Zoologischer Garten… Teil 1

Heute gibt es wieder einen Freizeittipp, dieses mal aus dem Zoo in Magdeburg.

by JanJan
by JanJan

Der rund 16 Hektar große Zoologische Garten Magdeburg wird jährlich von rund 340.000 Besuchern besucht. Er verfügt über eine Parklandschaft und einen großen Spielplatz für Kinder. 2015 lebten rund 1200 Tiere im Zoo, die zu über 190 Arten bzw. Rassen gehörten.
Der Zoo befindet sich im Stadtteil Neue Neustadt. Auf dem Gelände befindet sich außerdem noch ein Bistro, sowie ein ZooLaden am Eingang und ein Imbiss in der Anlage.

Besuchen kann man den Tiergarten 365 Tage im Jahr, täglich von 9-19.00 Uhr. Hunde, natürlich angeleint, sind (außer in den Tierhäusern) erlaubt.

Da ich mal wieder ziemlich viele Photos gemacht habe und diese auch erst noch sortieren und verkleinern muss, gibt es heute erst einmal eine kleine Auswahl.

Die ersten Tierchen über die ich gestolpert bin sind die süßen Erdmännchen. 🙂

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Irgendwie faszinieren mich diese kleinen Kerlchen ja immer wieder.

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Eine Anlage, wo ich besonders lange hängen geblieben bin, war die der Rothunde.

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Erst war ich enttäuscht, bin ziemlich früh dran gewesen… alle lagen zu schlafen, darum bin ich auf dem Rückweg extra noch mal vorbei gegangen und das hat sich gelohnt. Ich könnte stundenlang vor dem Gehege sitzen, die Tiere und vor allem ihr Sozialverhalten beobachten.

Der Rothund (Cuon alpinus) oder Asiatische Wildhund gehört zusammen mit dem Wolf  zu den großen, rudelbildenden Hetzjägern unter den Hunden.

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Es war einfach ein tolles Erlebnis zuzusehen, wie die Gruppe miteinander umgeht und als Rudel zusammen arbeitet. Momentan gibt es zwei Jungtiere, die offen gestanden ziemlich vorwitzig und rotzfrech sind und von den erwachsenen Tieren gleich in ihre Schranken gewiesen werden. Vor dem Gehege stand unter anderem ein Mann mit Hund und wer stand im Gehege zu knurren…? Genau das Jungtier 🙂

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Die Tiere sehen ziemlich süss aus, aber man sollte bedenken, sie jagen im Rudel Beutetiere, die weitaus größer sind, als sie selbst, da werden auch schon mal Hirsche erlegt. Man sollte sie also nicht unterschätzen. War auch gut zu beobachten, wie genau sie den Hund verfolgten und zwar geschlossen als Gruppe…

Was mich auch sehr beeindruckt hat, war ihre unglaubliche Sprungkraft, einfach aus dem Stand, sehr beeindruckend, da war man schon froh, dass der Zaun hoch genug war. Habe mal versucht diesen Eindruck einzufangen.

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Es gibt wohl unter den Hundeartigen keine Art, die sich an so unterschiedliche Lebensräume angepasst hat wie der Rothund. Rothunde leben in den kalten Wäldern Sibiriens, den kühlen Steppen der Mongolei, den Hochgebirgsgegenden des Himalaja, den Busch- und Bergwäldern Chinas und den feucht-heißen, tropischen Dschungeln Malaysias. Trotz des ausgedehnten Verbreitungsgebietes wird ihr Bestand nur noch auf 2500 Tiere geschätzt.
Rothunde leben in Rudeln von fünf bis 20 Tieren zusammen. Sie jagen gemeinschaftlich und können dadurch auch große Beutetiere überwältigen. Bei der Jagd fallen den Rudelmitgliedern unterschiedliche Aufgaben zu: Es gibt Späher, Treiber und Hetzer.

Sie haben eine Lebenserwartung von ca 15 Jahren.

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So, das war der erste Teil, mein erster und etwas ausführlicherer Bericht zu den wunderschönen Rothunden, weil sie eben sehr interessant finde… keine Angst beim Rest werde ich mich etwas kürzer fassen. 🙂

Trotzdem möchte ich ganz allgemein schon mal ein kurzes Fazit abgeben. Wenn ich diesen Zoo mit der Anlage meines letzten Besuches vergleiche, was damals der NaturZOO in Rheine war (ich berichtete darüber), hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Die Haltungsbedigungen der Tiere fand ich in Rheine um einiges besser! Nach meiner Meinung sind die Gehege in Magdeburg eindeutig zu klein, um den Tieren gerecht zu werden (soweit dies im Zoo eben überhaupt möglich ist).

Damit wünsche ich euch erst einmal einen schönen Sonntag. 🙂