Panik… 

Gestern traf ich mich mit Mona, einer Bekannten, zum Kinobesuch in einer kleinen Stadt. Ich parkte in der Nähe, ging zum Kino, wo sie auf mich wartete, wir waren etwas früh dran und so tranken wir noch was.
Langsam kamen mehr und mehr Leute, ich hatte schon etwas ein ungutes Gefühl und so blieb ich etwas abseits stehen, derweil Mona die Karten holen sollte.

Es wurde immer immer voller, der Lärm war unerträglich, ich hatte das Gefühl zu ersticken und so wich ich Meter um Meter zurück bis ich plötzlich draussen stand

Wie im Trance fing ich an zu laufen, wollte einfach nur weg, irgendwo hin, wo Ruhe war. Doch als ich wieder richtig zu mir kam, war da irgendwie nichts, nichts als absolute Dunkelheit. Es schien als hätte ich die Stadt verlassen, ich stand in einer engen Gasse von alten Häusern, wie man es vom italienischen Stile kennt.

Ich rannte und rannte, aber da war nichts anderes, nur Enge und Dunkelheit, ich bekam langsam Panik. Weit und breit kein einziges Licht, keine größere Strasse, kein Mensch, nur Nachteulen und überall knacken und rauschen.

Ich drückte mich an die Hauswand begann hektisch nach meinem Handy zu kramen, um meinen Mann anzurufen oder wenigstens nach dem Weg zu schauen, aber so sehr ich auch drückte und wischte das Teil blieb einfach schwarz!

Ich war kurz vor’m Overload, verlor komplett die Kontrolle, als mir klar wurde, ich würde niemanden erreichen und auch weder Kino, noch Auto wiederfinden. Es war sinnlos in der Nacht, ich hatte das Gefühl ich entferne mich immer mehr in’s Nichts.
So beschloss ich einfach da zu bleiben, den Morgen abzuwarten und kauerte mich in eine dunkle Ecke.

Plötzlich packte mich jemand und zerrte mich raus. Ich konnte es nicht ertragen, dass er mich anfasst, trat nach ihm, schlug um mich und begann einfach zu schreien. Der Mann, ziemlich groß, blieb total ruhig und redete auf mich ein.
Dann ging das Licht am Haus an, die Bewohner waren wach geworden.

Im Schein der Lampe sah ich ihm ins Gesicht… Vor mir stand… Mein Bruder….

by Pixabay

Dieser Traum hat mich ziemlich durcheinander gebracht, ich war ziemlich fertig als ich wach wurde.
Den Teil des Verlaufens, nicht mehr nach Hause findens kann ich gut deuten, das ist nichts ungewöhnliches. Aber, dass ausgerechnet ich Panik bekomme in der Finsternis ist irritant, die Dunkelheit ist eigentlich mein Freund. Normalerweise fühle, ich mich da wohler und sicherer als bei Tageslicht.

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29 Kommentare zu „Panik… 

    1. Moooorgen Manfred, Jetzt bin ich etwas verwirrt… Hast du eine Alkoholspülung mit der Leber gemacht??
      Ich träume momentan wieder ziemlich viel, sind immer so Phasen.
      Komme gut ins Wochenende 🙂

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    1. Ja klar, meinem Mann erzähle ich doch alles, wir wissen ja um die Zusammenhänge, das ist so gesehen also ziemlich normal.
      Nur mit der Dunkelheit das hat mich irritiert, von daher habe ich das heute Nacht natürlich gleich mal getestet und war unterwegs… alles okay, Dunkelheit ist super, keine Panik 😉
      Aufatme… 🙂

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  1. Vielleicht weil ich dir meine Ängste vor der Dunkelheit erzählt habe, hast du es nun verarbeitet. Oder was auch immer.
    Manchmal, wenn man über Dinge redet oder gesagt bekommt oder sieht, verarbeitet das Gehirn es und man ist irritiert, weil man es auf sich bezieht.
    Man könnte ja mal in der Traumdeutung nachschauen, was Dunkelheit bedeutet.

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    1. Da könntest du recht haben, wir haben ja länger über das Thema gesprochen, vielleicht saß es noch etwas in meinem Kopf und hat sich mit dem Rest vermischt.
      Dunkelheit muss ja auch nicht immer unmittelbar wahre Finsternis bedeuten, sondern kann auch eine innere Sackgasse sein.
      Die echte nächtliche Dunkelheit war für mich ja nie ein Problem, im Gegenteil, bin ja ein Kind der Nacht.

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      1. Entweder das, dass wir drüber geredet/geschrieben haben oder irgendwas knappert an dir…die Finsternis in Träumen ist ja anders als die nächtliche.
        So einen Finstertraum hatte ich auch mal. Ich träumte, dass ich wach werde im Bett und alles war so finster um mich. Rabenschwarz, nicht mal die Hand konnte ich vor meinen Augen sehen. Ich versuchte das Lämpchen anzumachen . Es ging nicht an. Ich wollte aufstehen zum Lichtschalter, aber die Angst lähmte mich , ich hatte sooo eine dolle Angst, dass ich schreien wollte. Es kam kein laut über meine Lippen. Plötzlich kam wie ein grauschwarzes Gesicht , wie ein böser Geist mit böse guckenden Augen, tauchte wie ein Nebel auf und verpuffte ganz plötzlich. Da hab ich los geschrien und saß dann senkrecht im Bett. Also auch in echt geschrien. Und war hellwach. Danach musste ich das Licht wieder anmachen.

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        1. Das klingt echt gruselig, aber das ich so erwache in tiefschwarzen Räumen, habe ich auch öfters. Das ist dann so eine Beklemmung und man kommt nicht raus. Das ist aber wirklich so eine ‚innere Finsternis‘, die mit nächtlicher Dunkelheit gar nichts zu tun hat.
          Träumst du auch so oft? Ich habe immer so Phasen, manchmal erwischt es mich dann fast jede Nacht.

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  2. Hast mir jetzt richtig Angst um dich gemacht… auch weil dieser Artikel erst einmal zumindest auf meinem Handy wieder verschwunden war, nachdem ich den Anfang lesen konnte.
    Konnte alles so richtig mitempfinden… fühle dich deshalb einfach mal ganz lieb umarmt!

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    1. Das ist in dem Moment so realistisch, als stände man wirklich darin. Und so abwegig finde ich diesen Traum nun gar nicht, im Grunde ist das eine Situation, die mir durchaus passieren könnte.
      Es kommt immer drauf an, wenn man direkt aus dem Traum völlig erwacht (was mir meinst passiert…) dann ist alles noch da, wenn auch nur für kurze Zeit.

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