Der Fall Heidi K

Der Fall Heidi K

Ein weiteres trauriges Kapitel der Justizirrtümer hat sein Ende gefunden.

Ich weiss nicht, ob sich noch jemand an den Fall Horst Arnold erinnert?

Zur Erinnerung: 2001 bezichtigte Heidi K. ihren Lehrerkollegen Horst Arnold sie während einer Pause vergewaltigt zu haben.
Der Sportlehrer wies diese Behauptung jedoch stets zurück, bekannte sich nicht schuldig und musste so die gesamte Strafe von 5 Jahren absitzen.
Erst nach seiner Haftentlassung kam seine Unschuld heraus. Heidi K. hatte sich „die Geschichte“ nur ausgedacht!

Das Leben von Horst A. war natürlich zerstört, wahrscheinlich kann sich auch kein Mensch vorstellen was für ein Gefühl das sein muss.
Er hatte alles verloren, seine Frau weg, keine Familie mehr, keinen Job, keine Perspektive. Ein gebrochener Mann, der nun von HartzIV in einer Sozialwohnung lebte.
Im Juli 2011 bestätigte das Landgericht Kassel seine Unschuld und sprach ihn frei.

Das tragische daran: Nur ein Jahr später starb Horst Arnold mit nur 53 Jahren, sein Herz blieb stehen, er fiel tot vom Fahrrad.

Nun endlich wurde die 48-jährige Heidi K zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt!

„Der psychiatrische Gutachter Norbert Leygraf hatte Heidi K. ein stark ausgeprägtes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Bestätigung sowie einen Mangel an Empathie bescheinigt. Eine Frau mit starker Ich-Bezogenheit, die immer im Mittelpunkt stehen will, nach Anerkennung giert und ihre Vita durch erfundene Geschichten aufwertet.

Abstruse Erzählungen
Würden ihre Märchen stimmen: Heidi K. wäre von allen Ehemännern misshandelt worden, hätte eine Fehlgeburt erlitten, eine Tochter bei einem Autounfall verloren, wäre an Krebs und einem Hirntumor erkrankt, wäre von einem Partner, ihr Kind auf dem Arm, die Treppe hinuntergeschubst worden. Ein Freund, mit dem sie einen Pornoring aufgedeckt hätte, wäre ermordet worden, und ein Verlobter wäre nach einem Kopfschuss im Einsatz gegen al-Qaida erst im Koma gelegen, von ihr gepflegt worden und dann gestorben.
„Eine histrionische Persönlichkeitsstörung erheblichen Ausmaßes“, attestierte Leygraf Heidi K. in seinem Gutachten – und darauf bezog sich Richterin Bunk immer wieder in ihrer Urteilsbegründung. Die Münchhausen-Geschichten seien Belege für diese Diagnose. Es hätte ein erfundener Lebensgefährte gereicht, sagte Bunk, aber bei Heidi K. habe er noch den Kopfschuss gebraucht. Als besonders „abenteuerlich“ schilderte die Richterin die Episode, wonach Heidi K. in der Schule vergiftet worden sein soll….“

Zitat Spiegel.de

Krank oder nicht krank, wer so etwas erfindet gehört weggeschlossen!
Nicht nur, dass das Leben zu Unrecht angeschuldigter Männer und ganzer Familien zerstört wird. Eine solche Lüge ist ein Schlag ins Gesicht jeder Frau, die wirklich vergewaltigt wurde und ohnehin mit ihrer Glaubwürdigkeit zu kämpfen hat!