Vollzeitautist.

Der Beitrag spricht mir aus der Seele, danke dafür, fast in allem kann ich mich wiederfinden. Ich würde gerne einiges machen, schaffe es aber einfach nicht, weil ich es nicht aushalten kann. Einkaufen, ein Horror, allein schon durch die ständige Hintergrundmusik bin ich völlig überfordert, dazu die Menschen. Auto fahren, klar, mache ich EIGENTLICH sehr gerne… So lange ich mal alleine auf der Strasse bin. Ein Telefonat führen, einfach mal im Restaurant sitzen und das genießen können… Behördengänge.. Keine Ahnung wieviele Anläufe ich dafür jedes mal brauche… Fakt ist, ohne meinen Mann würde ich gar nichts auf die Reihe kriegen. Irgendwie ist nichts wirklich möglich. Und fühlt man sich dabei nicht auch noch jedes mal ein bisschen schuldig, dem Partner gegenüber, sich selbst gegenüber.. Mal wieder versagt zu haben?
Das einzige wofür ich wohl geeignet bin… Die einsame Waldhütte…
Und… All das ist so schrecklich ermüdend… Keine Energie mehr…

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Freitags halb 10…

…in Deutschland…

Okay war etwas später aber egal. 

Nach gut 1 1/2 Jahren Abstinenz beschloss ich am Freitag mal wieder die Bahn zu nehmen. Leider verpackte ich mich etwas und erwischte anstelle des ruhigen IC die proppevolle Enno. Ooookay waren nur drei kurze Stationen, lief trotzdem sehr bescheiden, quetschte mich irgendwo in eine freie Ecke und war kurz vor’m Overload. Nach 20 Minuten war der Spuk vorbei, aber ich dermaßen fertig, dass ich beschloss mir am Bahnhof ein Taxi zu nehmen zu meinem Termin, der Weg keine 3 Kilometer. 

Stieg in’s Taxi, der Muselmann voll angepisst: „Die Bushaltestelle ist schräg gegenüber…“ 

Fällt mir echt nichts mehr zu ein, außer vielleicht noch die absurde Aufschrift auf seinem Taxi: KRANKENFAHRTEN, PFLEGEDIENST

Gilt dann wohl nicht für überforderte Autisten. 

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So angemerkt,  Dienstleistung ist was anderes 😊

​Von Selbstzweifeln und Vertrauen… 

Ich weiß nicht, wie es euch so geht, aber ich persönlich schlage mich oft mit Selbstzweifeln rum, der Frage: „Kann ich das?“ Oftmals traue ich mir selbst sehr wenig zu, selbst bei Sachen, die ich seit vielen Jahren (gut) mache, oft mache, sehr erfahren bin und oft sogar Dinge, die meinen Job oder dessen Kenntnisse betreffen. Auch dann immer wieder diese Frage: „Kann ich das überhaupt? Schaffe ich das wirklich?“ 

Was hilft mir wirklich solche Situationen zu meistern? Sagen zu können: „Ja klar, ich kann das!“ 

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Heute schweigen wir!

Ein Tag vielleicht auch mal zum nachdenken…
Zum Beispiel warum es für -die meisten- Autisten soooo wichtig ist eine Ordnung und Struktur zu haben. Warum es einfach extrem wichtig ist, dass Dinge eben genau an ihrem festen Platz zu stehen haben und zwar ausgerichtet!
Es geht wirklich an die Substanz es immer und immer wieder erklären zu müssen.
Erwarte ich zu viel Verständnis? Vielleicht auch ja, aber zumindest wünsche ich mir ein BEGREIFEN der Situation, dass es eben genau SO sein muss und nicht anders!
Es tut mir auch leid, wenn ich NT’s damit nerve und sie das nicht nachvollziehen können, versuche ich auch zu verstehen, aber ich kann es leider nun mal nicht ändern…

innerwelt

An allen anderen Tagen sind wir laut, doch am heutigen Weltautismustag schweigen wir Autist*innen und Eltern autistischer Kinder, denn gerade am heutigen Tag wird uns wiedermal die Stimme genommen.

Organisationen wie Autism Speaksund nichtbehinderte Menschen, die für uns sprechen, sind am Weltautismustag besonders laut.

Oft vermitteln diese zudem ein Bild von Autismus, das weit entfernt von jenem ist, das Autist*innen von ihrem Autismus haben. Autismus wird als schweres Schicksal für die Familien dargestellt und eine möglichst vollständige „Heilung“ als das Ziel angesehen.

Fragt man Autist*innen, haben diese hingegen oft eine ganz andere Sichtweise. Sie wünschen sich zuallererst einmal Akzeptanz; und als Förderung dann Hilfen, um in der nicht-autistischen Welt zurechtzukommen.

Die für das Verständnis existentiell wichtige Innensicht können nur Autist*innen selbst vermitteln. Nonverbale Autist*innen und auch Kinder können oft nicht für sich selbst sprechen. Umso wichtiger ist es, dass andere Autist*innen, die dazu in der Lage sind, gehört werden.

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Selbstanalyse… 

Der Beitrag bzw der Kommentarverlauf bei Aspiemoom hat mich zu diesem Artikel inspiriert. 

Es geht um die Analyse des eigenen Verhaltens, Selbstreflektion etc… 

Bereits in meinem Beitrag „Gedankenbilder“ hatte ich ja darüber berichtet wie das Abspeichern von Gedanken anhand von Bildern bei mir funktioniert. 
So weit, so gut…  Dumm nur, wenn man die Bilder irgendwie nicht mehr zeitgemäß abrufen kann! 

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Doooch… SO geht das auch…! 

Geht es euch auch manchmal so? Da hat man eine Idee im Kopf, also so eine völlig unsinnige und möchte darüber eine Geschichte schreiben. Echt über ein Thema, das wirklich niemanden interessiert und die Geschichte dahinter im Grunde eigentlich nur peinlich ist… Zum Beispiel EINEN SCHLAGBAUM!

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Das kenne ich auch – Autismus verharmlost

Im Grunde kann ich das so unkommentiert stehen lassen…

Ich bin Autistin - Asperger-Syndrom bei Frauen

„Das geht mir genauso.“
„Ich kann Lärm auch nicht ertragen.“
„Mich stören die vielen Menschen auch.“
„Ich bin auch gerne alleine.“
„Ich mag grelle Farben auch nicht.“
„Ich bin auch geruchsempfindlich.“
„Ich verstehe Ironie auch nicht.“
„Ich telefoniere auch nicht gerne mit fremden Menschen.“
„Ich kann manche Berührungen auch nur schwer ertragen.“

Auchauchauch.

Immer wieder dieses Auch mit dem ich konfrontiert werde, wenn ich Menschen erläutere, was es für mich bedeutet, autistisch zu sein.
Was impliziert dieses Auch im Zusammenhang mit Situationen, in denen ich beschreibe, warum ich anders bin, was mein Anderssein beinhaltet?
Wollen mir die Auch-Sager mitteilen, dass ich gar nicht so anders bin, weil sie selber gleich empfinden?
Heben sie mit ihrem Auch mein Anderssein auf? Und wenn ja, aus welchem Grund? Geschieht das, weil sie mir damit sagen wollen, dass ich genauso bin wie sie beziehungsweise sie genauso sind wie ich…

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Gedankensalat… 

Sooo was gibt es neues??
Der beste aller Männer hat mich überrascht… Angenehm überrascht… Wir haben Anfang der Woche Schluss gemacht!  Also Schluss mit der Arbeit, zumindest bis nach Weihnachten, hat mich sehr gefreut.
Ich habe die Zeit eigentlich gut genutzt, das Wetter war genial, den Hunden angepasst ein bisschen laufen gewesen, ein wenig Inliner fahren, sehr viel mit dem Rad unterwegs gewesen und natürlich öfter geritten, habe es sehr genossen…. Abgesehen vom Laufen leider alles ohne Hund… 

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Kommunikation… 

Wer sagt, dass Autisten nicht der Kommunikation fähig sind? 

Ich rede doch…  (jaaa ist auch nur schreiben)… mit meinem Tablet… Okay, das ist nicht viel und momentan auch eher selten, aber ich bin gerade mal wieder in der kompletten Schweigephase, mir ist selbst schriftlich jedes Wort zu viel… Habe ich ja von Zeit zu Zeit… 
Also wirklich eher unfähig der Kommunikation… 

Schöne Zeit euch… 

Panik… 

Gestern traf ich mich mit Mona, einer Bekannten, zum Kinobesuch in einer kleinen Stadt. Ich parkte in der Nähe, ging zum Kino, wo sie auf mich wartete, wir waren etwas früh dran und so tranken wir noch was.
Langsam kamen mehr und mehr Leute, ich hatte schon etwas ein ungutes Gefühl und so blieb ich etwas abseits stehen, derweil Mona die Karten holen sollte.

Es wurde immer immer voller, der Lärm war unerträglich, ich hatte das Gefühl zu ersticken und so wich ich Meter um Meter zurück bis ich plötzlich draussen stand

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