Der Osterhase

Jeder kennt den Osterhasen, alle Kinder freuen sich, wenn er kommt, bringt er doch bunte Eier und Schokolade. Aber woher kommt dieser Brauch überhaupt?
So ganz geklärt ist die Herkunft dieses Brauches bis heute nicht.
Ganz früher und heute noch in einigen Regionen stehen andere Tiere für den Osterbrauch, z.B. in einigen Teilen der Schweiz war der Kuckuck der Eierlieferant, in Teilen von Westfalen war es der Osterfuchs, in Thüringen brachte der Storch und in Böhmen der Hahn die Eier zum Osterfest.

 Eier galten schon im alten Babylonien, Ägypten und Persien als Symbol für Fruchtbarkeit und erneutes Leben, so hielt es auch Einzug ins Osterfest. Schon vor langer Zeit brachte man der Göttin Ostara, die Frühlingsgöttin der alten Germanen, daher Eier als Opfergabe. Sie galt als Frühlingsgöttin, stand als Sinnbild für Erneuerung und die aufblühende Fruchtbarkeit der Natur.
Der Hase wiederum, der sich bekanntlich rasch vermehrt, war das Symbol der Fruchtbarkeitsgöttin Eostre und wurde auch sonst von vielen Göttinnen verehrt. So wurde er zum Zeichen der Fruchtbarkeit, des Neubeginns und so eben auch durch Christen in das Osterfest einbezogen (die Auferstehung) als Symbol.
Auch das Färben der Eier geht zurück auf die Veränderung der Natur, das neue Erblühen, die Vielfalt der Farben.
Eier färbt man traditionell mit roten Zwiebelschalen oder Roten Bete Saft, damit die Eier in einem leuchtenden Rot erstrahlen. Für grün benutzt man Gras, Spinat, Petersilie, Matetee lässt die Eier oliv strahlen und violetten Glanz erreicht man durch die Färbung mit Heidelbeeren.

In diesem Sinne: Frohe Ostern und einen fleissigen Osterhasen.

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By ItsLassieTime [Public domain], via Wikimedia Commons