abc.etüden, die 11te… 

Erneut bin ich der Einladung von Textstaub gefolgt.

Drei Worte, zehn Sätze, eine „Kürzestgeschichte“…

Die Wortspende stammt diese Woche von der Autorin Melanie Coupar. 

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Ihr Lächeln war teuflisch, wie sie genüßlich an ihrem Champagner nippte, ein Tropfen sich langsam über ihre verführerischen, rot geschminkten Lippen schlengelte. Mit dem letzten Bissen der köstlichen Meeresfrüchte wanderte auch dieser in ihren Mund. 

In ihrer Phantasie lag Julia bereits am Pool ihrer Villa in Kalifornien, nein, sie würde sicher keine Probleme haben das anstehende Millionenerbe zu genießen. 

Ihr Plan war hervorragend, innerlich beglückwünschte sie sich bereits selbst, es würde kein Urteil geben. Ein alter geiziger Mann war einfach gestorben, das Gift war nicht nachzuweisen. Für sie als Apothekerin ein leichtes Spiel. Wie sie es hasste, der ewige Mief von Bottrop’s Vorstadt, eine Frau wie sie verdiente Partys, schöne Kleider, eine Villa am Meer…. 

Der letzte Schluck war genommen, die Hängematte schaukelte sanft im Takt ihrer Liebeskugeln, als ihr heiß und heißer wurde. Ein letzter Blick auf ihr Glas, die Markierung erkennend und die Gewissheit, es war zu spät. 

Der Tod schloß sie fest in die Arme, während Ricardo entspannt am Fenster stand mit einem zufriedenen Lächeln…. 

Bild by Textstaub
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8 Kommentare zu „abc.etüden, die 11te… 

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