Tierfreundliches Osterfest… 

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Tierfreundlich gestaltet macht Ostern noch mehr Freude

 


Eine aufregende Eiersuche, fröhliches Kinderlachen und strahlender Sonnenschein – Die Ostertage sind für viele Menschen eine Zeit zum Genießen. Den Frühling, die Familie, die freien Tage. Leider bringt diese unbeschwerte Zeit aber noch immer häufig viel Tierleid mit sich. Wir von TASSO möchten auch in diesem Jahr dazu motivieren, das Osterfest gezielt tierfreundlicher zu gestalten.

Verzichten Sie doch zum Beispiel auf Kaninchen- oder Lammbraten, und kochen Sie gemeinsam mit Ihrer Familie einmal ein vegetarisches Ostermenü. Warum? Weil die Kaninchen leider noch immer unter quälerischen Bedingungen 90 Tage lang in kleinen Käfigen gemästet werden, bevor sie als Festtagsbraten auf dem Tisch landen. „Zwar wurden in Deutschland endlich auch Mindeststandards für die Mastkaninchenhaltung eingeführt, doch sie reichen für eine artgerechte Unterbringung bei weitem nicht aus“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. Zudem stammt ein Großteil der hierzulande angebotenen Schlachtkaninchen aus dem Ausland, wo es noch keinerlei tierschutzrechtliche Vorschriften gibt.

Trotz der niedlichen Bezeichnung haben auch die sogenannten Osterlämmer meist kein schönes Leben gehabt. Sie kommen bereits im Spätherbst zur Welt und werden über den Winter gemästet. „Vielfach werden ihnen die Schwänze ohne Betäubung kupiert. In der Regel leben die Tiere nur wenige Monate bis sie geschlachtet werden. Dabei liegt die natürliche Lebenserwartung von Schafen bei etwa 20 Jahren“, erläutert Mike Ruckelshaus.

Freilandeier selbst färben

Auch der Bedarf nach Eiern ist in den Ostertagen enorm. Bitte kaufen Sie nur Eier aus Bio- oder Freilandhaltung. Zu erkennen sind diese an den Ziffern 0 bzw. 1 an der ersten Stelle des Stempels auf dem Ei. Eier, die industriell gefärbt werden, unterliegen nicht der gesetzlichen Kennzeichnungspflicht. Die klassischen bunten Eier stammen daher fast immer aus Käfig- oder Bodenhaltung, die den Bedürfnissen der Legehennen keineswegs gerecht werden. 
 
Nutzen Sie die Ostertage doch stattdessen, um neue Rezepte auszuprobieren und gemeinsam mit der ganzen Familie ein fleischloses Ostermenü zu kochen. Und kaufen Sie Eier von Hühnern, die im Freien picken, flattern und sandbaden dürfen, die sie selbst mit ihren Kindern zu Hause einfärben oder anmalen. Das macht nicht nur mehr Spaß, als die Eier fertig im Supermarkt zu kaufen, sondern ist auch noch ein wichtiger Beitrag für den Tierschutz.

Experten wissen: Kaninchen sind anspruchsvolle Haustiere

Auf keinen Fall sollten zu Ostern lebende Tiere verschenkt werden. Leider kommt es manchmal vor, dass insbesondere Kindern mit einem Kaninchen eine Freude bereitet werden soll. Doch dabei werden die Bedürfnisse der Tiere nach Gesellschaft mit Artgenossen, Beschäftigung, ausreichend Platz und Freilauf außer Acht gelassen. „Tiere sind kein Spielzeug, sondern fühlende Lebewesen, für die man mit der Anschaffung eine meist jahrelange Verantwortung übernimmt“, sagt Mike Ruckelshaus. Spätestens, wenn das Interesse der Kinder an den Tieren nachlässt, fristen diese für den Rest ihres Lebens ein trauriges Dasein in viel zu kleinen Käfigen. Das bekräftigt auch Kaninchen-Expertin Barbara Felde von der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT).  Sie weiß: „Kaninchen sind alleine unglücklich, denn sie sind Gruppentiere, die in Einzelhaltung unglaublich leiden. Sie haben einen enormen Bewegungsdrang, wollen hoppeln, rennen und buddeln, und das nicht auf Holzstreu in einem Plastikkäfig, sondern auf natürlichem Boden. Kaninchen brauchen Wiese!“

Sie sehen, schon mit kleinen Taten kann man viel erreichen. Wir von TASSO wünschen Ihnen ein tolles, tierfreundliches Osterfest!


In eigener Sache: Endspurt für unsere Petition! Nur noch bis Dienstag, 11. April, 24 Uhr, läuft unsere Bundestagspetition mit der TASSO, die Ärzte gegen Tierversuche sowie der Bund gegen Missbrauch der Tiere gemeinsam gegen grausamste Tierversuche kämpfen. Erreichen wir 50.000 Unterschriften, muss sich der Deutsche Bundestag mit unserem Anliegen befassen. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Stimme und zeichnen Sie noch heute unsere Petition. Auch wenn wir das notwendige Quorum nicht erreichen sollten, stärkt dennoch jede Stimme unsere Verhandlungsbasis.

 

© Copyright TASSO e.V.

by Pixabay

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29 Kommentare zu „Tierfreundliches Osterfest… 

  1. Weißt du was dazu, dass man auf Eiern nicht erkennen kann, ob die „Freilandhaltung“ genug Platz für die Hühner zur Verfügung stellt (mit dem Gedanken, dass Hühner, die in zu großen Gruppen auf zu wenig Raum in Freilandhaltung gehalten werden sich gegenseitig u. U. mehr Schaden zufügen als die Käfighaltung, was ja nicht der Sinn sein kann…)?
    Wir haben zum Glück die Situation, dass wir unsere Eier aus persönlich bekannter Quelle beziehen können, wo wir eben auch die Haltungsbedingungen kennen, drum habe ich das Recherchieren hier jetzt nicht gerade zur Hauptpriorität gemacht. Aber seit ich die obige Warnung gelesen habe, bin ich mir nicht mehr sicher, ob man wirklich Freilandeier empfehlen oder nicht doch sagen sollte – Eier aus dem Supermarkt sind bäh, lieber ab Hof kaufen.
    Ich habe aber mit aktuellen Stand keine Ahnung, ob die Info stimmt, da ich noch keine Zeit hatte, das nachzuschlagen. Fände es aber super, wenn dazu zufällig jemand mehr wüsste.

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    1. Ja das stimmt wirklich. Ich habe darüber mal eine Reportage gesehen, die Zustände waren übelst.
      Im Grunde ist es eine Massentierhaltung mit etwas grün! Die Hühner waren teilweise fast federlos und blutig!
      Hier gibt’s auch einen Artikel
      http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Freiland-Eier-haeufig-eine-Mogelpackung,freilandeier100.html
      Ich kaufe Eier grundsätzlich nur auf dem Reiterhof, dort sehe ich die Hühner, wie sie draussen leben,

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  2. Ich kaufe meine Eier beim Bauern und da weiß ich wie sie gehalten werden und das sie ein gutes Hühnerleben habe, vor Eiern billig aus dem Supermarkt ekelt es mich, wer für zehn Eier für 88 Cent gutes erwartet glaubt auch an den Weihnachtsmann. Lamm, und Kaninchen kommt bei uns nicht auf den Tisch.

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  3. Bei uns gibt es Eier direkt von den Hühnern vom Nachbarn. Und alles andere tote tierische habe ich zu 80% aus meinem Leben gestrichen. 🙂 Und ja.. Kaninchen sind anspruchsvoll und nicht zum kuscheln geeignet. Und schon gar nicht, um sie in einem kleinen Plastikkäfig zu halten. Ich habe zwei aus schlechter Haltung übernommen und noch zwei von meiner Tochter „vererbt“ bekommen. Die wohnen bei uns in einem großen Freilaufgehege und es macht Spaß, ihnen zuzusehen, wie sie flitzen und buddeln und hoffentlich glücklich sind. 😀

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  4. Hat leider nicht jeder einen Bauern in der Nachbarschaft. Wenn man mal Eier essen möchte muss man sich halt darauf verlassen, dass „Bio“ nicht nur auf der Packung draufsteht, sondern auch drin ist. Eier aus Freilandhaltung gibt es zurzeit hier nicht. Das liegt an der Vogelgrippe, welche die Freilandhühner im Stall festhält.
    Was ich extrem schlimm finde aber oben nicht mit aufgelistet wurde, sind die bunten Küken. Die kleinen Federbälle kommen in einen großen Topf mit Lebensmittelfarbe und dann wird umgerührt ohne Rücksicht auf Verluste! Ist ja so niedlich ein kleines bunt gefärbtes Küken statt bunter Eier?!!

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          1. Ach, soviele Menschen sind so unvernünftig und überhaupt nicht darauf bedacht, mit der Natur und den Geschöpfen verantwortungsvoll umzugehen.Das fängt bei gefärbten Küken an, geht über Haltung großer Hunde in kleinen Wohnungen ohne ausreichend Auslauf bis hin zur tierquälerischen Massentierhaltung. Für die Wildtiere wird Freiraum immer weniger, Massen-Aussterben ist die Folge. „Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.“[Christian Morgenstern]

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  5. Leider sind Bio-Eier auch nicht immer tierschutzgerecht. Ich kenne viele Leute die im Bereich Tierhaltung arbeiten, und die sind absolute Gegner von Biohaltung, beispielsweise weil in manchen Betrieben wirklich kranke Tiere nicht mit Antibiotika behandelt werden um den Bio-Status nicht zu verlieren. Stattdessen müssen sie über Wochen mit Schmerzen leben. Auf der anderen Seite gibt es hervorragende konventionelle Haltungen, in denen es den Tieren wirklich gut geht. Leider läßt sich das bei der Auszeichnung der Lebensmittel nicht erkennen, wie gut die Tiere, Bio oder konventionell, gehalten werden.

    Ich beneide jeden, der Eier und andere Erzeugnisse direkt vom Bauern seiner Wahl holen kann. Wir haben dieses Glück leider nicht. Es wäre schön, wenn sich endlich unsere Tierhaltungsmaßstäbe verbessern würden, in anderen Ländern geht das ja auch. Stattdessen ruhen wir uns viel zu sehr darauf aus, dass wir ja Bio-Haltung haben.

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    1. Ja leider bringen tolle Aufschriften so gar nichts. Zum einen ist Bio oder Freiland eben nicht unbedingt tierschutzgerecht, zum anderen kann man viel schreiben, wenn der Tag lang ist.
      Wer wirklich sicher gehen will, da hilft eben nur der Weg zum Hof des Vertrauens und selbst gucken.

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  6. Es soll jeder selbst entscheiden dürfen was er einkauft. Wenn Sie für Biofleisch und Eier aus Freilandhaltung das Doppelte bezahlen wollen sei Ihnen das unbenommen. Das gleiche fordere ich aber für mich ein, der ich Fleisch aus Mastbetrieben kaufe und solange es ging auch Eier aus der Legebatterie.

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