Der Baum… 🌳

Im Morgengrauen
Im Abendrot
So oft ich schau
Der Baum ist tot

Wie oft fand ich hier meine Ruh‘
Ein Dach von Blättern hörte zu

So viele Jahre am Kanal
So stolz, erhaben
War einmal

Mir tut es in der Seele weh
Wenn ich hier meines Weges geh‘

Sein Anblick ist ein stummer Schrei
Doch achtlos gehen sie vorbei

Die Menschen, die lang Herz verloren
Musik vom Handy auf den Ohren

Kein Blick fällt auf den müden Ast
Der Mensch vergisst, er ist nur Gast

So stirbt er leise vor sich hin
Ein stummer Schrei ganz ohne Sinn….
©by JanJan

By JanJan

Nie wieder…

Eeeeendlich fertig für heute, der letzte Termin war geschafft und Natascha möchte einfach nur noch schnell nach Hause. Das Wochenende steht vor der Tür, gut gelaunt steigt sie in ihr Auto. Der Feierabendverkehr schleppt sich mal wieder zäh und schleppend durch die Innenstadt, dazu diese Schwüle, langsam schwindet das gute Gefühl, eine Genervtheit macht sich breit, ihre Schläfen beginnen zu pochen.

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Ja ist denn schon wieder… 

….Weihnachten??? 

Es ist Samstag, Sommer, Sonne, Wochenende… Ich plane reiten zu gehen oder zum boxen… So ganz sicher ist das nicht. Sicher ist nur, ich habe noch zwei Stunden Zeit… Leerlauf… So was kann ich nicht ab. 

Ich bin auf dem Hof meiner imaginären Mutter, die heute gerne mitgehen will und zusehen. 

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​Hunde – Runden – Kuriositäten…. 7

Unterwegs mit Sharai 

by JanJan

Fall 7: voll gefleckt…. 

Ich laufe schön gemütlich und entspannt mit Sharai am Kanal entlang, vielleicht 20 Meter (Frauen Schätzung!!!) vor uns läuft Aaron (auch ein Dalmatiner) mit seinem Herrchen ebenfalls voll entspannt. Von der Gegenseite nährt sich ein Paar mit schwarzem Labrador, die Frau drängt den Hund zur Seite, versucht krampfhaft ihn zum Sitzen zu bewegen, ziemlich aussichtslos, der Hund reißt sie fast von den Füßen. Aaron geht ruhig vorbei…. 

Als wir vorbei kommen, bellt und springt der Labrador wie blöde, die Frau wird langsam wütend, fährt ihren Mann an, der einfach nur unbeteiligt daneben steht… Männer typisch eben 😁

Jetzt tu doch mal was!“ 

Und er darauf so furztrocken 

Hab gleich gesagt wir nehmen einen Dalmatiner…“ 

Ich musste ja aufpassen, dass ich nicht anfing laut zu lachen 😂 Dachte so bei mir… Kannst dir das Baby Pünktchen mal ausleihen 😌

​Von Selbstzweifeln und Vertrauen… 

Ich weiß nicht, wie es euch so geht, aber ich persönlich schlage mich oft mit Selbstzweifeln rum, der Frage: „Kann ich das?“ Oftmals traue ich mir selbst sehr wenig zu, selbst bei Sachen, die ich seit vielen Jahren (gut) mache, oft mache, sehr erfahren bin und oft sogar Dinge, die meinen Job oder dessen Kenntnisse betreffen. Auch dann immer wieder diese Frage: „Kann ich das überhaupt? Schaffe ich das wirklich?“ 

Was hilft mir wirklich solche Situationen zu meistern? Sagen zu können: „Ja klar, ich kann das!“ 

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Immer dieser Mittwoch… 

Es ist wieder Mittwoch, DIESER Mittwoch und wie jeden ersten Mittwoch im Monat gehe ich zur Bücherei um mir die neueste Werke auszuleihen. Keine große Sache, ein Buch zum Zeitvertreib auf Reisen, so wie ich es seit Jahren praktiziere, nichts ahnend, dass ich dieses Mal sogar den Staatsschutz auf den Plan rufe… 

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Der kleine Hund… 

Der kleine Hund am Straßenrand,
die Sonne fast sein Fell verbrannt 

Versteht die kleine Welt nicht mehr, 
geliebte Menschen brachten ihn hierher 

Ganz aufgeregt war er vor Freude 
bestimmt ein neues Spiel kam heute 

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Menschen… 

Ein kleines Mädchen, fad und blaß,
sie schleicht sich an das letzte Faß 

Das letzte Wasser rauszupressen,
vom Durst ist sie schon ganz zerfressen 

Hat kaum noch Kraft, um recht zu stehen 
die Augen hoffnungslos aussehen 

Da kommt der Sheriff wutentbrannt, 
schlägt ganz schnell weg die kleine Hand 

Ein Gauner sei sie und ein Dieb 
verpasst ihr gleich den nächsten Hieb

Jaaaa er ist für seinen Job geboren, 
doch Menschlichkeit schon lang verloren 

Das Kind schleppt sich in’s Abendrot, 
und nach zwei Tagen war sie tot… 

©by JanJan 

by Pixabay

Dieses Gedicht KANN man wörtlich nehmen, MUSS man aber nicht, denn es erlaubt durchaus Interpretation. 

Im Grunde stehen diese Zeilen für alle Menschen, die auf irgendeine Weise zum Opfer wurden und anstatt Hilfe zu bekommen von der Obrigkeit nochmals zum Opfer gemacht werden! 

HILFLOS… ALLEIN GELASSEN… 👤

abc.etüden, die 11te… 

Erneut bin ich der Einladung von Textstaub gefolgt.

Drei Worte, zehn Sätze, eine „Kürzestgeschichte“…

Die Wortspende stammt diese Woche von der Autorin Melanie Coupar. 

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Ihr Lächeln war teuflisch, wie sie genüßlich an ihrem Champagner nippte, ein Tropfen sich langsam über ihre verführerischen, rot geschminkten Lippen schlengelte. Mit dem letzten Bissen der köstlichen Meeresfrüchte wanderte auch dieser in ihren Mund. 

In ihrer Phantasie lag Julia bereits am Pool ihrer Villa in Kalifornien, nein, sie würde sicher keine Probleme haben das anstehende Millionenerbe zu genießen. 

Ihr Plan war hervorragend, innerlich beglückwünschte sie sich bereits selbst, es würde kein Urteil geben. Ein alter geiziger Mann war einfach gestorben, das Gift war nicht nachzuweisen. Für sie als Apothekerin ein leichtes Spiel. Wie sie es hasste, der ewige Mief von Bottrop’s Vorstadt, eine Frau wie sie verdiente Partys, schöne Kleider, eine Villa am Meer…. 

Der letzte Schluck war genommen, die Hängematte schaukelte sanft im Takt ihrer Liebeskugeln, als ihr heiß und heißer wurde. Ein letzter Blick auf ihr Glas, die Markierung erkennend und die Gewissheit, es war zu spät. 

Der Tod schloß sie fest in die Arme, während Ricardo entspannt am Fenster stand mit einem zufriedenen Lächeln…. 

Bild by Textstaub

abc.etüden die 10te….

Textstaub hat erneut eingeladen eine „Kürzestgeschichte“ aus drei vorgegebenen Wörtern zu verfassen.
Spenderin der Worte war dieses Mal Westendstorie.

Völlig benommen erwachte sie im fahlen Licht des Mondes. Suchend schaute sie sich um. Wo war sie, was war passiert?  

Noch immer trug sie ihr wunderschönes, wallendes, schneeweißes Gewand, welches im Licht der Nacht doch fliederfarben schien. Der schönste Tag ihres Lebens sollte es werden… 

Wo war Daniel, IHR Daniel?  Der EINE und einzige mit dem sie stets in’s Land der Phantasie entfliehen konnte, mit dem sie Luftschlösser baute oder sich spontan zum Sternenwandern traf…. 

Bereit alles für ihn aufzugeben, ihm bis an’s Ende der Welt zu folgen. 

Bruchstücke der Erinnerung fraßen sich durch ihre schweren Gedankengänge und wie ein Hall klang noch immer dieser eine verhängnisvolle Satz ihrer Mutter in ihren Ohren, der ihr Leben zerstörte: „Nein Melanie, du darfst ihn nicht heiraten, er ist dein Bruder….“ 

Bild by Textstaub