42 Kommentare zu „Autismus

  1. Stimmt. Ist wohl immer so… auch ein Blinder hat nur (evtl.) Probleme, weil die anderen sehen können… z. B. Als Minderheit (denke ich zumindest) ist man immer schlechter dran, weil die Mehrheit sich an dem orientiert, was als normal empfunden wird. Alles andere wird im besten Fall als interessant gewertet…
    Aber vielleicht öffnet sich die Welt ja jetzt für Minderheiten und so auch für andere Persönlichkeiten. 🙂
    Im übrigen – fällt mir bei Blinden ein – es gibt ein Restaurant, wo man im absoluten Dunklen essen kann. Alle sehen nix! Das würd ich zu gern mal sehen äh nicht sehen 🙂

              1. Aber ist es nicht irgendwie aufregend, wenn man nur noch über die anderen Sinne wahrnimmt? Also das Essen intensiver schmeckt oder dass man die Geräusche der anderen mehr wahrnimmt? Oder stört gerade das? Fehlt es, sich auf etwas fokossieren zu können?
                Ich finde es schon reizvoll, ab und zu nix sehen zu können…

                1. Ich finde es auch reizvoll, aber nicht beim essen 😉 Da mache ich lieber was anderes 🙂
                  Also beim dunkel essen konzentriert man sich dann eben mehr auf Geräusche und das hat mich total genervt! Geschirr klappert, dauernd fällt irgendwem das Besteck runter, dann wird gesucht, gekichert, gesabbelt, geschmatzt… Grauenhaft!!

                    1. Mal sehen… vielleicht irgendwann mal… ist ja auch bestimmt nicht so günstig… und es muss was vegetarisches geben UND dann muss ich noch drauf vertrauen, dass ich dann auch wirklich das Vegetarische bekomme…

    1. Es gibt auch in Hamburg so einen Laden (Dialog im dunkeln) wo man mit blinden Menschen durch komplett dunkle Räume laufen muss und so mal nachempfinden kann, wie es eigentlich ist, blind zu sein. Für mich war das leider überhaupt nichts als ich dort war und wollte, nachdem sich hinter uns die Tür geschlossen hatte, sofort wieder raus. Da kann man nur hoffen, dass man sein Leben lang gesund bleibt.

      1. Das ging mir auch so, habe mich sehr unwohl gefühlt, obwohl ich Nacht und Dunkelheit eigentlich sehr gern mag, aber die Geräusche wurden dort einfach zu intensiv. Ist eben etwas anderes als ein Nachtspaziergang.

      2. Das klingt aber auch sehr interessant. Da geht es also nicht ums Essen, sondern rein ums nachempfinden, wie es ist, nichts sehen zu können. Finde ich sehr spannend. Ich glaube, da kann schon auch Panik aufkommen. 🙂
        Ja, Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen und mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.

        1. Ich glaube dein Sohn ist auch ein „Frühkindlicher“ oder? Das ist auch weitaus schwieriger und natürlich spielt da auch noch Alter und Lebenserfahrung eine Rolle. Ich ziehe schon manche Verhaltensweisen aus Beobachtung und Lernverhalten.

                    1. Ja vor allem möchte man sein Kind ja auch eines Tages in ein selbstständiges Leben entlassen können ohne die ständige Sorge, was wird, wenn ich mal nicht mehr da bin…

  2. Ich kenne leider nur die Nicht-Autistische Welt.
    Alles andere kann ich nur erahnen. Und, was ganz schlimm für mich ist: ich sehe jeden Tag den Kampf meines Krümels, in der nicht-autistischen Welt klarzukommen.
    Wie gerne würde ich ihm das abnehmen.

    1. Verständlich, aber wenigstens siehst du diesen Kampf und versuchst zu unterstützen. Von mir hat man einfach nur erwartet, dass ich mich anpasse und gefälligst funktioniere! Als Kind hat man keine Chance dem zu entkommen, ich fand diese Jahre einfach Horror! Ich habe es als Kind leider nicht geschafft klar zu kommen.
      Jetzt ist es einfacher, ich habe mir meine Welt geschaffen, wie ich sie ertragen kann und bin darin glücklich. Denke, dein Krümelchen wird das eines Tages auch schaffen, drücke ganz fest die Daumen.

      1. Mich machen deine Kommentare immer unglaublich traurig 😦
        Weißt du, als wir noch keine Diagnose hatten, habe ich auch Fehler gemacht. Es kam vor, dass ich mal laut geworden bin, weil ich so verzweifelt war. Das tut mir unheimlich leid. Ich hoffe, dass das Krümelchen mir das irgendwann verzeihen kann.
        Jetzt habe ich eine Erklärung für sein Verhalten. Das macht vieles einfacher.
        Ich glaube, für Eltern ist es schwer auszuhalten, wenn sie nicht wissen, warum ihr Kind so anders als andere ist. Und ich glaube auch, dass das von den Eltern nicht mal böse gemeint ist. Sie wollen schließlich nur das beste für ihre Kinder. (Ich gehe einfach davon aus, dass das auf alle Eltern zutrifft)
        Und genau das ist es, was mich so traurig macht. Das beste ist nicht gut gewesen. Dir ging es damit schlecht und du hast sehr gelitten.
        Es freut mich sehr, dass du dir nun eine Welt geschaffen hast, in der es dir gut geht.
        Hast du mal mit den Menschen geredet, wegen denen es dir damals nicht gut ging? Wissen sie, dass sie Fehler gemacht haben?

        1. Du, das muss dich nicht traurig machen, das kann man nicht vergleichen, DU bist eine richtige Mama, die ihr Bestes tut. Ich aber bin bei Leuten aufgewachsen, denen das alles völlig egal war, es hat sie nicht interessiert.
          Von daher eine ganz andere Situation, trotzdem habe ich meinen Weg gefunden und bin glücklich, also keinen Grund zur Trauer 🙂

  3. Kann es sein, dass Du den Spruch von Sabine meinst? Leider ist sie viel zu früh verstorben. Der Spruch von ihr lautet: „Das größte Problem autistischer Menschen ist nicht der Autismus, sondern das Leben und Zurechtfinden in einer nichtautistischen Welt.“ (Sabine Kiefner)

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