Die wilden Jahre…

Wenn Du ein Kind der 80er oder 90er bist… Kannst Du jetzt weiter an Deiner Konsole spielen…

By Pixabay

„Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit Dir zu tun … Verschwinde!
Kinder von heute werden in Watte gepackt …“

Geholfen hat alles
Eine Kindheitserinnerung

Wenn Du als Kind in den 50er, 60er oder 70 Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!

  • Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
  • Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium.
  • Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, … genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
  • Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.
  • Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
  • Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.
  • Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
  • Wir verließen morgens das Haus zum spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
  • Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“. Kannst Du Dich noch an „Unfälle“ erinnern?
  • Wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht.
  • Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick.
  • Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher.
  • Wir hatten Freunde. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns … Wie war das nur möglich?
  • Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.
  • Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
  • Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
  • Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.
Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit all dem wussten wir umzugehen.
Und Du gehörst auch dazu. Herzlichen Glückwunsch!

Verfasser unbekannt
Im Internet gelesen / u.a. Uni Magdeburg und für gut befunden 👍

Schönen Sonntag euch 😊

23 Kommentare zu „Die wilden Jahre…

  1. Oh ja, so sind wir groß geworden. Wir verabredeten uns am Montag für den Sonnabend und kamen dann auch und das ohne Handy. Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen.

    1. Du armes Kind 😁 Ich habe als Kind sogar Würmer und Schnecken über die Strasse getragen, damit sie nicht überfahren werden… Obwohl da vielleicht jeden Tag zwei Autos fuhren 😌

  2. So kenne ich es auch! Wobei ich glaube, dass meine ca. 15 Jahre jüngeren Geschwister die meisten dieser Punkte tatsächlich auch noch kennen – einfach, weil es bei uns in der Familie so üblich war.

  3. Kenne ich auch noch so!
    Ergänzung:
    Wir haben mit Zündplätzchenpistolen (Geschenk der Eltern!) auf der Straße rumgeballert, ohne dass ein SEK oder Kriseninterventionsteam des Jugendamtes angerückt ist.
    Es gab Amerikaner, Negerküsse und Zigeunerschnitzel.
    Es gab unbestritten und definitiv nur zwei Geschlechter, die sich irgendwie und irgendwann für einander interessiert haben!

    1. Nun zu meiner Zeit hat sich -glücklicherweise – auch schon das gleiche Geschlecht für einander interessiert 😊
      Zündplättchen Pistolen kenne ich auch noch, die Rollen konnte man auch mit Steinen zum „explodieren“ bringen, gestunken hat das Zeug.
      Amerikaner habe ich erst gestern gegessen und… Komisch Negerküsse mochte ich noch nie 😚

  4. Ich dachte am Anfang du schreibst über die PRIL Blümchen. 😉
    Stell dir vor, heute würde das Fernseheprogramm erst um 16.00 Uhr losgehen, jedenfalls die Woche über.
    Es gab damals auch öffentliche Toiletten und keine Dixis.
    Musikkonzerte kosteten unter 20 Mark und ein 2 Pfund Brot 2 Mark. Zigaretten gab es für 3 Mark und flippern war das Größte. Weihnachtszeit war im Dezember und nicht ab September. Tante Emma hatte ihren Laden noch und es gab Brause Stangen für 2 Pfennige. Jede Familie hatte nur ein Auto und das Benzin gab es für unter einer Mark.

    1. Nun ja, würde auch passen, Pril Blumen passen ja perfekt in die Zeit.
      Wir hatten seinerzeit weder ein Auto, noch einen Fernseher und mich persönlich würde es auch heute nicht stören, wenn das Programm erst am Abend beginnt. 😊

  5. Die Pril Blumen sahen aber anders aus, kann mich noch erinnern, weil in der Küche meiner Eltern der Fliesenspiegel rund um die Spüle damit dekoriert war. TV hatten meine Eltern seit etwa 57 / 58. Hat mich aber wenig interessiert.

    1. Ich hatte nie Prilblumen, kann mich auch nicht mehr so gut daran erinnern. Aber… Ich kenne Leute, die kleben sich die Dinger heute wieder in die Küche… Vielleicht ist ja doch noch was zu retten von der alten Zeit 😂

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