüsse ihn mal lieb von mir.
          Und… ich bin sicher… irgendwann bekommen wir das mit einem Treffen noch mal gebacken, denn es war wirklich schön mit euch ❤

          1. Du hast mir auch gefehlt und bist auch der einzige Grund, warum ich immer wieder mal hier reinschaue 😳
            Ich sollte auch mal so ein ‚Outing‘ in meinem Blog machen, dadurch würde ich mir wahrscheinlich viel ‚Druck‘ (den ich mir höchstwahrscheinlich eh nur selbst mache) nehmen, der mich eigentlich davon abhält hier rumzustöbern.
            Aber dir brauche ich bestimmt nicht erklären, wie schwer es ist sich ’nackig‘ zu machen und auch die richtigen Worte zu finden, oder überhaupt etwas benennen zu können. 🙄
            Diese Unfähigkeit etwas zu erklären kostet dann eben auch Menschen, wie sollen sie auch etwas akzeptieren können von dem sie nichts wissen?!
            Mein Süsser kann sich mit WP irgendwie so gar nicht anfreunden, vielleicht ändert sich das ja auch irgendwann – da hilft nur aussitzen. 😉
            Aber ich soll dir GANZ LIEBE Grüße ausrichten.

            Irgendwann – ohne Druck und (gedachten) Erwartungshaltung kriegen wir das bestimmt hin *lächel.

            1. Es ist auch erst mal schwierig sich zu „outen“ und selbst wäre ich vielleicht gar nicht mal auf die Idee gekommen, zumindest hatte ich mir nie darüber Gedanken gemacht. Bis eben Cami mich ja direkt darauf angesprochen hatte und mir das quasi auf den Kopf zusagte, was sie vermutete… peng… auf einmal war es raus und stand im Raum und plötzlich war das Thema bei mir im Kopf und gar nicht so schwer. Habe ich also Cami zu verdanken und finde es gut. Den Menschen hier, die mich ja teilweise schon viele Jahre „kennen“ macht es leichter einige Dinge besser verstehen zu können, man kommt ja doch so manches Mal in Erklärungsnot, warum man mitunter anders reagiert oder denkt. Von daher ist das gut so.
              Was mich sehr überrascht hat, war das wirklich durchgehende positive Feedback, hatte ich nicht erwartet! Mir war schon klar, dass ich danach vielleicht einige Leute nie wieder lesen werde, ist aber -bisher- nicht passiert und wenn kann ich damit auch umgehen. 😉 Und der Vorteil ist, man lernt dadurch auch wieder neue, andere Menschen kennen, denen es vielleicht genauso geht und die die Probleme verstehen. Nicht nur hier… ich habe auf den Beitrag sehr viele E-Mails bekommen von Leuten, die sich auch bedankten, denen es Mut machte auch offen darüber zu sprechen, weil sie auch an den Kommentaren gesehen haben, dass eben nicht alle Menschen gleich schreiend wegrennen, nur, weil man ANDERS ist.
              Ich für meinen Teil fühle mich ja normal und bin zufrieden… 🙂
              Süße, die Menschen die dich mögen und vor allem die, die dich seit Jahren mögen, werden dich so akzeptieren wie du bist… auf alle anderen pfeife drauf… Sie sind es einfach nicht wert an deinem Leben teilhaben zu dürfen, denn… du bist besonders ❤

              1. Vielleicht warst du ja jetzt der Anstupser für mich. Im Kopf geht mir das schon länger rum, aber bisher konnte ich mich nicht überwinden.
                Ich glaube die meisten Blogger sind dafür offen genug, anders als auf anderen ’sozialen‘ Plattformen.
                Hier ist es nicht so oberflächlich und engstirnig wie anderswo.
                Gut das du dadurch auch anderen Mut machst *lächel.
                knuuuuutsch

                1. Das kannst du nur selbst entscheiden Darling, wenn du das Gefühl hast, es tut dir gut, dann mache es und wenn nicht, dann nicht. Ich mag dich so wie du bist ❤
                  Ich glaube, heute sind das auch alles gar nicht mehr so TabuThemen, wie noch vor Jahren, man ist da offener geworden.

                  Ja ICH bin unwiderstehlich *kicher*… Klatscht gleich du… 🙂

                  1. Drohung oder Versprechen??!! *breitgrins

                    Ich bin mal weg Süsse, war schön wieder einmal länger mit dir zu ‚reden‘ und diesmal wird das nächste Mal nicht so lange auf sich warten lassen. Dicken Knutscher

                    1. EIGENTLICH sollte es eine Drohung sein, aber hilft ja bei dir nicht *breit grinse*
                      Habe mich auch dolle gefreut, gern mal wieder öfter!!

                      Drückerli und Knutscher ❤

                    2. Grins….
                      Frag mal meinen Süssen wie oft er schon nach einer Drohung gesucht hat, die mir KEIN Funkeln in die Augen und ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert.

  11. Wow…was ein bewegender Text.
    Wahnsinn…
    Beeindruckend wie Du damit umgehst und es meisterst!!!

    Und bemerkenswert, dass Du es so genau beschreiben kannst.

    Freue mich sehr auf Dich und Deinen Blog.
    Bitte nicht böse sein, wenn ich Fragen stelle. Bin ja Frischfleisch… 😉

    Wenn ich was falsch mache oder zu nahe trete, bitte sagen.

    1. Willkommen in meinem Blog Mosi, „kenne“ dich ja schon ein bisschen durch Frau Verbalkanone 😉
      Ich versuche einfach immer möglichst einfach und genau Dinge zu beschreiben, wie sie aus meinem Kopf kommen, beim schreiben bekomme ich das ganz gut hin und meistern… na ja… ich kenne mich ja nicht anders. 😉
      Keine Hemmungen, bei mir kannst du alles fragen, empfindlich bin ich nicht. 😉

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