Zwei neue Linktipps zu #noABA

Etwas anstrengend zu lesen, aber trotzdem wert mal reinzusehen.

Gedankenkarrussel

Die bisherigen Links wie #fragtWarum oder ABA und die Kritik daran gibt es natürlich auch noch ;-).

Aber zwei hier noch nicht genannte Links:

Erstens eine Bachelorarbeit mit dem Titel „Von Normalisierung zur Inklusion? Eine kritische Betrachtung der Wirksamkeit der Autismus-Intervention Applied Behavior Analysis (ABA)“.
Die Arbeit ist ziemlich lang, auf einem hohen Niveau (aber dennoch sehr gut lesbar) und geht auf viele interessante Punkte ein, u.a. auch auf die viel gerühmte Evidenzbasiertheit sowie die Ethik.

Nummer 2 ist ein recht ABA-kritischer Artikel beim Spiegel: Behandlung von autistischen Kindern – Lebenshilfe oder Quälerei?
Ich hätte mir nur gewünscht, dass klarer zwischen kognitiver Verhaltenstherapie und ABA unterschieden würde, denn da ist ein riesiger Unterschied. Aber ansonsten ist der Artikel echt gut 🙂
Fakt ist: Wenn man Leuten ABA näher beschreibt, sind die meisten entsetzt. Und da ist es gut, dass mit diesem Artikel mal ein größeres Publikum erreicht wird.

Ursprünglichen Post anzeigen

Advertisements

22 Kommentare zu „Zwei neue Linktipps zu #noABA

  1. Ich habe einige Wochen einen Jungen in einer integrativen Gruppe eines Kindergartens begleitet. Über eine Diagnose wurde mir aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen nichts gesagt. Gekümmert hat sich auch keiner. Ich sollte nur dafür sorgen, dass sich der Junge nicht aus der Gruppe entfernt und den Aufforderungen zur Teilnahme am Stuhlkreis, Essen etc., Folge leistet. Es hat mich wirklich betroffen gemacht, wie ruppig das Personal mit den Kindern umging. Sie waren völlig überfordert und nur eine Kindergärtnerin hatte eine Zusatzausbildung, war aber nur stundenweise angestellt. Nach 2 Wochen durfte ich dann doch einmal inoffiziell in die Akte schauen. Als „Diagnose“ gab es nur einen geringen IQ, der auf Grundlage von 2 Terminen festgestellt wurde. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit durch mich (ich hab mit ihm gespielt oder vorgelesen) drehte der kleine Junge dann auf, wenn ich nach den täglichen 3 Stunden nicht mehr da war und „störte“. Daraufhin wurde die Maßnahme eingestellt. Begründung: man habe ihn aufgegeben und er würde ohnehin in wenigen Monaten den Kindergarten verlassen.
    Die Inklusion ist völlig überhastet ohne jegliche Grundlagen und ohne Vorhandensein von geschultem Personal eingeführt worden. Wie so oft wird alles auf dem Rücken der Kinder ausgetragen.

    Gefällt mir

    1. Das ist eben sowieso ein großes Problem, alles was nicht passt, versucht man passend zu machen. Gelingt das nicht, dann möglichst schnell und weit weg damit. Das macht vor Kindern auch nicht Halt. Kenne das Problem ja auch aus meiner eigenen Kindheit.

      Gefällt mir

      1. Inklusion gehört bislang nicht zu meinen Themen. Weil ich eben nicht so viel Zeit habe, mich da zu engagieren. Aber ich kann Dich nur ermutigen, Dich einzusetzen. Dein Blog ist ein Anfang.

        Gefällt mir

                  1. Hab ich auch gedacht. Aber wenn man was politisch erreichen will und sich gleich an die Parteien wendet, dann kann man durchaus viel erreichen.

                    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s