Du bist was du isst…

Oder über die Wissenschaft einen Hund zu füttern…

Könnt ihr euch noch erinnern an euren ersten Hund? Für einige war diese Zeit wahrscheinlich schon in der Kindheit und liegt um einiges zurück, bei mir war dies zumindest der Fall. Und so stellt sich mir mittlerweile manchmal -mit einem Schmunzeln- die Frage: War das damals eigentlich leichter?

Also beschränke ich mich heute doch zum Beispiel nur mal auf das Thema: ERNÄHRUNG

By JanJan

Und da geht’s los… Zu Zeiten meiner ersten Hunde gab’s noch gar kein „Hundefutter“, also Sack auf oder Dose und fertig… Nee war nicht… Ganz normal, die Hunde bekamen die Reste vom Mittagessen, völlig egal was und eben mal mehr, mal weniger, was eben übrig war. Jetzt passt auf… Es kommt ganz dicke…. Bei uns gab es höchsten an Sonn- oder Feiertagen mal Fleisch und ich schätze, ausser von mir, blieb da für Hunde nicht viel übrig… Oh je und das für einen Fleischfresser…

Ach du heiliges Blechle… Jetzt stelle man sich das heutzutage mal vor….
Man plant also die Anschaffung seines ersten Hundes oder hat ihn gerade und natürlich erzählt man das heute nicht mehr nur dem Nachbarn (sofern man mit diesen heutzutage überhaupt noch persönlich redet…), sondern man geht dahin wo die Leute Ahnung haben…. Jaaaa genau ins Hundeforum oder noch besser zu Facebook und dann ja, dann kann man sich mitunter was anhören…

„Hallo ihr Lieben ♥ Ich bin die Corinna, neu hier in der Facebook Hunde Gruppe, habe gerade meinen ersten Hund und wollte mal hören was ihr so füttert.
Also mein Süßer kriegt einfach die Reste vom Tisch, was eben übrig bleibt, meist halt so Kartoffeln / Nudeln Gemüse Pampe. Zum Geburtstag… Also dem vom Mann… kriegt er vielleicht auch mal den Knochen vom Kotelett.. 😊 .“

STILLE… Vielleicht so 2 Sekunden, HÖCHSTENS!, denn im Gegensatz zum Nachbarn, der ja auch noch arbeitet, ist Facebook ja glücklicherweise rund um die Uhr besetzt und Schwarmwissen quasi 24 h abrufbar!
Ein neues Opfer, dazu völlig ahnungslos, Zeit für Aufklärung! Überhaupt schon skeptisch wie sich so jemand einen Hund anschaffen kann…

*1
„Leute wie du sollten keinen Hund haben!“

„Der arme Hund… Er wird so nicht alt werden… *traurig“

„Wieso? Ich esse das doch auch? *grübel“

„DU bist auch nur ein Mensch!“

„Du solltest Trockenfutter nehmen, ich bin damit sehr zufrieden… Alles drin, was Hund braucht“

„Jaaa, klar ALLES drin, eben auch Getreide und DAS ist nämlich voll ungesund… Also auf Getreidefrei achten!Und natürlich sollte es nicht so billiges Zeug sein…“

„Blödsinn… Auch billiges Futter kann gut sein…“

„Tzzz, sagt die Frau, die ihren Hund mit Frolic vergiftet…“

„*Schluck…. *Augen roll… „

„Trockenfutter? Weißt du was da alles rein gepresst wird? Das sind doch nur Abfälle…. Neeeee also ich füttere Dosen…“

„Dosen…??? *Augen roll…“

„Okay… Dosen habe ich im Supermarkt gesehen *freu…“

„Im Supermarkt?? Also es sollte schon richtiges Markenfutter sein…“

„Ihr wisst schon, dass vom Dosenfutter Leberschäden entstehen??? Also wegen dem ganzen Metall…. *ungläubig gucke….“

„Ich esse dauernd Dosenravioli und lebe auch noch…“

„Wen interessiert das???“

„Das ist doch alles nichts! Ich füttere natürlich ausschließlich frisch, selbstgekocht, da weiß ich wenigstens was drin ist…“

„Gekocht??? Warum gekocht? Schon mal gesehen, dass Wölfe kochen?? Da gehen ja alle Nährstoffe flöten! Also ich füttere nur rohes Fleisch, der Hund ist schließlich Fleischfresser!“

„Hmmm ja klar immer schön rein, pures Fleisch… Mal ausgerechnet wieviele Tiere allein nur für Hundefutter sterben müssen? Tolle Tierfreunde seid ihr…“

„*grins… Sagt die Frau, die sogar Zecken wieder auf der Wiese aussetzt… Höre lieber den Möhren beim schreien zu… Du hast doch keine Ahnung….“

„Ich denke ja eine gute Mischung machts….“

„Klar eine Mischung aus schlecht und noch schlechter…. Man halt dich doch mal raus…“

„Oh danke, Fleisch habe ich gerade im Supermarkt gekauft *freu….“

„Im Supermarkt??? Weißt du wo da das Fleisch herkommt?? Massentierhaltung, voll mit Medikamenten und so! Das kannst du nicht füttern… Ausser du willst deinen Hund umbringen!“

„Hmmm okay… Muss ich das jetzt wegschmeißen? *traurig…?“

„Man, niemand redet von wegschmeißen…. Kannste doch für deinen Mann kochen…“

„Ja genau und für den Süßen holst du am besten was beim Fachmann direkt…“

„Fachmann jaaaa… Also ich kaufe Fleisch ja nur beim Jäger, ganz frisch geschossen und aus dem Wald nebenan….“

„Jaaa seeeeeeehr gute Idee… Geschossen und schön Blei verseucht…. *Kopf schütteln….“

„Barfen! Barfen ist das einzig wahre!“

„Jaaa aber… Du musst einen Plan machen lassen vom Ernährungsberater! Ganz wichtig, sonst machst du nämlich alles falsch! Der berechnet dir auch welche Pulver da noch rein müssen und wieviel Gemüse und Obst und so!“

„Und pass auf, dass du nichts nimmst, was für Hunde giftig ist….!“

„Und das Obst und Gemüse muss ganz klein gemixt werden, Hunde vertragen das sonst nicht!“ *

Ich werfe an dieser Stelle einfach mal ein, dass ich das unbedingt befürworte… Damals als ich in Russland lebte, erlebte ich ja viele Strassenhunde und jaaa absolut…. Sie hatten doch immer einen Mixer dabei…. falls sie mal Äpfel finden, Kontakt zum Ernährungsberater sowieso… Und und und…
Mein Beitrag scheint irgendwie nicht so richtig anzukommen…. Nach zwei Minuten kann ich weder den Beitrag, noch die Hundegruppe sehen…. Da hat mich wohl aus Versehen jemand gelöscht….
Schade, ich werde wohl nie erfahren, was Corinna nun füttern wird und…. Ich hätte ihr soooo gerne noch gesagt, dass meine Hunde einfach so mit Essensresten stolze 24 und 17 Jahre alt wurden….

Und wer sich fragt, was ich heute füttere: Alles!
Trockenfutter, Dosenfutter, selbst gekocht, Reste und Obst und Gemüse…. Selbstverständlich Püree…. 😌

*1 Dieser Dialog ist rein fiktiv und dient der Veranschaulichung der Realität *

In diesem Sinne… Augen auf beim Futterkauf! 😊💕

31 Kommentare zu „Du bist was du isst…

  1. Oh mann Barfing soll ja auch nicht gut sein. Wir hatten immer Hunde die kein Obst etc wollten 😉 aber ich muss ehrlich zugeben…als ich das letzte Mal wieder mal darüber nachdachte mir einen Hund zu zu legen ging mit genau diese Frage durch den Kopf…was würde ich füttern.

    1. Obst mögen die meisten erwachsenen Hunde leider nicht, bei mir isst es auch nur die Jüngste, die schaufelt (noch) alles rein. 😊
      Einfach ausgewogen, von allem was füttern, dann passt das schon.

  2. 😂
    Auch schon alles so ähnlich gelesen.
    Was die Industrienahrung angeht, sollte man schon aufpassen.
    ‚Mein Hund bekommt nur das Beste vom Besten! Er wird mit Sicherheit 20 Jahre alt oder älter und kommt in Guiness Buch der Rekorde. 🤣‘ *scherz*
    Hehe 😂
    Er bekommt auch eine Mischung von allem. Eben auch mal was vom Tisch, denn da weiß ich was drin ist. Er wird auch mal verwöhnt und sieht dann aus wie eine kleine dicke Wurst auf 4 Beinen. 😅
    Das wird aber schnell wieder antrainiert und Diät gemacht. 😂
    Und es gibt auch keine feste Zeiten nach Uhrzeit, denn in der Wildnis rennt das Wild ja auch auch nicht exakt 18 Uhr an der Wolfsnase vorbei. 😄

  3. Na ja das sollte jeder so machen, wie er es für richtig hält. Wie @Lesenbiene schon geschrieben hatte, 100 Menschen, 150 Meinungen.

    Wenn sich jemand sehr unsicher ist, sollte er einen Tierarzt/Tierärztin fragen. Facebook ist da bestimmt kein Ratgeber.

    1. Würde mich davon auch nicht beeinflussen lassen, aber die Kommentare sind mitunter schon amüsant zu lesen.
      Josy hat heute mal wieder Katzenfutter gefressen, sie hat ja so Tage, wo sie einfach gar nicht mehr fressen will, dann ist das noch eines der wenigen Dinge die sie mag.

  4. servus ihr lieben Tierfreunde
    Ich habe zwar keinen Hund (hatte früher einen Dackelmischling) …
    aber zwei wohlerzogene Miauzen (Freigänger)… nicht was das Futter anbelangt
    der Kater bevorzugt Trockenfutter … eine Mischung von Sanabelle plus Hähnchenfleisch pur
    die Katzenlady am liebsten nur Hähnchenschenkel /Herzen/Magen – abgekocht —
    und zweimal die Woche rohes Fleisch bei beiden ..Hähnchenflügel zum knabbern
    die Mühe mache ich mir bei meinen Lieblingen allemal –
    sie holen sich in der freien Natur ihre lebensnotwendigen Nährstoffe
    von erjagten Mäusen-Käfern-Insekten und Vögeln – wobei Vögel nur für ihren Spieltrieb gefangen werden
    … rette schon mal des öfteren ein Vögelchen aus den Tatzen meine Mauzen
    lieb grüß …. die zuzaly

    1. apropos DOSENFUTTER … das rühren sie nicht an … einmal daran geschnuppert … das war’s dann 😀

  5. Das sollte jeder machen, wie er es für richtig hält. Der Hund wird dir schon irgendwie zu verstehen geben, was er gerne mag und was nicht. Querbbett ist immer gut. Wir Menschen essen doch auch nur, was uns schmeckt. Und wer viel fragt, bekommt viele Antworten. Also Erfahrung sammeln und den Hund, Hund sein lassen. 🙂

    Liebe Grüße Piri

    1. Genau so Piri ♥ Der eine mag dies, der andere das und viele Hunde sind inzwischen auch allergisch auf viele Nahrungsmittel.
      Das Bild ist ja zuckersüß 💕

  6. Da war sie wieder, die Gretchenfrage 😉 Für mich ganz klar: So natürlich und artgerecht wie möglich, aber es muss auch gerne gefressen und vor allem vertragen werden. Für die Zwerge heißt das seit Jahren, hochwertiges Nassfutter. Hoher Fleischanteil, kein Cassia Cum (davon bekommen sie Durchfall etc.). Dazu Natursnacks, möglichst ohne Zusätze, auch bei Leckerli. Trockenfutter rühren sie nicht an. Barfen klappt mit Diego nicht mehr, da er vieles einfach nicht mehr fressen mag. Dafür lieben sie zwischendurch gewolftes Rind, ab und an mal ein kleines rohes Hühnerbein oder dicke Knochen mit bissel Fleisch dran zum Abnagen^^

    1. Barf mögen meine komischerweise alle nicht. Trockenfutter nehmen die alten Damen nicht mehr so gerne. Allgemein kann ich sagen, selbst gekocht geht immer am besten rein. Beim Mürmel muss ich eben immer gut schauen, sie ist ja gegen viele Sachen allergisch, besonders gegen die meisten Fleischsorten.

      1. Wenn denn noch Allergien bzw. Unverträglichkeiten dazu kommen wird es natürlich um einiges schwieriger. Gewolftes fressen meine sehr gerne. Aber dauerhaft könnt ich sie nicht mehr barfen. Wir haben uns auf gutes Nassfutter geeinigt 🙂 Selbst gekocht – da streikt Kayla 😛 Trockenfutter würde ich von mir aus nicht anbieten. Das ist wirklich nur der Faulheit der Menschen geschuldet 😉 Klar, im Tierschutz ist alles erlaubt – da geht es darum die Tiere satt zu bekommen. Aber als Privatperson hab ich da echt Magenschmerzen. Wenn Hund oder Miez nu wirklich nur TroFu will, bitte, gibt s das eben 🙂 Trotzdem würde ich es erstmal anders anbieten. Kayla wurde auf ihrer PS mit schlimmem TroFu und bissel Gurke/ Möhre drüber einmal täglich gefüttert. Pflegefrauchen ist gar nicht angetan von Barf oder NaFu. Hier hat sie es sofort bekommen, gerne gefressen, super vertragen und rührt seitdem kein TroFu mehr an 😛

        1. Das kommt immer drauf an, wenn man vier oder noch mehr große Hunde hat, ist das schon auch eine finanzielle Frage und ich weiß gar nicht wieviele Dosen ich da abschleppen müsste… Gerade für Anežka da muss ich ja spezielle Sorten haben. Ich denke eine gute Mischung aus allem ist schon nicht verkehrt.

          1. Da sind wir wieder bei der Frage: Wie viele Tiere kann ich mir leisten..? Für mich geht ganz klar Qualität vor Quantität. Meine Zwerge kann ich so mit allem versorgen was sie brauchen. Mir würd es im Traum nicht einfallen mit einmal TroFu zu füttern, nur weil ich mehr Hunde habe 😀 Preislich gibt es nun wirklich gutes NaFu für jedes Budget 🙂 Wie schon geschrieben, für mich gilt bei der Fütterung: So natürlich und artgerecht wie möglich. TroFu wäre wirklich nur die letzte Wahl, wenn Hund oder Miez nichts anderes möchte oder eben auch verträgt^^

              1. Das seh ich nun wieder ganz anders, also was die Anzahl der Tiere angeht. Dabei spreche ich nicht von Dir! 😀 Warum aber muss ich mir unzählige Tiere holen, wenn ich selbst kaum weiß wie ich über die Runden kommen soll…? Wenn ich mir kaum das billigste Futter für sie leisten kann? Geschweige denn Geld für den Tierarzt habe?? Da kenn ich leider genug Beispiele und am Ende sind es immer die Tiere die darunter leiden müssen 😦

                1. Damit hast du nicht Unrecht und ich fühle mich auch nicht angesprochen. Wir hatten bereits soooooo viele Tierarztkosten, da braucht man schon eine gutes Polster und ein gutes Gewissen habe ich auch, meine Hunde sind doch fast alle überdurchschnittlich alt geworden und das, obwohl sie ab und zu Trofu bekommen… 😌
                  Für mich persönlich gibt es auch eine Grenze für die Anzahl der Tiere, die definiere ich allerdings nicht finanziell, sondern mit Zeit! Für mich das Wichtigste jedem Hund ganz speziell SEINEN persönlichen Bedürfnissen gerecht werden zu können, für JEDEN auch einzeln noch Zeit zu haben. Hätte ich also kein Zeitfenster mehr frei gehabt um einen jungen Hund zusätzlich und extra zu erziehen und zu beschäftigen, hätte es keinen jungen Hund zusätzlich gegeben.
                  Und natürlich… Werde ich ja leider auch langsam etwas älter, von daher kämen vier, fünf Hunde wie früher, heute für mich nicht mehr in Frage.

                  1. Wenn ich könnte, würde ich Hermanns Bio-Futter füttern 😀 Das würde dann aber wirklich meine Finanzen bei zwei Hunden übersteigen 😀 Wir haben uns in den letzten Jahren durchgetestet was sie gerne mögen und vertragen, sind bei Animonda und Mac’s hängen geblieben. Fahren wir an den See oder sind zu Besuch, gibt s von Pedigree Vital diese 100 Gramm Beutelchen. Nicht, dass ich Pedigree für gutes Futter halte, aber Kayla steht extrem drauf und wenn wir nicht zu Hause sind, frisst sie oft nur sehr mäkelig bis gar nicht. Damit klappt s aber gut. Für mich spielt da definitiv beides eine Rolle – Geld und Zeit. Zwei Hunde habe ich nur, weil mein Mann gut verdient und wir Diego und uns so die Freude machen konnten, Kayla zu holen. Für Shaman habe ich ein Polster für den Notfall, wird es so mal eng, würde meine Mama einspringen. Eigentlich bleibt mir von meinem Geld am Ende so gut wie nix übrig, weil alles für die Fellnasen drauf geht 😀 Da sich das Glück mit den Fellnasen aber nicht mit Geld aufwiegen lässt, ist das auch völlig in Ordnung so 🙂

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