Autismus-Bullshitbingo

Ein sehr schöner Beitrag mit tollem Titel, der im Grunde schon alles wesentliche aussagt… die bekannten Klischee’s zum Thema, wie sie wohl viele Autisten zur Genüge kennen.
Ich lade also mal zum Bingo ein, mitspielen darf jeder… ganz besonders die Menschen, von denen ich schon des Öfteren den Satz „Oh… DAS habe ich auch!“ gehört habe und zwar bei allem möglichen Störungen und Krankheiten über welche ich jemals berichtet habe…. 😉
Danke an Forscher für den Beitrag.

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Wer wissen möchte, warum ich diese Aussagen genommen hatte, möge bitte weiterlesen:

Ursprünglichen Post anzeigen 1.456 weitere Wörter

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32 Kommentare zu „Autismus-Bullshitbingo

  1. Ein Beitrag, der aufräumt mit Vorurteilen und Unkenntnis.Sehr verständlich geschrieben. Danke JanJan
    für das Verlinken.
    ❤️ Liebe Grüße Maren 😘
    Hab einen schönen Tag, ich muss, die Arbeit ruft.😉

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  2. Danke fürs teilen. Ich finde dieses Thema stets sehr interessant. Zum einen, weil ich selbst mal mit einem Kind zu tun hatte, das autistisch ist, zum anderen aber, weil ich selbst sehr stark Hochsensibel bin. Da gibt es einige Klischees, die entweder ähnlich, oder aber auffallend gegenteilig sind.

    Ich finde man kann gut sagen „du kommst aber gut damit zurecht“. Oder „du hast gut gelernt, damit zu leben“. Naja, oder ähnlich.

    Denn besonders im Bezug auf die Reizüberflutung kann ich nachvollziehen, dass vieles des Alltag erschwert. Und im ständigen Wandel hört es eigentlich auch nie so richtig auf, dass man weiter lernen muss, unter den äußeren Einflüssen nicht zusammenzubrechen.

    Was auch immer wieder gerne vergessen wird, wenn jemand Bescheid weiß (ohne aber wirklich Bescheid zu wissen), ist, dass jeder, ganz egal was der kernige hat oder nicht hat, individuell ist. Werde ich nie verstehen.

    In der Schulzeit sagte man mir zum Beispiel nach, ich könne Gedanken lesen 😀 und nein, von solch dummen Aussagen wird man nicht beliebt. Genau so, wie viele der Klischees über Autisten wohl nicht zu Beliebtheit führen.

    Auch das „sich nicht ausdrücken können“ begegnet mir sehr oft. Es bedeutet nicht, dass Autisten nichts fühlen. Oder das Hochsensible so viel fühlen, dass sie ständig heulen müssen. Ich empfinde es mehr so, als würde es für manches einfach (noch) keine Wörter geben. Es ist dann manchmal ärgerlich, wenn man quasi wie ein bekloppter da steht, nur weil man sich gerade nicht so gut ausdrücken konnte.

    Und den Autisten, den ich erlebt habe, der hat an mir geklammert wie ein Äffchen. Naja, war eben ein Kind. Er war lieb und wissbegierig. Er mochte (mag, er ist ja am Leben 🙂) angenehme Gesellschaft sehr gern.

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    1. Zu früh abgeschickt…😉

      Über Hochsensible sagt man, sie gehören gerade eben in soziale Berufe, weil sie ja gut mit Menschen können. Aber ich persönlich bin da ganz anders. Mich überfordern die vielen Dinge, die ich auf „nichtmagischeweise“ empfange oft noch.

      Man kann es drehen und wenden wie man will, aber jeder bleibt verschieden. Und jeder hat sein Päckchen zu tragen.

      So fertig.

      Verzeih, hab mich mal ein bisschen ausgeschrieben, weil mich diese Zusammenhänge sehr interessieren. Quasi eigentlich sehr unterschiedlich, aber doch Ähnlichkeiten.

      Gemeinsam haben wir aber wohl alle, dass wir alle Menschen sind 🙂

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      1. Macht nichts ich freue mich über ausgiebige lange Kommentare 🙂
        So Klischees gibt es ja wirklich in jede Richtung, so wird ja ebenfalls vielen Menschen unterstellt: Du bist doch nicht depressiv du lachst ja… Auch so ein Bullshit
        Natürlich hören wir oft, dass man ganz normal scheint, aber wieviel Kraft das kostet, SO zu scheinen sieht niemand.
        Ein Zustand den man eben nicht ewig aufrechterhalten kann.
        Hochsensibel ist auch so ein schönes Thema, heute geht man davon aus, DAS sind die Menschen, die anfangen zu heulen, wenn man sie anspricht…. Früher sagte man, DAS sind die Zauberer und Hexen, weil sie in dich reinsehen können…. 😉

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        1. Zumal ja auch „normal“ so ein dehnbarer und auch komischer begriff ist. Du weißt, dass du anders bist als andere. So wie ich das von mir weiß. So wie das jeder von sich weiß. Trotzdem ist jeder für sich normal, oder? Denn man kennt sich ja nicht anders. Man lebt sich durch sein Leben durch, manchmal passiert irgendwas überraschendes, aber letztendlich ist man für sich normal. Anders aber normal. Nur für die anderen bist du anders. Man könnte aber auch sagen, dass keiner normal ist, außer man selbst. Also sind wir alle normal? 😀

          Aber ich weiß was du meinst, wenn es doch Kraft kostet, nicht wie ein bunter Hund aus der Menge herauszustechen. (Bei mir zum Beispiel mit gelegentlichen Ohnmachtsanfällen vor allem in Elektromärkten 😀)

          Ich informiere mich gern über Autismus und Hochsensibilität, weil die Tipps im Umgang damit sich eigentlich gut auf beides anwenden lassen. Nur leider gibt es auch über beides keine eindeutigen Informationen (für einen selbst), eben weil da jeder anders ist. Und bis man Unterstützung von außen hat, vom Fach, kann das Leben schon vorbei sein. Aber im großen und ganzen finde ich es hilfreich. Und man ist sich selbst am Ende die größte Hilfe, indem man sich kennenlernt und sich auf sich selbst einlässt und sich selbst annimmt.

          Ja, das mit den Hexen…so habe ich mich in der Schule damals gefühlt. War nicht so schön, aber heute kann ich darüber lachen (trotz Depressionen) 😉

          Ein guter Rat ist wohl auch, nicht immer zu erwarten, verstanden zu werden. Man kann nicht erwarten, dass jeder Mensch alles weiß und alles versteht. Zuweilen gab oder gibt es ja Zeiten, wo man sich selbst nicht so gut versteht. Und man selbst kann sich nicht in ein Klischee Zwängen, denn dafür kennt man sich wiederum zu gut. Aber für Außenstehende ist das wohl zu erst der einfachste Weg. Und der andere einfache Weg ist, ggf. etwas zu erklären (obwohl das manchmal nicht so leicht ist) oder eben gelegentlich mit einem Lächeln über das ein oder andere Klischee zu stolpern.

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          1. Ja was ist normal?  Gute Frage…  Normalverhalten bezeichnet in der Regel das Verhalten, welches die Mehrheit der Menschen zeigt. Heißt im Klartext, in ferner Zukunft werden Menschen mit psychischen Störungen NORMAL sein…  Der ‚Trend‘ geht seit Jahren stetig nach oben, was nicht verwunderlich ist. Wir leben in einer Gesellschaft, für welche das menschliche Gehirn einfach nicht ausgelegt ist! Leistungsdruck, Stress, die Welt ist zu voll, zu laut, zu künstlich. Die Probleme sind also hausgemacht bzw menschgemacht! Das fängt heute schon in der Schule an, man MUSS Leistung bringen, ohne Abitur hat man heute fast in keinem Beruf mehr eine Chance, dazu kommen Freizeitaktivitäten, die Kinder schon überfordern… Hat man es bis dahin geschafft und ist erwachsen, wird es ja nicht besser, man ist morgens schon gestresst, der Weg zur Arbeit, volle Straßen oder Bahnen, Dauerlärm, vielleicht noch Großraumbüro, künstliche Lichter. Ist man nicht gut genug kommt man noch in den Genuss von Mobbing… Fakt ist doch unsere schöne moderne Welt liefert viel zu viele schädliche Reize in Dauerschleife, die selbst ein gesundes Gehirn nicht mehr verarbeiten kann!  Die Folge Burnout, Depressionen etc… WANN hat unser Gehirn denn in unserer schnelllebigen Welt noch WIRKLICH Ruhe und Entspannung??? Aber du hast Recht, diese Tipps sind mit Sicherheit auch für hypersensibele Menschen gut, die ja auch schnell von der Umwelt überfordert sind. Ich habe nie erwartet, dass mich jemand versteht oder es nachvollziehen kann, wie ich ticke, aber es ist schön jemanden zu haben, der genau dieses ANDERSSEIN einfach akzeptiert, annimmt und damit umgehen kann. 🙂

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  3. Ist für mich als Nanny und Tagesmutter auch höchst ineressant.Hatte schon verschiedene Kinder aber keinen Autisten.Vielleicht auch mal ne Idee für Weiterbildung an Tagesmütter

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        1. Super, finde ich toll, wobei ich denke, gerade in sozialen Berufen hat man eben ein Händchen dafür oder eben nicht, allein lernen bringt da nichts. Ich weiß aus der Familie so, die einen haben eine Nanny mit allen Papieren etc und ICH würde mein Kind da nicht unbedingt abgeben, weil sie total lieblos ist. Die andere Familie hat eine Betreuerin ohne Papiere, die aber selbst vier Kinder hat und die ist super.

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          1. Ich gebe zu und dazu stehe ich,ich weiß nicht ob ich mit einem Kind das Autist ist so umgehen könnte wie man es muss.Darum die Idee darin me Fortbildung zu machen fände ich gar nicht so doof. Aber selbst dann muss jede Tagesmutter auch entscheiden ob sie die Kraft und die Liebe hat.Ich finde sowas ehrlicher als das es nachher schief geht und keinem damit geholfen ist

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  4. Ja, ich glaube auch das die Welt ( ? ) oder manche einfach noch so bereit ist. Mein Sohn wurde wohl wegen gerade seinem Autismus gemobbt, in der Schule, was dies alles noch um einiges schlimmer oder schwieriger gemacht hat.

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      1. Kann ich durchaus verstehen. Mein Sohn hat ebenfalls die Schule gehasst und ist auch bis heute nicht in der Lage irgendwie Kontakt aufzunehmen. Selbst bei uns ist es ziemlich schwierig. Ich meine, ich versuche immer daran zu denken, trotzdem ist es schon nicht leicht. Zumal man sich auch als Elternteil so seine Gedanken und Sorgen macht.

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        1. Kann ich verstehen, dass es schwierig ist. So persönlich gibt es auch nur meinen Mann, der zu mir durchdringen kann, sonst gestatte ich auch niemandem Zutritt. Er kann bis heute auch manche Verhaltensweisen nicht verstehen, aber er akzeptiert sie.

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