Marc Dutroux bleibt hinter Gittern

Die belgische Justiz lehnte Antrag des Kindermörders Marc Dutroux auf Hausarrest ab!
Vor drei Wochen erschien Marc Dutroux persönlich vor dem Tribunal, umsonst, zum Glück! Die Brüsseler Haftprüfungskammer lehnte den Antrag des 56-Jährigen, auch nach 16 Jahren Haft, auf eine Entlassung in den überwachten Hausarrest unter Verweis auf sein hohes Rückfallrisiko ab. Dutroux‘ Mutter sprach sich ebenfalls gegen den Antrag ihres pädophilen Sohns aus. In einem veröffentlichten Interview sagte sie gegenüber „Le Soir“: „Ich habe nicht die geringste Lust darauf, ihn in Freiheit zu wissen. Marc ist nicht bereit, freigelassen zu werden, weil er weiterhin anderen die Verantwortung für seinen Taten in die Schuhe schiebt“ Sie sei sicher, dass ihr Sohn rückfällig würde. Zudem habe Dutroux seinen Eltern gedroht, sie umzubringen, um schneller an sein Erbe zu kommen.

Dutroux wird also hinter Gittern bleiben, zumindest vorläufig, denn bereits Ende April ist ein Drittel der lebenslänglichen Freiheitsstrafe von 45 Jahren einschließlich der Möglichkeit einer Sicherungsverwahrung abgelaufen. Dann darf Dutroux einen Antrag auf Entlassung auf Bewährung stellen. Angesprochen auf diese Möglichkeit, sagte sein Anwalt Deutsch vor drei Wochen: „Das ist Teil unserer Pläne“.

Zwischen Sommer 1995 und Sommer 1996 hatten Dutroux und Komplizen sechs Mädchen entführt. Es folgten Vergewaltigungen und Misshandlungen – die Opfer waren zwischen acht und 19 Jahre alt. Die beiden Mädchen Melissa und Julie verhungerten in einem unterirdischen Verlies, während Dutroux wegen Autodiebstahl verhaftet wurde, zwei weitere Mädchen, An und Eefje, fanden die Ermittler auf dem Grundstück vergraben, nur zwei Mädchen, Sabine Dardenne und Laetitia Delhez konnten sie retten.

Dutroux Haus in Marchienne-au-Pont
Maison Marc Dutroux - Marchienne-au-Pont
By IIVQ / Tijmen Stam (Own Work, IIVQ) [CC-BY-SA-3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

Bereits im vergangenen Jahr hatte Dutrouxs Exfrau und frühere Komplizin Michelle Martin erfolgreich eine vorzeitige Haftentlassung beantragt. Seitdem lebt sie in einem Kloster.

Lesen Sie dazu den Beitrag: Dutroux-Komplizin Michelle Martin ist frei

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Dutroux-Komplizin Michelle Martin ist frei

Dutroux-Komplizin Michelle Martin ist frei

Sicher gibt es kaum jemanden, der den “ Fall“ Marc Dutroux nicht noch gut in Erinnerung hat? Mir jedenfalls ist dies so present, als wäre es gestern passiert.

Bereits im Jahr 1989 wurde Dutroux wegen Vergewaltigung an minderjährigen Mädchen verhaftet, damals zu einer 13 1/2jährigen Haftstrafe. Schon damals fragte man sich warum er bereits nach 3 Jahren vom damaligen belgischen Justizminister Melchior Wathelet wegen guter Führung entlassen wurde. Und das, obwohl sogar Dutroux Mutter einen eindringlichen Brief schrieb mit der Bitte von einer vorzeitigen Entlassung abzusehen. In seiner Wohnung wurden damals bereits weit über 7000 pornographischer Videos sichergestellt! Laut Zeugenaussagen baute er bereits in dieser Zeit im Keller an den Verliesen für seine künftigen Opfer.
Marc Dutroux lebte nahe Namur (Belgien) von Sozialhilfe, besaß aber 8 eigene Häuser! Fragte sich nie jemand woher das Geld kam?

Im Jahre 1994/1995 verschleppte Dutroux die ersten beiden Mädchen. Im Dezember 1995 wurde er wegen Diebstahls inhaftiert, kurz nach seiner Entlassung war ein Mädchen bereits tot und das andere starb nach seiner Rückkehr. In Mai und August des Jahres 1996 entführte Marc Dutroux die 12jährige Sabine Dardenne (12) und die 14jährige Laetitia Delhez (14), die später von der Polizei befreit wurden konnten, nachdem Dutroux das Versteck preisgab.

Für die beiden Mädchen Julie und Mélissa kam jede Hilfe zu spät. Sie verhungerten grausam in ihrem Verlies (2,15 Meter lang, 95 cm breit und 1,64 Meter hoch).

Michelle Martin wusste davon, ließ die Kinder während der Haftzeit ihres Mannes VORSÄTZLICH elend verhungern! Welche Abgründe stecken in so einer Frau? Eine Frau, die selbst dreifache MUTTER ist??

Sie bekam 30 Jahre Haft, wurde nun aber nach 16 Jahren freigelassen, kann unbehelligt im Klarissen-Kloster in Malonne leben. Ist das Gerechtigkeit?
Für die Überwachung des Klosters und dauerhafte Sicherheitsvorkehrungen wegen der kochenden Volksseele rechnet die Polizei mit Kosten von 120.000 Euro pro Monat!! Unverständlich wofür hier die Gelder der Bürger ausgegeben werden, für ein Opfer wäre so eine Forderung mit Sicherheit nicht möglich.