Zusammenleben mit einem Autisten…

Tipps für Partner / Eltern / Freunde

*Bei Gesprächen und Fragen darauf achten, Pausen zum denken und antworten einzuplanen, damit kein Redefluss entsteht, dem man nicht mehr folgen kann

*Bei mehreren Personen möglichst nicht durcheinander reden

*Festgelegte Pläne nicht plötzlich und kurzfristig ändern

*Eine strukturierte klare Umgebung schaffen

*Bei Gesprächen möglichst Störfaktoren vermeiden (für mich sind das zum Beispiel grelle oder flackernde Lampen, Hintergrundgeräusche -für mich zählt dazu auch Musik, nicht dass ich Musik nicht mag, aber eben NUR Musik, nicht bei Gesprächen im Hintergrund)

*Autisten haben oft eine ganz besondere Beziehung zu Tieren, sie geben Sicherheit, fördern Sprache und Motorik

*Gerade in Stresssituationen Sätze möglichst kurz und klar ausdrücken

*Viele Autisten haben Probleme sich verbale „Anweisungen“ zu merken, eine schriftliche Liste mit wichtigen Dingen ist hilfreich

*Überraschende Besucher und Menschenmassen möglichst meiden

*Rückzug und den Wunsch des Alleinseins akzeptieren

*Bitte beim reden nicht schreien… (Darauf reagiere ICH mit völliger Vermeidung)

*Keine zu große Erwartungshaltung haben, gerade was Gefühle betrifft, die ein Autist bei euch vielleicht einfach nicht erkennen kann. Besser ganz klar sagen, wie oder was ihr fühlt. Auch dann angebracht, wenn euch die ehrliche, direkte Meinung mal wieder überfahren, vielleicht auch verletzt hat

*Gut strukturierte und routinierte Tagespläne geben Sicherheit

*Bitte keine Berührungen, Umarmungen oder Küsschen erzwingen, es gibt wirklich Momente, wo dies nicht nur unangenehm ist, sondern richtig weh tut!

*Für genügend Ruhephasen zwischen Ereignissen sorgen und passende Rückzugsorte anbieten

*Höflichkeit, Gelassenheit und Ruhe vorleben und sich (möglichst) an gegebene Versprechen halten

An dieser Stelle noch ein kleiner Tipp zur Organisation. Wem es schwer fällt die täglichen Abläufe gut zu organisieren, versucht doch mal das Projekt „Alltag als Perlenkette“ von ASPERGER-WAHRNEHMUNG, finde ich persönlich an stressigen Tagen sehr hilfreich. Zum einen kann man Perle für Perle „abarbeiten“, zum anderen, finde ICH, eine gute Motivation langsam Stück für Stück das Ende zu sehen…
Die Seite bietet auch sonst viele interessante Themen und Informationen, für Angehörige vielleicht sehr hilfreich manche Dinge besser zu verstehen.

Wie immer, sind diese Tipps aus meiner ganz persönlichen Sicht, welche ich als hilfreich empfinde.

by JanJan
by JanJan

Vielleicht hilft es dem einen oder anderen Angehörigen, damit sich Autisten und vor allem die Zwerge wenigstens innerhalb der Familie wohl fühlen.

Autismus-Bullshitbingo

Ein sehr schöner Beitrag mit tollem Titel, der im Grunde schon alles wesentliche aussagt… die bekannten Klischee’s zum Thema, wie sie wohl viele Autisten zur Genüge kennen.
Ich lade also mal zum Bingo ein, mitspielen darf jeder… ganz besonders die Menschen, von denen ich schon des Öfteren den Satz „Oh… DAS habe ich auch!“ gehört habe und zwar bei allem möglichen Störungen und Krankheiten über welche ich jemals berichtet habe…. 😉
Danke an Forscher für den Beitrag.

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Alleinsein ist toll.

Einen guten Sonntagmorgen wünsche, draussen ist es heiß und viel zu hell, darum verlagere ich meinen Standort mal lieber vor meine Klimaanlage. 🙂

by Pixabay
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Heute möchte ich mal einen Beitrag der Hobbithexe mit euch teilen, der im Grunde ganz genau meine Gedanken wiederspiegelt, von daher war ich sehr überrascht dies zu lesen. Der Beitrag könnte -fast- von mir sein und bietet einen guten Einblick.
Besonders interessant finde ich diese Aussage:
„Einsam fühle ich mich im Alleinsein nie. Einsam fühle ich mich, wenn ich zu viel unter Menschen bin. …“ Weil sie 100% genau den Punkt trifft!
Und auch, was das Thema MANN betrifft stimmen wir da wohl total überein, denn auch mein Mann ist ja DER Mensch, dessen Anwesenheit mich eben nicht stört und mit dem ich gut zusammenleben kann.
Vielen Dank für’s rebloggen dürfen Hobbithexe. 🙂

Hobbithexe

Wirklich, ich bin total gerne allein! Ich brauche keine Menschen um mich herum, keine Gesellschaft. Ich kann wochenlang ganz alleine sein und mit niemandem sprechen, ohne irgendwas zu vermissen. Während meines Bachelorstudiums in meinem Einzelappartement im Studentenwohnheim hatte ich solche Phasen in den Semesterferien immer wieder, und ich habe sie sehr genossen. Meine Tagesabläufe waren wunderbar routiniert und nichts und niemand hat irgendwas durcheinander gebracht. Ich genieße es, ganz in meinem eigenen Rhythmus zu sein und mich nur nach mir zu richten. Je mehr ich in diesen Rhythmus hineinfinde, umso störender sind Einflüsse von außen und umso genussvoller ist das Alleinsein für mich. Ich könnte wunderbar irgendwo fernab der Zivilisation als Selbstversorgerin leben und wäre glücklich. Dazu müsste ich natürlich wissen, wie man so ein Selbstversorgerleben konkret angeht, aber es zu führen wäre auf jeden Fall fabelhaft und ich hätte immer was Sinnvolles zu tun. Einfach so vor mich hin…

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Tja… DAS soll vorkommen…

Ich liebe ja geistreiche Kommentare!
Wenn Menschen mich ansprechen und bemerken: SIE sind Autist?? Aber SIE können ja sprechen…!?!

Jaaaaa Wunder gibt’s manchmal,… Also, wenn Autist Lust hat… Und das Gespräch für sinnvoll erachtet… Sprechen KANN er schon… Stimmbänder sind ja vorhanden! 😉

Und so als Tipp: Menschen mit Depressionen können auch lachen… Manchmal so ein bisschen… 😉

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by Pixabay

Das Gefühl des Daseins…

Dieses Gefühl, welches mir ja oft fehlt, empfinde ich ganz besonders im Wald, eine seltene Harmonie in mir selbst.
In der Stille und Abgeschiedenheit sind viele Dinge möglich, welche ich Zuhause oder sonst wo nicht hinbekomme. Ernsthafte Gespräche die Konzentration erfordern zum Beispiel, wenn es um wichtige Dinge geht, etwas, was mir auf der Seele brennt, aber nicht sortiert aus meinem Kopf kommen will, Gedanken, welche sich einfach nicht ordnen lassen.

by Pixabay
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Es gibt viele Beispiele für solche Situationen. Auch bei größter Anstrengung gelingt es mir manchmal einfach nicht einen klaren Gedanken bis zum Ende zu schaffen, im Gegenteil, desto mehr ich mich anstrenge, desto mehr klare Strukturen im Kopf gehen verloren. Das macht es mitunter schwierig Entscheidung zu treffen, die gerade wichtig sind, der Kopf gleicht einer stillgelegten Fabrik…

Doch was macht den Unterschied?  Warum gelingt es in der Abgeschiedenheit des Waldes besser?
Weil störende Aussenreize fehlen?!  Kein Lärm, keine Bilder, die ablenken, keine ekeligen Gerüche, kein ständiges Aufpassen nicht in Menschenmassen zu laufen…
Okay all das, diese ruhige Atmosphäre kann ich mir natürlich auch zu Hause schaffen und trotzdem… Es ist ANDERS…

Der Wald ist und bleibt etwas Besonderes… sogar etwas mystisches… Ein Ort der Ruhe, der Harmonie, der Entspannung, ein Ort des sich öffnen‘s und manchmal… Auch ein Ort für Gespräche….

Damit wünsche ich euch einen schönen Sonntag… vielleicht im Wald ❤

Immer druff…

Ja klar…
Immer noch mal druff…

So könnte das Motto meines heutigen Tages sein…

Meine bescheuerten Termine machten mir zu schaffen.
Erstmal die ganze Nacht nicht schlafen können, einerseits wegen des bevorstehenden ungeplanten Ablaufs, anderseits plagte mich förmlich der Wunsch mich tot zu kratzen… GRAUENHAFT! Dreimal kalt duschen gewesen, mein Rücken sah aus wie nach einem Brandanschlag….

Hatte ich schon erwähnt, dass Holland ein beschissenes Land ist… Jaaa bestimmt… Jedenfalls kann man hier nicht einfach zum Arzt gehen ohne Termin, würde ja die beknackte Gesellschaft durcheinander bringen… und vor allem die 10-Minuten-Takt-Massenabfertigung!
Also um 8.00 Uhr gleich angerufen, Termin für 11.00 Uhr bekommen, wohl aus Mitleid, weil ich ja reisend bin…

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Das Gefühl von ANDERS sein… Teil2

Auch der nächste Morgen beginnt wie üblich, aber heute müssen wir in die Stadt einige Dinge besorgen. Ich weiß es seit Tagen, habe alles durchgeplant und konnte trotzdem nicht schlafen. Ich freue mich darauf ja, aber jedes mal ist es wieder eine Überwindung, ein Kampf bei dem ich nicht weiß, wie lange ich durchhalte und im letzten Moment möchte ich am liebsten immer einfach absagen.  Es passiert sehr sehr selten, dass ich mich überhaupt überwinden kann unter Menschen zu gehen. Die Stadt ist laut, es stresst mich, die vielen Menschen… Bereits nach einem Geschäft habe ich das Gefühl schon drei Tage unterwegs zu sein, bin völlig erschöpft. Nach dem zweiten Geschäft fange ich schon wieder an innerlich abzuschalten, es wird zu viel. Mann fragt, sollen wir noch dies und das und da noch schauen… Ich denke warum merkt er nicht, dass es reicht? Alle Sinne sind überfordert, die Reize einfach zu viel, ich verspüre den Wunsch mich einfach auf den Seitenstreifen der Strasse zu legen und nichts mehr mitzukriegen. Tapfer kämpfe ich mich durch, bis es endlich vorbei ist. Nein, ein Spass ist es auch für meinen Mann nicht, mit mir irgendwo hinzugehen… Hunger ja… Restaurant nein… Auch das überfordert meine Sinne, Gespräche von allen Seiten, Geklappere von Geschirr…
Ich bin ablenkt von vielen kleinen Dinge, welche mir die Konzentration rauben, sobald es zu voll oder zu laut wird, muss ich gehen.

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Das Gefühl von ANDERS sein… Teil 1

Heute gebe ich euch mal einen kleinen Einblick in eine für viele Menschen so unverständliche und fremde Gefühlswelt des ANDERSSEINS.

Was für die meisten Menschen ganz normale, einfache Dinge des Alltäglichen sind, kosten andere Menschen unglaubliche Anstrengungen und Überwindung.

Das ganze könnte ich rein wissenschaftlich niederschreiben, mit die Symptome sind bla bla bla, die Behandlung bla bla bla… aber DAS kann man überall im Netz nachlesen. 😉

Ich beschreibe euch heute mal so ein ganz klein wenig den alltäglichen Kampf eines Asperger – Autisten, welcher auf den ersten Blick ganz normal auf Menschen wirkt, auf den zweiten Blick vielleicht etwas schrullig, aber was sich wirklich im Inneren abspielt, sieht leider niemand.
Stellt euch die Situationen einfach vor:

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