Der Wettstreit…

Meine Woche war irgendwie anstrengend, obwohl ich nicht so wirklich viel geschafft habe.

Alles begann bereits mit dem Verlust der Satellitenschüssel, welche sich ohne Voranmeldung plötzlich verabschiedete, bereits am nächsten Tag folgte ihr die Mikrowelle.  Selbige zu besorgen sollte nicht wirklich ein Problem darstellen… dachte ich… In der Realität sah dies etwas anders aus. Auf der Suche nach einem Gerät Mikrowelle /  Grill / Ofen trabte ich von Geschäft zu Geschäft um mir anzuhören, haben wir nicht, kommt demnächst wieder rein… kann ich bestellen. Schön und gut Leute, aber wenn ICH in einen Laden komme, möchte ich etwas KAUFEN, hier und SOFORT, zum MITNEHMEN… verstehste… BESTELLEN kann ich auch im Internet!

So zog sich die Woche dahin, ohne nennenswerte Ereignisse, das Highlight waren wohl eher die leckeren Rühreier im Hotel.

Gestern Samstag , ursprünglich ein Tag voller Arbeit wurde vom Gatten plötzlich und unerwartet gekürzt, nachdem ihm eingefallen war, dass sein Freund ja Geburtstag hat… Tja solche Tage kommen aber auch jedes Jahr wieder vollkommen überraschend… Er verabschiedete sich also Richtung Freund… Frau nutzte die Gelegenheit und verschwand Richtung Park. 🙂

Um die Zeit wieder reinzuholen gab es eben heute morgen noch einige Stunden Arbeit, an sich nicht schlimm, wäre Frau nicht so kotzmüde! Seit 48 Stunden habe ich quasi nicht geschlafen… Nein Frau hat keine Probleme… Es sind einfach mal wieder die Säfte… Frühling eben, die Hormone… was auch immer.

Schön Mittag, vollgefressen und müde packe ich mich auf’s Sofa, freue mich auf das Land der Träume.
Draußen paddeln die Kanuten im Wettstreit, die Sonne scheint, ein Fest ist angesagt, ich könnte zusehen, aber nein… Ich bin zu faul… Ja mein Gott, ich weiß schließlich wie ein Kanu aussieht, sogar, wenn ich die Augen zu habe!

Langsam schlafe ich ein, finde mich wieder in einer Wohnung… tropf, tropf… von der Decke läuft unaufhörlich Wasser, ich bin verärgert.  WIR (wer ist Person 2??) gehen nach oben, klingeln beim Nachbarn, bitten ihn das Wasser abzudrehen,  als Antwort kriege ich eine geknallt… Die Wohnung stinkt nach Gewalt und Aggression, wir gehen einfach. Im Treppenhaus bekomme ich einen Anruf, von wem auch immer… Ich soll mich beeilen, meine Familie wandert aus nach Südamerika, sie wollen sich verabschieden… SÜDAMERIKA..!?  Schon wieder!?
Noch immer suche ich den Zusammenhang.

Im Halbschlaf höre ich die Stimmen von Menschen, viele Menschen… das Kanufest okay. Die wahnsinnig laute Lache einer Frau frisst sich in mein Hirn, laut, schrill, unangenehm,  JA sie stört meinen Schlaf!  Komischerweise denke ich gerade an Erdogan…  Wollte er nicht das laute Lachen von Frauen in der Öffentlichkeit verbieten??  Warum hat er nicht?  Just in diesem Moment stimme ich ihm zu, es ist eine Zumutung!

Trotz des Geräuschpegels falle ich noch einmal in den Schlaf und… finde mich dieses Mal wieder im Thai-Imbiss.  Ich bestelle mir einen Milchshake und freue mich irgendwie tierisch darauf, es muss Jahre her sein, dass ich so etwas getrunken habe. Stattdessen bekomme ich mit süßem Lächeln und unschuldigem Blick einen Kaffee mit Mandelmilch serviert. Es schmeckt eklig und bitter, aber die Frau ist einfach zu süß, um zu meckern.  Mit einem Augenaufschlag erklärt sie mir… Zu kalt für Milchshake… Ich denke oookay sind ja nur 30 Grad heute und gehe.

Musik, laut und unüberhörbar dringt zu mir durch, gegenüber der Kanalseite haben junge Leute mit ihren Autos Stellung bezogen und singen lauthals mit…

Ja in Ordnung, ich bin überzeugt und sehe mir jetzt selbstverständlich den Kanuwettstreit an…  Schleppe mich langsam und gemächlich vom Sofa, sehe nach draußen und stelle fest… es regnet, die Leute ziehen ab, welch eine Ruhe, kein Kanu weit und breit, ich könnte ja jetzt schlafen…. wenn ich denn KÖNNTE!

by Pixabay
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In diesem Sinne, noch schönen Restsonntag 🙂

Südamerika

Meine Familie hat mich eingeladen sie in Südamerika zu besuchen.

Ich habe das Angebot mal ganz spontan angenommen und einfach ja gesagt … Freute mich ja sogar ein bisschen,   sie schickten viele Photos und… komischerweise wunderte ich mich nicht mal, dass alle eher so indianisch aussahen…

Nach einigen Überlegungen wurde mir jedoch irgendwie klar… ziemlich weiter Weg….
Ist ja auch ein langer Flug, zu lange für mich still zu sitzen, also habe ich das ganze mal mit Zwischenstopps über drei Tage gebucht. Außerdem habe ich auf Grund meiner Faulheit beschlossen, nur ein einziges Mal zu fliegen… Sprich One Way… Nein, ich komme einfach nicht mehr zurück…
Ob ich da auch gute Internetverbindung haben werde??  🙂

Ich kramte voller Vorfreude gerade in meiner Aktentasche, sah meine Pässe durch und überlegte mit welchem ich am Besten reisen sollte,  da stand völlig überflüssigerweise auch noch plötzlich mein Bruder hinter mir, ausgerechnet der, der bei der Kripo ist, eh dauernd was zu meckern hat und etwas ungläubig schaute. So beschloss ich mal lieber schnell das Weite zu suchen, bevor er wieder blöde Fragen stellen konnte.

Okay das Ganze habe ich letzte Nacht geträumt, mal wieder ganz merkwürdig, habe in Südamerika weder Verwandte, noch Bekannte… Warum kam die Botschaft also gerade von DORT???  Sollte ich mal drüber nachdenken…

by Pixabay
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Finsternis…

Als Julia erwacht, umgibt sie, wie fast immer, dieses beklemmende Gefühl in der Brust, welches fast schon körperliche Schmerzen verursacht.
Zusammen mit ihrer Stiefmutter, deren Nähe sie fast schon anwidert, in dieser unerträglichen Enge, diesen muffigen Räumen, in denen es niemals ganz hell zu werden scheint.
Kein Sonnenstrahl schafft es jemals in diese Kammer, alles ist in ein gruseliges Halbdunkel getaucht. Julia kämpft mit dem Gefühl der Übelkeit und des Erstickens, sie will weg, einfach nur weit weg, irgendwohin wo sie Luft bekommt, einmal frei atmen zu können. Sie träumt seit Jahren von nichts anderem als endlich auszuziehen, endlich frei zu sein.

Eine eigene kleine Wohnung wäre ihr Traum, unabhängig sein, allein, mit sich im inneren Frieden,  Erinnerungen einfach auslöschen und ein normales Leben führen. War das wirklich zu viel verlangt?

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