Ist so… 

Sich über die Sprachlosigkeit eines Autisten lustig zu machen, 
ist nichts anderes als sich über einen Rollstuhlfahrer zu amüsieren, wenn er vor einer Treppe nicht aufsteht um hoch zu laufen. 

by JanJan 

by Pixabay
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41 Kommentare zu „Ist so… 

          1. Ich weiß nicht, ob es wirklich ersichtlicher ist. Ich meinte, es ist nur die Erwartungshaltung eine andere.
            Es gibt ja genug Rollstuhlfahrer die abstrakt-theoretisch „könnten“, für die es aber dennoch nicht praktikabel (oder sinnvoll) ist. Wenn ich einen Rollstuhlfahrer sehe, weiß ich über dessen vorhandene Geh- oder Treppensteigefähigkeit doch erstmal nicht wesentlich mehr als über die Ausdrucksfähigkeit des Autisten (er ist nur besser markiert).

            Das ist dem durchschnittlichen Betrachter nur scheinbar egal. Der motzt halt dann, wenn der Rollstuhlfahrer seiner Erwartung nicht entspricht und doch mal aus irgendeinem Grund aufsteht. Also irgendwie haben Leute mit dem Auseinanderfallen von theoretischem „Können“ und praktischen dazu sinnvoll in der Sein in alle Richtungen ein Problem.

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            1. Nun ja, über die Art der „Markierung“ bekommen wir ja doch irgendwie Informationen und automatisch eine Erwartungshaltung oder nicht? Zumindest würde ich das bei mir jetzt mal sagen.
              Ein Mensch mit Blindenstock und Schleife…. Sagt für mich ja klar aus, er kann nichts bzw sehr wenig sehen. Sagt nicht, inwiefern er vielleicht Hilfe braucht, aber automatisch nimmt man sowieso Rücksicht, indem man zum Beispiel nicht blöd mitten im Weg rum steht
              Ein Rollstuhlfahrer vor einer Treppe, würde ich jetzt keinesfalls erwarten, dass er aufsteht und hoch läuft. Wäre ja schon irgendwie unlogisch, weil dann der Rollstuhl ja stehen bleiben würde. Ein Rollstuhlfahrer zum Beispiel im Supermarkt vor dem hohen Regal, würde ich in der Regel fragen, ob ich helfen kann. Sieht man aber zum Beispiel auch Krücken die am Rollstuhl mitgeführt werden, nimmt man doch automatisch eine abwartende Haltung ein… Kann man helfen oder nicht? Wie schwer ist der Mensch beeinträchtigt?
              Bei einem Autisten hingegen fällt all das doch weg, man sieht ja eben NICHTS, es gibt keine Markierung. Vielleicht schaut er Löcher in die Luft, abwesend oder sonst was, aber das gibt dem Betrachter jetzt erst einmal keinerlei Informationen.

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        1. Zum einen bin ich NICHT gehandikapt, keine Ahnung wie du auf so was kommst.
          Zum anderen ist das Wort BEHINDERT in diesem Zusammenhang schon nicht ganz verkehrt, denn wer so redet, bei dem scheint im Kopf ja wirklich etwas nicht zu stimmen… Auch minderbemittelt kann eine krankhafte Störung sein, die zur Behinderung zählt.
          Ich hatte das Wort nur ausgewechselt, weil ich mir schon denken konnte, dass irgendjemand angelatscht kommt und sich daran hoch zieht…

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          1. Schön, dass mein Kommentar doch noch zu lesen ist.
            „Ich hatte das Wort nur ausgewechselt, weil ich mir schon denken konnte, dass irgendjemand angelatscht kommt und sich daran hoch zieht…“
            In deiner E-Mail an mich schreibst du, dass du das Wort „behindert“ ausgetauscht hast, weil du „merktest, dass etwas unpassend war“. Ja was denn nun: Weil sich jemand daran hochzieht oder weil er deiner Meinung nach dann doch etwas unpassend war?
            Merkst du etwas? Du verhedderst dich und lässt dich von völlig fremden Menschen beeinflussen.
            Ich wundere mich schon wieder bzw. immer noch. ^^

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            1. Och dann setze dich doch in den Garten und wundere dich weiter, ist ja schönes Wetter, also genieße es und wenn du ja sonst eh nichts zu tun hast. Gedanken sind frei… 😉
              Ich lasse mich sicher nicht beeinflussen und schon gar nicht von dir. Also schönen Tag dir noch 🙂

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      1. Das kommt darauf an, an welchem Punkt man sich als persönlich konfrontiert fühlt, ob ich mich für andere Menschen interessiere oder nur für mich und meinen kleinen beschränkten Kreis. Ich sehe mich als persönlich konfrontiert, sobald ich mit einem Menschen zu tun habe. In diesem Sinne sind es diejenigen, die sich lustig machen, ja auch. Dennoch blocken sie ab. Das Thema ist für sie mit einem Witz erledigt. Das ist die gewöhnliche Herangehensweise, wenn man Anderssein nicht als spannend, bereichernd für das eigene Bewusstsein, sondern als Angriff auf, Bedrohung für das Selbstbild empfindet.

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  1. Bei diesem Thema kann ich auch mitreden.

    Meine Freunde haben eine Tochter, sie lebt schon viele Jahre hier bei uns im Heim. Wenn wir unterwegs sind – ich könnte immer kotzen wenn ich die Bemerkungen der heilen Gesellschaft mit bekomme. 😦
    Früher hat es meinen Freunden sehr weh getan, aber heute sind sie darüber erhaben. Man sollte es nicht glauben, aber T. bekommt die Ausgrenzung sehr wohl mit und nicht selten reagiert sie dann auf ihre Weise.
    T. ist eine ganz liebenswertes Frau, die einfach nur leben möchte und zwar in ihrer kleinen Welt. Ich bin sehr stolz darauf mit in ihre Welt zu gehören.

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      1. Heile Gesellschaft – wo bitte???

        Das ist doch alles mehr Schein als Sein. Ich schaue gerne mal hinter die Fassaden, halte manchen Menschen einen Spiegel vor und was dann kommt – ist einfach erschreckend.

        Aber das war nicht Dein Thema.
        Stimmt – mich kann die sogenannte HEILE GESELLSCHAFT auch mal und zwar Kreuzweise.

        Hab noch einen schönen Abend und Streichler für die Pünktchen. Sie verdienen es! *winke*

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